Der Aufstieg von der SpVgg Unterhaching in die 3. Liga steht in den Sternen

Die SpVgg Unterhaching steht trotz sportlicher Erfolge vor einer wegweisenden Entscheidung.

Manfred Schwabl sieht den möglichen Aufstieg von Unterhaching in die 3. Liga in Gefahr.
Image: Manfred Schwabl sieht den möglichen Aufstieg von Unterhaching in die 3. Liga in Gefahr.  © Imago

Nach Informationen des kicker deutet vieles darauf hin, dass der Traditionsklub freiwillig auf den Aufstieg in die 3. Liga verzichten könnte. Präsident Manfred Schwabl verweist dabei vor allem auf finanzielle und strukturelle Gründe.

Die SpVgg Unterhaching steht offenbar vor dem freiwilligen Verzicht auf den Aufstieg in die 3. Liga. Obwohl der Regionalligist sportlich auf Kurs ist, sprechen laut Präsident Manfred Schwabl viele Faktoren gegen den Schritt in den Profifußball. Eine endgültige Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen, doch die Richtung ist klar. "Die Tendenz geht in diese Richtung", erklärte Schwabl.

Noch vor wenigen Tagen hatte Unterhaching nach einem Last-Minute-Sieg in Bayreuth den Aufstieg weiter fest im Blick. Doch die Euphorie ist schnell verflogen. Hauptgrund für die aktuellen Überlegungen ist die angespannte finanzielle Situation des Vereins. Weniger die geforderte Millionen-Bürgschaft für die 3. Liga bereitet Sorgen, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass der aktuelle Kader in der Drittklassigkeit kaum konkurrenzfähig wäre.

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Aufstieg ist ein finanzielles Risiko

Die Mannschaft besteht derzeit überwiegend aus jungen und unerfahrenen Spielern. Um realistische Chancen auf den Klassenerhalt zu haben, müssten zahlreiche drittligaerprobte Profis verpflichtet werden - ein finanzielles Risiko, das der Verein aktuell kaum stemmen kann. Routiniers mit höherklassiger Erfahrung sind im Kader rar, zudem sind einige der erfahrensten Spieler bereits im fortgeschrittenen Fußballalter und verletzungsanfällig.

Ein weiterer Aspekt ist die sportliche Ausrichtung des Klubs. In den Gremien der SpVgg sitzen laut Schwabl mehrere Befürworter der Hachinger Ausbildungsphilosophie. Diese sehen die Regionalliga eher als geeignete Entwicklungsplattform für junge Talente. In der 3. Liga wären Einsatzzeiten für Nachwuchsspieler deutlich schwerer zu realisieren.

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Schwabl will zeitnah Entscheidung verkünden

Hinzu kommt die Situation im Unterbau: Die U21 spielt aktuell nur in der sechstklassigen Landesliga. Junge Talente aus der U17 können dort nicht eingesetzt werden, was den Übergang in den Herrenfußball zusätzlich erschwert. Der direkte Sprung in die Profimannschaft ist für viele Spieler derzeit noch zu groß.

Gemeinsam mit dem Aufsichtsrat will Präsident Schwabl zeitnah eine endgültige Entscheidung treffen. Vieles deutet darauf hin, dass sich Unterhaching bewusst gegen den sportlichen Aufstieg und für finanzielle Stabilität sowie nachhaltige Nachwuchsarbeit entscheiden könnte - ein Schritt mit Signalwirkung im deutschen Fußball-Unterhaus.

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