Elfer-Ärger beim BVB nach Remis bei RB Leipzig - Kobel, Kehl und Kovac hadern
Ein hart erkämpfter Punkt für den BVB vor dem Klassiker - aber Ärger über eine Elfmeterszene!
21.02.2026 | 22:16 Uhr
Es läuft die 89. Minute, als Karim Adeyemi von Julian Brandt bedient und von RB-Verteidiger Castello Lukeba zu Fall gebracht wird. Schiedsrichter Benjamin Brand entscheidet auf Weiterspielen, auch der VAR schaltet sich nicht ein - zum Ärger des BVB.
"Wenn ich das sagen darf: Bis zu meinem 13., 14. Lebensjahr war ich Judoka. Das ist eine Sichel. Das ist ein Feger. Also bitte. Natürlich packt der Karim den Fuß vor, aber Lukeba trifft ja nicht mal den Ball. Er trifft ganz klar Karim", betonte Dortmunds Trainer Niko Kovac nach dem Spiel bei Sky Sport.
"Für mich ist das ein Elfmeter", haderte auch Sportdirektor Sebastian Kehl. Der BVB-Funktionär ergänzte: "Natürlich kreuzt ein Stürmer, das muss er machen. Er muss vor ihn kommen. Und am Ende tritt er ihn unten am Fuß. Das ist eine klare Elfmetersituation."
Der Videoassistent hätte laut Kehl eingreifen müssen. "Das ist für mich eine klare Situation, die er sich dann anschauen muss und es sich dann neu bewerten kann", sagte Kehl und verdeutlichte: "Das ist für mich eine Fehlentscheidung und da muss er eingreifen."
"Es ist eine Fehlentscheidung"
Dortmunds Keeper Gregor Kobel sah dies genauso: "Man ist schon für weniger rausgegangen und hat sich das angeguckt. Man hätte es sich auf jeden Fall anschauen können", beklagte er. Auch für Leipzigs Doppeltorschützen Christoph Baumgartner war die Szene durchaus elfmeterwürdig: "Ganz ehrlich: Hätte ich ein gelbes Trikot an, würde ich mich sicher beschweren", sagte der Österreicher. "Ich glaube, den kann man geben."
Am Ende blieb der Pfiff aus, Schiedsrichter Brand wurde auch nicht in die Review Area geschickt. "Wir sind ja alle der Meinung, dass das ein Elfmeter ist. Von daher verstehe ich wirklich nicht, warum sie sich dann nicht melden", holte Kovac aus. "Man kann es aus der Perspektive von Benni Brand (der Schiedsrichter, Anm. d. Red.) gar nicht sehen. Aber der im Studio hat die Bilder, die wir auch haben. Es ist eine Fehlentscheidung!"
Schlussendlich kam der BVB dennoch durch Fabio Silva zum 2:2-Ausgleich (95. Minute), verpasste in Person von Julian Brandt sogar den Lucky Punch (98.). Vor dem Klassiker gegen den FC Bayern München (am 28. Februar, ab 17:30 LIVE und EXKLUSIV auf Sky Sport) ist der Rückstand auf den deutschen Rekordmeister durch das Remis auf acht Punkte angewachsen.
Die Frage ist: Kommen die Westfalen im Meisterrennen noch einmal zurück?
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