Foul von Lionel Messi gegen Algerien wird nicht bestraft
Mit seinen drei Toren war Lionel Messi der Mann des Spiels beim 3:0-Sieg von Weltmeister Argentinien. Der 38-Jährige erzielte seine WM-Tore Nummer 14, 15 und 16 und zog mit Rekordtorschütze Miroslav Klose ein.
17.06.2026 | 09:37 Uhr
In einer Szene hatte Argentiniens Superstar jedoch Glück, denn er hätte auch vom Platz gestellt werden können.
In der 31. Minute hatte Argentiniens Superstar beim Stand von 1:0 jedoch Glück: In einem Zweikampf traf Messi den Algerier Aissa Mandi mit der offenen Sohle von hinten an der Wade.
Doch er kam ohne Verwarnung davon. Messi-Bonus?
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Messi trifft Gegenspieler mit der offenen Sohle
Pattrick Ittrich, bis zum Ende der abgelaufenen Saison noch Bundesligaschiedsrichter, analysierte die Szene für MagentaTV.
"Es gibt drei Kriterien für übermäßige Härte. Erstens die Chance den Ball zu spielen, zweitens das Trefferbild und drittens die Dynamik. Wenn zwei von drei Merkmalen erfüllt sind, kannst du eigentlich immer eine Rote Karte geben. Hier sind jetzt locker zwei erfüllt", erklärte Ittrich.
"Keine Chance, den Ball zu spielen"
"Die Chance den Ball zu spielen hat er 0,0, er rennt von hinten rein. Das Trefferbild sieht übel aus, das ist die offene Sohle in die Achillessehne rein. Das Einzige, was fehlt, ist die Dynamik. Ich glaube auch das ist der einzige Grund, warum die Karte nicht gegeben wurde", ergänzte der 47-Jährige.
"Der VAR sieht diese Szene, denkt sich 'erstes Spiel und Messi', hat erstmal Schweißperlen auf der Stirn und weiß nicht, was er machen soll. Dann versuchst du das auszuhalten und nicht reinzugehen", versetzte sich Ittrich in die Situation des Video Assistant Referees.
Ittrich: "Für mich ist das eine Rote Karte"
Er selbst hätte anders entschieden.
"Für mich ist das eine Rote Karte, da haben wir auch diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo genau sowas mit Rot bestraft wurde. Der Spieler selbst, der wollte den nicht so treffen, aber das ist kein Grund, um hier keine Rote Karte zu geben. Diese paar Prozentpunkte, die fehlen, sind die fehlende Dynamik, deshalb ist der VAR hier nicht reingegangen. Es ist aber eigentlich regeltechnisch eine Rote Karte."
Der polnische Referee Szymon Marciniak sah es anders, Messi durfte weiterspielen und erzielte zwei weitere Tore, Argentinien gewann 3:0. Mit einem weiteren Treffer wäre er alleiniger WM-Rekordtorschütze.
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