DFB-Stimmen nach dem ersten gewonnenem WM-Spiel
Ein Raketenstart in die WM stimmt Spieler und Bundestrainer glücklich. Dieser findet zudem Vorteile in der verpflichtenden Trinkpause und erklärt seine T-Shirt-Wechsel. Die Stimmen zum 7:1-Sieg gegen Curacao
14.06.2026 | 22:15 Uhr
Bundestrainer Julian Nagelsmann, Doppeltorschütze Kai Havertz und Co. über das erste gewonnene Gruppenspiel der WM.
Julian Nagelsmann über...
... Leroy Sane: "Ich fand, Leroy war superfleißig heute. Es hat mich gefreut, er hatte super Laufwege. Es hätte mich einfach gefreut, wenn er sich da belohnt. Aber er hat viel gearbeitet, auch viel nach hinten gearbeitet, in Umschaltsituationen viel weggenommen vom Gegner. Da kann man ihm heute ein Kompliment machen, finde ich."
... sein Gefühl im Auftaktspiel: "Ich habe mich extrem für die Mannschaft gefreut, habe gerade auch von Herzen gratuliert. Wenn man die letzten beiden Turniere sieht, die Auftaktspiele waren beide nicht so gut. Klar waren wir heute der Favorit. Das habe ich auch vor dem Spiel gesagt, das ist das Schwierige. Was hat Curacao zu verlieren? Und die haben auch besser gespielt als viele es erwartet hätten. Dazu noch eine komplett andere Ordnung als in allen vorherigen Spielen, die haben noch nie eine Raute gespielt. Dann kriegen wir aus der ersten Situation, die der Gegner hat, einen Ausgleich. Dann musst du dich erst mal kurz sammeln. Da finde ich es wichtig, wie die Mannschaft damit umgeht nach den letzten beiden Turnieren. Es sind natürlich viele Newcomer dabei, die noch keine Turniere hatten, aber es sind auch einige dabei, die diese Turniere erlebt haben. Dann musst du erst mal sieben Tore machen. Es waren gute Dinge dabei, aber auch Dinge, die man analysieren kann, um weitere Schritte zu gehen. Ich habe mich einfach gefreut für die Truppe."
... die Ansage in der ersten Trinkpause: "Wir haben vorher kurz umgestellt, wie wir die Raute attackieren, trotzdem haben wir es da noch mal gezeigt auf der Tafel, da ist es nochmal ein bisschen klarer geworden. Es hat manchmal ein bisschen gedauert, bis wir die Raute im Mann-gegen-Mann attackieren konnten, weil es natürlich für die beiden Außenverteidiger sehr ungewöhnlich war, dass sie extrem im Zentrum verteidigen mussten. Für Flo (Florian Wirtz, Anm. d. Red.) und Leroy (Sane, Anm. d. Red.) waren es dann weite Wege. Das ist die Krux, dass du im Anlaufen dieselbe Struktur hast, die du auch nach Ballgewinn stehen möchtest. Das haben wir versucht, schnell zu machen. Da war es gut, dass wir die Trinkpause hatten, um es zu zeigen."
... Jamal Musiala: "Nix schlimmes bei Jamal. Das ist relativ normal nach der langen Zeit, dass er muskulär mal was spürt. Dann wurde er gleich behandelt. Er hat sich auf jeden Fall sympathisch beschwert bei der Auswechslung: 'Ich bin noch fit, warum muss ich runter?'. Wir wollen noch andere Spieler belohnen, die es gut machen, wie Deniz in dem Fall. Ich habe ihn nicht ausgewechselt wegen einer Verletzung."
... Deniz Undav: "Top. Wie in den letzten Spielen auch. Er hat es gut gemacht. Er ist Einer, der auch ein Straßenkicker-Gen hat. Der Ball auf Kai Havertz ist schon ein super Ball, dann ist er auch dazu immer in den torgefährlichen Räumen. Das erste Tor was er macht ist ein typisches Deniz-Undav-Tor. Er steht richtig, hat einen guten Riecher, weiß, wo die Bälle runterfallen und hinkommen können. Er ist ein Finisher, den brauchst du bei so einem Turnier."
... Felix Nmecha: "Dadurch, dass sie uns im Mittelfeld mehr oder weniger Mann gegen Mann genommen haben, war er der Spieler, der immer wieder ein bisschen pendeln sollte. Mal Doppel-Sechs, mal auf der Achter-Position. Klar, sein Tor macht er super, danach hat er nochmal eine super Aktion, wo er das Tor machen könnte. Insgesamt hat er ein sehr gutes und extrem wichtiges Tor gemacht."
... Kai Havertz: "Kai ist ein top Spieler, weil er uns einfach so viel Ruhe gibt im Spiel. Er verliert kaum Bälle, ist oft anspielbar, hat dazu einfach noch die Qualität, dass er enorm Speed und Tiefe hat. Was mir einfach gefällt, wie bei allen Jungs, die wir dabei haben: Es sind alles Charaktere. Kai ist ein super Mensch, der so bescheiden ist, so entspannt, ein cooler Typ und ein unfassbar wichtiger Spieler von uns. Heute hat er zwei Tore gemacht, ich bin sehr froh drüber."
... die Frage, wie oft er seine T-Shirts gewechselt hat: "Tatsächlich nur ein Mal. Das Shirt hier hatte ich schon vor dem Spiel an, dann habe ich einmal das Shirt gewechselt. Mehr ist es nicht. In der Halbzeit war es sehr warm und das Poloshirt ist auch sehr warm, das andere Shirt ist ein bisschen dünner und da sind auch die Fans hinten drauf. Die Fans haben heute gute Stimmung gemacht, da wollte ich sie auch mit dem ein oder anderen Namen auf meinem Rücken nochmal belohnen."
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Manuel Neuer über...
... das Gegentor: "Ich glaube, wenn Jo (Joshua Kimmich, Anm. d. Red) ihn nicht berührt, habe ich ihn. Aber bis auf ein paar Unsicherheiten hatten wir alles im Griff. Für mich war es auch wieder ein erstes Spiel. Ich gehe es an, als wäre es meine erste WM. Das war etwas ganz Besonderes für mich. Wir lassen niemanden links liegen, alle ziehen am gleichen Strang. Hier wird jeder mitgenommen, wir brauchen jeden Spieler."
Kai Havertz über...
... das hohe Endergebnis: "Die erste Halbzeit war hart, wir haben es gut gemacht und können zufrieden sein. Das erste Spiel ist immer das härteste, aber wir haben gut Selbstvertrauen getankt. Das 7:1 gegen Brasilien 2014 habe ich gesehen, es steht in den Geschichtsbüchern - jetzt mit diesem Ergebnis zu starten, ist etwas Besonderes. Manu war als Einziger dabei, ich frag ihn nachher mal, wie es war."
Nathaniel Brown über...
... sein Tor bei seinem WM-Debüt: "Es ist unbeschreiblich. Im ersten WM-Spiel zu treffen, meine Familie ist da, dann mit den Jungs zu jubeln - einfach unglaublich. Das Gegentor war unnötig, aber gehört dazu. Ich bin stolz, dass wir den Kopf nicht haben hängen lassen."
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