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FC Schalke 04: Königsblau ist zurück in der Bundesliga

Schalke ist zurück! Selbst der Gegner freut sich mit

Der FC Schalke 04 hat sich mit einem beherzten Heimauftritt in der Bundesliga zurückgemeldet. Die Emotionen und Reaktionen nach Abpfiff zeigen, dass die Bundesliga die Königsblauen vermisst hat. Denn selbst der Gegner freut sich, dass Schalke wieder da ist.

Frank Kramer hielt es nicht mehr in seiner Coachingzone.

Nach dem Last-Minute-Treffer von Marius Bülter vom Punkt zum 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach setzte der Schalker Chefcoach zu einem 70-Meter-Sprint an und stürzte sich in die königsblaue Jubeltraube. "Da müssen die ganzen Emotionen einfach raus. Wir hatten so eine geile Stimmung und wir haben eine solche kämpferische Leistung gezeigt. Irgendwie musste es raus, ich musste es wegrennen.", meinte Kramer nach Spielende bei Sky.

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In der Veltins Arena pushten die Schalker Anhänger ihre Mannschaft über die kompletten 90 Minuten hinweg immer wieder mit lauten Anfeuerungsrufen und Gesängen. Auch nach Schlusspfiff gab es große Emotionen. Die gesamte Schalker Mannschaft begab sich zu den Fans vor die Nordkurve, gemeinsam feierten sie den ersten Punktgewinn der neuen Spielzeit.

"Die Stimmung war geil. Diese Wucht brauchen wir", schwärmte S04-Trainer Kramer am Sky Mikrofon über die grandiose Atmosphäre und ergänzte: "Wir werden in der Bundesliga immer wieder Rückschläge haben, wir werden immer wieder mal niedergestreckt werden. Und da müssen wir dann aufstehen und dagegenhalten, das haben wir gemacht. Es ist unsere verdammte Pflicht, unser Herz auf den Platz zu schmeißen."

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S04-Trainer Frank Kramer spricht über das Remis gegen Gladbach.

Schalke überzeugt mit Leidenschaft

Mit großer Leidenschaft hat Schalke gegen Gladbach - 15 Monate nach dem bitteren Abstieg aus der Bundesliga - gezeigt, warum dieser große Traditionsverein ins deutsche Fußball-Oberhaus gehört. Schalke rackerte und kämpfte Fußball auf dem grünen Rasen, die Fans honorierten dies auf den Rängen. Mannschaft und Anhänger bildeten eine echte Einheit. Nur so kann es für den Aufsteiger mit dem großen Ziel Klassenerhalt in der Bundesliga gehen.

"Sie haben in der ersten Halbzeit sehr gut gestanden, haben eigentlich nichts zugelassen. Das ist ja die Stärke, die diese Mannschaft auszeichnet. Spielerisch sind sie sicherlich nicht bei den Top-Mannschaften in der Bundesliga anzufinden. Aber über den Kampf, den Mut, den Willen und über die Kompaktheit kann man natürlich den einen oder anderen Punkt holen", analysierte Sky Experte Lothar Matthäus.

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Auch Julia Simic zeigte sich begeistert vom ersten Schalker Heimauftritt nach dem Wiederaufstieg. "Es war wichtig, schnell mit Ligastart zu punkten und den ersten Punkten nicht lange hinterherlaufen zu müssen. Dann verlierst du den Glauben. Der Punktgewinn war total verdient. Es war für alles, was sie reingelegt haben, der verdiente Lohn", so die Sky Expertin.

Der FC Schalke 04 feiert den späten Punktgewinn gegen Borussia Mönchengladbach.
Image: Der FC Schalke 04 feiert den späten Punktgewinn gegen Borussia Mönchengladbach.  © Imago

Noch viel Luft nach oben

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass beim fünfmaligen deutschen Pokalsieger noch viel Luft nach oben ist. S04 muss seine Qualitäten noch effizienter auf den Platz bekommen, wenn man nichts mit dem Abstieg zu tun haben will. Schalke spielte gegen Gladbach bei nur 32 Prozent Ballbesitz seine wenigen offensiven Möglichkeiten nicht zielstrebig genug aus. Nach gut einer Stunde Spielzeit ließen zudem die Kräfte sichtbar nach. S04 agierte in der Folge zu passiv, die Gegentore waren die logische Folge.

