Chelsea-Trainer Liam Rosenior mit Wutrede nach Pleite in Brighton
Im vergangenen Juli gewann der FC Chelsea noch die Klub-WM durch ein 3:0 gegen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain.
22.04.2026 | 11:18 Uhr
Neun Monate später hat der Niedergang der Blues seinen vorläufigen Tiefpunkt erreicht.
Das 0:3 in Brighton am Dienstagabend war die fünfte Ligapleite der Londoner ohne eigenes Tor in Serie - eine solche schwarze Serie hatte es zuletzt 1912 gegeben. Es war "das Jahr, in dem die Titanic sank", merkte die BBC an.
Nach der erneuten Pleite belegt die Mannschaft von Teammanager Liam Rosenior vier Spieltage vor dem Saisonende mit zwei Punkten Rückstand auf das vom Deutschen Fabian Hürzeler trainierte Brighton Platz sieben in der Premier League.
"Diese Leistung war vernichtend"
Nach dem Spiel machte Rosenior, der Anfang Januar Enzo Maresca als Chelsea-Coach abgelöst hatte, seinem Ärger freien Lauf. "Das war eine inakzeptable Leistung auf allen Ebenen", sagte der 41-Jährige im Interview mit Sky Sports.
Auf die Frage, ob er die Unterstützung der Kabine verloren habe, antwortete er: "Es geht nicht darum, für mich zu spielen. Es geht darum, für den Verein zu spielen. Es geht darum, für das Trikot zu spielen. Es geht darum, Fußballspiele zu gewinnen. Ich kann nur über das sprechen, was ich heute Abend gesehen habe. Jeder kann da hineininterpretieren, was er will, ob sie nun für mich spielen oder nicht. Diese Leistung an sich war vernichtend."
Rosenior: "Ich bin verletzt, ich fühle mich wie betäubt"
Auf die Frage, ob seine Spieler das Handtuch geworfen hätten, reagierte der Coach fassungslos.
"Man muss die Spieler fragen. Wenn man bei diesem Spitzenverein oder überhaupt bei einem Verein spielt, ist es inakzeptabel, auch nur beschuldigt zu werden, das Handtuch geworfen zu haben. Mehr sage ich dazu nicht. Ich bin verletzt, ich fühle mich wie betäubt. Das repräsentiert mich nicht. Das repräsentiert den Verein in keiner Weise. Das muss sich ändern, angefangen mit dem FA-Cup-Halbfinale am Sonntag."
Wegweisendes Pokal-Halbfinale gegen Leeds
Am Sonntag kommt Leeds United zum Pokalspiel an die Stamford Bridge. Ein Aus gegen das Team des deutschen Coaches Daniel Farke wäre fatal.
Während des Spiels in Brighton hatte sich Rosenior Schmähgesänge ("F… off, Rosenior") der mitgereisten Fans anhören müssen.
"Ich verstehe ihre Frustration, und es ist meine Aufgabe als Cheftrainer und Manager des Fußballvereins", erklärte der Engländer: "Die Verantwortung liegt letztendlich bei mir."
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