Geheim-Gipfel mit Infantino: DFB setzt sich für Einreise der Gegner-Fans ein
Der DFB hat zum Thema Einreiseverbot für Fans eine klare Haltung.
13.06.2026 | 10:05 Uhr
Überteuerte Ticketpreise, die gestoppte Einreise des besten afrikanischen Schiedsrichters und die Verweigerung der US-Visa für iranische Verbandsfunktionäre - die WM hat längst seine übergeordneten, politischen Themen. Und der DFB ist mittendrin!
Aus dem German House of Soccer in New York berichtet Patrick Berger
Nach Informationen von Sky Sport hat es deshalb in Mexiko am Rande des Eröffnungsspiel ein Treffen zwischen DFB-Präsident Bernd Neuendorf und FIFA-Boss Gianni Infantino gegeben. Besprochen worden sein soll unter anderem auch das Thema der verweigerten Einreise von 600 Fans aus der Elfenbeinküste.
Neuendorf äußert sich zu Einreiseverboten
Zur Erinnerung: Am 20. Juni spielt das deutsche Team in Toronto gegen die Afrikaner. Neuendorf äußerte sich am Rande der Eröffnung des German House of Soccer im New Yorker Stadtteil Chelsea zu den teils willkürlichen Einreiseverboten: "Ich habe gestern gelesen, dass offenbar 500 Fans unseres ersten Gruppengegners, der Elfenbeinküste, die Einreise verweigert werden soll. Sie können davon ausgehen, dass ich mich um diese Themen kümmern. Dass ich in Ruhe und hinter den Kulissen mit den Leuten rede. Das tue ich."
So habe Neuendorf laut eigener Aussage den deutschen Botschafter in New York und den Botschafter in Mexiko getroffen. "Ich bin sehr gut informiert über die Situationen. Das darf man von einem Präsidenten auch erwarten."
Probleme sorgen für Gesprächsstoff
Auf konkrete Sky Sport Nachfrage, inwiefern sich der DFB als größter Fachverband der Welt explizit bei der Fifa über die Einreise der Fans der Elfenbeinküste stark mache, sagte Neuendorf vielsagend: "Wenn es so wäre, fände ich es problematisch, wenn pauschal Menschen als Gruppe ausgewiesen werden. Das wäre ein Vorgang, der für meine Verhältnisse nicht nachvollziehbar wäre."
Über die allgemeinen Probleme, die derzeit für Gesprächsstoff sorgen, sagte Neuendorf: "Potentielle Themen, die auf die Mannschaft zurollen könnten, dürfen nicht stattfinden, dafür muss ich als Präsident auch sorgen. Debatten müssen von der Mannschaft ferngehalten werden. Ich bin bereit, Fragen über Debatten zu beantworten. Ich hoffe, dass es politisch so weit ruhig bleibt. Dass wir nicht über weiter Ausweisungen reden."
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