Didi Hamann wünscht sich Brajan Gruda und Said El Mala im DFB-Team

"In jedem WM-Jahr kommen ein oder zwei Spieler wie Phönix aus der Asche und springen auf den Zug auf." Ginge es nach Didi Hamann, wären zwei Spieler, die zuletzt nicht nominiert waren, bei der WM im Sommer auf jeden Fall dabei. Die Rede ist von Brajan Gruda und Said El Mala.

Der eine könne in der Offensive "jede Position spielen", der andere sei "der beste Einwechselspieler der Bundesliga", erklärt der Sky Sport Experte. Beide bringen in ihren Klubs gute Leistungen - im Gegensatz zu anderen, die zuletzt im DFB-Team spielten.

Brajan Gruda ist für Hamann sogar ein Startelf-Kandidat, der den 21-Jährigen auf dem rechten Flügel aufstellen würde. "Ich glaube, dass er die Position ausfüllen kann", sagt der Vizeweltmeister von 2002.

Gruda habe schon in seiner Zeit in Mainz "Sachen gemacht, die kaum ein andere kann. Er hat herausragende Fähigkeiten und kann jede Position spielen", schwärmt Hamann. Ein Leidtragender könnte Leroy Sane sein, der beim 4:3 in der Schweiz enttäuschte und bei Galatasaray zuletzt nur Reservist war.

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Hamann schwärmt von Gruda

"Mein erster Gedanke, als ich gehört habe, dass er Brighton verlässt, war, dass er vielleicht doch noch auf den WM-Zug aufspringen könnte", hatte der Sky Sport Experte schon vor der letzten Kadernominierung gesagt. Bundestrainer Julian Nagelsmann berief den Neu-Leipziger jedoch nicht, Gruda spielte stattdessen in der deutschen U21-Auswahl.

Im Juni 2024 stand der 21-Jährige zum bisher einzigen Mal im A-Kader, kam damals gegen die Ukraine jedoch nicht zum Einsatz. Zwei Monate später wechselte er von Mainz nach Brighton. Doch in der Premier League blieben seine Leistungen überschaubar.

"Die Leipziger Luft scheint ihm gut zu tun"

In der laufenden Saison kam er in 18 Premier-League-Spielen auf ein Tor und eine Vorlage. Nach seinem Wechsel zu RB Leipzig knüpfte er an seine Mainzer Glanzzeiten an und steuerte in sieben Bundesligaspielen drei Tore und zwei Assists bei. Vor der Länderspielpause traf er beim 5:0 gegen Hoffenheim doppelt und bereitete ein weiteres Tor vor.

"Die Leipziger Luft scheint ihm gut zu tun", glaubt Hamann und schwärmt: "Gruda ist ein Spieler, den wir so nicht haben. Er ist technisch versiert, beidfüßig und hat Tempo. Ich bin ein Fan von ihm und glaube, dass er es noch packt."

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Brajan Gruda (l.) und Said El Mala empfehlen sich mit guten Leistungen in ihren Vereinen.
Image: Brajan Gruda (l.) und Said El Mala empfehlen sich mit guten Leistungen in ihren Vereinen.  © Imago

El Mala lässt Zahlen für sich sprechen

Auch Said El Mala gehört für Hamann in den WM-Kader. "Ich sehe keine Argumente, ihn nicht mitzunehmen. Über seine Qualitäten brauchen wir nicht zu diskutieren", sagt der 52-Jährige.

"Dass er in Köln nicht immer von Beginn an spielt, darf nicht gegen ihn verwendet werden", erklärt Hamann. Im Gegenteil: "Nagelsmann hat gesagt, er braucht Einwechselspieler, die Spiele entscheiden, es gibt im Moment keinen besseren Einwechselspieler."

"Mit ihm haben wir im Sommer eine bessere Mannschaft"

Für Köln erzielte El Mala in 27 Spielen zehn Treffer und gab vier Torvorlagen, war an 14 von 38 Toren des Effzeh beteiligt.

Im vergangenen November gehörte er gegen Luxemburg zum Aufgebot, doch im März schaffte der 19-Jährige es nicht in Nagelsmanns Kader, sondern spielte in der U21. Beim 2:0 in Griechenland erzielte er ein Tor.

"Er hoffe, "dass der Bundestrainer nicht an El Mala vorbeikommt," weil wir mit ihm im Sommer eine bessere Mannschaft haben", sagt Hamann.

Gruda von muskulären Problemen ausgebremst

Gruda verpasste die U21-Partie in Griechenland wegen muskulärer Probleme (Adduktoren) und fehlt Leipzig am Samstag in Bremen (15:30 Uhr live auf Sky Sport). Ein kleiner Rückschlag für den quirligen Angreifer. Doch noch ist Zeit:

Am 12. Mai benennt Nagelsmann seinen vorläufigen 26-er Kader. Gruda und El Mala wollen sich mit weiteren guten Leistungen in ihren Klubs empfehlen - und noch auf den WM-Zug aufspringen.

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