"Man muss versuchen, genauer und schneller zu spielen", machte Matthäus deutlich. Der deutsche Rekordnationalspieler bemängelte zudem die viel zu einfachen Fehler in der Defensive: "Das Zweikampfverhalten vor dem ersten Gegentor war schwach. Und beim zweiten Gegentor gab es eine Misskommunikation, das darf nicht passieren." Allerdings habe sich S04 "nie hängen lassen und immer weiter an sich geglaubt", so Matthäus.

Ohne den Handelfmeter spät in der Nachspielzeit wären die Gelsenkirchener allerdings wohl nicht mehr zurückgekommen. Doch die scharf getretenen Standards von Thomas Ouwejan sind eine echte Schalker Waffe, die die Königsblauen bereits in der Aufstiegssituation immer wieder gefährlich einbrachten. Der Elfmeter entstand aus eben solch einem Ouwejan-Freistoß.

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VAR-Eingriff hilft Schalke

Sebastian Polter schnappte sich sofort den Ball und drückte ihn Bülter in die Hände. "Er hat mir den Ball gegeben und gesagt: 'Mach ihn rein'. Bei der Ausführung war ich einfach ganz cool", beschrieb der Last-Minute-Torschütze Bülter am Sky Mikrofon seinen späten Ausgleichstreffer. Das Selbstbewusstsein, mit dem der 29-jährige Angreifer sowohl vom Punkt als auch im Interview agierte, tut Schalke sichtlich gut.

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Marius Bülter erklärt seine Herangehensweise beim Elfmeter in der Nachspielzeit gegen Mönchengladbach.

Davor gab es allerdings einige Diskussionen um den Elfmeterpfiff. Schiedsrichter Sven Jablonski entschied zunächst auf Weiterspielen, nachdem Gladbachs Patrick Herrmann die Ouwejan-Hereingabe mit der Hand berührte. Erst nach Eingriff des Videoassistenten entschied der Unparteiische richtigerweise auf Elfmeter und verwarnte den Unglücksraben Herrmann.

"Er hat sich ungeschickt verhalten und vor allen Dingen einen Fehler gemacht: Der Arm war ja schon in einer sogenannten unnatürlichen Position weit oben. Das ist dann ein K.o.-Argument. Ein klarer Strafstoß und daher ein berechtigter Eingriff des Videoschiedsrichters", meinte Schiedsrichterexperte Alex Feuerhardt bei Sky zu Herrmanns Aktion. Jablonski bestätigte diese Sichtweise anschließend selbst.

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Schiedsrichter Sven Jablonski über die Handszene von Patrick Herrmann, die zum Elfer für Schalke führte

Kramer schwärmt von Stimmung

So gelang Schalke zumindest noch ein halbwegs erfolgreicher Heimauftakt - und die Gelsenkirchener haben bereits Lust auf mehr Bundesliga-Luft. "Jeder weiß, dass ich die zweite Liga richtig geil finde. Aber erste Liga, Schalke gegen Gladbach - man hat an den Leuten gesehen, dass sie das vermisst haben. Es ist schön, dass wir ihnen in der 93. Minute einen Punkt bescheren konnten und für uns ist es wichtig, dass wir zu Hause ungeschlagen geblieben sind", fasste S04-Torjäger Simon Terodde bei Sky die Euphorie zusammen.

Die Freude am Bundesliga-Fußball in der Veltins Arena war allerdings nicht nur bei den Gastgebern zu sehen und hören. Auch Gladbach-Trainer Daniel Farke genoss die "hitzige Atmosphäre" im Stadion und Christoph Kramer betonte am Sky Mikrofon: "Es ist ein geiles Stadion und ein geiler Verein, der in die Bundesliga gehört. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich hier spielen darf."

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Christoph Kramer spricht über Schalke und das Spiel seiner Gladbacher bei den Knappen.

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Mehr zum Autor Peer Kuni

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