Donald Trump will die WM 2038 in die USA holen: FIFA-Regeln ebnen den Weg zur nächsten Mega-WM

Donald Trump hat angekündigt, die Weltmeisterschaft schnellstmöglich zurück in die USA holen zu wollen. Tatsächlich stehen die Chancen auf eine US-Bewerbung für die WM 2038 überraschend gut.

Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien fand in New York/New Jersey statt.
Image: Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien fand in New York/New Jersey statt.  © Imago

Die FIFA-Regularien, die vorhandene Infrastruktur und aktuelle Diskussionen in Funktionärskreisen sprechen dafür, dass die Vereinigten Staaten erneut Gastgeber des größten Fußballturniers der Welt werden könnten.

Donald Trump will die Weltmeisterschaft so schnell wie möglich zurück in die Vereinigten Staaten holen. Beim WM-Finale erklärte der US-Präsident in Richtung FIFA-Präsident Gianni Infantino: "Wir müssen das wiederholen, und zwar, solange ich noch da bin."

Auch wenn die nächste Turniervergabe noch nicht ansteht, könnte Trumps Wunsch durchaus Realität werden. Nach den Weltmeisterschaften 2030 in Marokko, Spanien und Portugal sowie den zusätzlichen Spielen in Uruguay, Argentinien und Paraguay und dem Turnier 2034 in Saudi-Arabien ist die WM 2038 der nächste noch freie Austragungstermin.

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Ausgangslage spricht für die USA

Die Ausgangslage spricht dabei klar für die USA. Einen vorgeschriebenen Mindestabstand zwischen zwei WM-Ausrichtungen gibt es nicht. Zudem wurde das einstige Rotationsprinzip zwischen den Kontinenten bereits vor Jahren aufgeweicht. Zwar sollen die Konföderationen der beiden vorherigen Gastgeber bei einer Vergabe grundsätzlich aussetzen, die FIFA besitzt jedoch großen Spielraum bei der Auslegung ihrer Regeln.

Nach der aktuellen Reihenfolge der Ausrichter würden für 2038 vor allem Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) sowie Ozeanien infrage kommen. Genau dort liegt der größte Vorteil der USA. Während Neuseeland als potenzieller Vertreter Ozeaniens nicht über die notwendige Infrastruktur für ein Turnier dieser Größenordnung verfügt, können die Vereinigten Staaten auf moderne Stadien, Verkehrsnetze und umfangreiche Erfahrungen mit Großveranstaltungen verweisen.

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Erneute US-Kandidatur möglich

Hinzu kommt, dass laut einem Bericht des Guardian in FIFA-Kreisen bereits über eine erneute US-Kandidatur gesprochen wird. Demnach soll der Weltverband einer weiteren Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten grundsätzlich offen gegenüberstehen.

Ganz ohne Widerstand dürfte eine Bewerbung aber nicht verlaufen. Innerhalb der CONCACAF gibt es Vorbehalte gegen eine alleinige US-Ausrichtung. Deshalb gilt auch eine gemeinsame Kandidatur mit Kanada und Mexiko als möglich. Selbst weitere Partner aus der Karibik könnten theoretisch Teil eines WM-Konzepts werden.

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USA bereits zweimal Gastgeber

Sollte die FIFA den Zuschlag tatsächlich erneut an die USA vergeben, wäre das Land nach 1994, 2026 und 2038 bereits zum dritten Mal Gastgeber einer Männer-WM. Gleichzeitig wäre es die zweite Weltmeisterschaft auf US-Boden innerhalb von nur zwölf Jahren.

Für Trump wäre das eine besondere Pointe: Sollte die WM 2038 tatsächlich in den USA stattfinden, wäre der heutige Präsident dann bereits 92 Jahre alt.

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