Bernd Leno über Leverkusen vs. Arsenal, seine Zukunft sowie die WM
Sky Sport hat exklusiv mit dem deutschen Torhüter vom FC Fulham gesprochen.
03.03.2026 | 20:05 Uhr
Bernd Leno hat sich dabei unter anderem über den DFB und die Torhütersituation, seine Zukunft sowie das Duell seiner Ex-Klubs Arsenal und Leverkusen in der Champions League geäußert.
Bernd Leno exklusiv bei Sky Sport über …
... das Duell seiner Ex-Klubs in der Champions League:
"Ich muss ehrlich sagen, es wird für Leverkusen sehr, sehr schwer. Leverkusen ist gerade ein bisschen in einem Umbruch. Vor ein, zwei Jahren, als sie diese Top-Saison hatten, hätte ich schon gesagt, dass Leverkusen auch gute Chancen hätte. Aber jetzt müssen schon zwei perfekte Spiele her. Wenn ich an die Standard-Situationen von Arsenal denke, dann habe ich ein bisschen Bauchschmerzen, um ehrlich zu sein. Das wird auf jeden Fall eine sehr, sehr harte Aufgabe. Aber alles ist möglich. Man sieht: Arsenal hat in Wolverhampton 2:2 gespielt und Wolverhampton hat 13 Punkte in der Premier League. Daran sieht man, wie eng immer alles ist. Wenn Bayer ein gutes Ergebnis im ersten Spiel holt, dann kommt im zweiten Spiel vielleicht ein bisschen das Eierflattern. K.o.-Spiele sind ja auch immer sehr, sehr speziell. Aber ich glaube, Arsenal hat auf jeden Fall die besseren Karten. So realistisch muss man schon sein."
… die Torhütersituation beim DFB vor der WM 2026 - auch in Bezug auf seine eigene Rolle:
"Mit dem Bundestrainer hatte ich gar keinen Kontakt, wenn dann eher mit dem Torwarttrainer. Ich weiß nicht genau, wie die Planungen da sind. Ich glaube, im März wird man wahrscheinlich ein bisschen mehr erfahren. Aber da wird jetzt auch nicht drüber geredet. Es gibt immer diesen Standard-Austausch, das ist natürlich klar. Der Torwarttrainer sagt mir immer, dass er auch meine Spiele verfolgt. Aber auf der Torwart-Position sollte man sich trotzdem keine Sorgen machen. Ich weiß nicht genau, wie schwer die Verletzung von Marc ist. Aber klar, Manu ist jetzt raus. Wenn ich nicht dabei bin, dann ziehe ich das Deutschland-Trikot an und bin Fan und sehe es ganz entspannt."
… seine Karriere generell und wie ihn die acht Jahre Premier League geprägt haben:
"Natürlich bin ich als Spieler jeder Station sehr dankbar. Sowohl Leverkusen als auch Arsenal, Fulham sowieso. Das waren alles sehr gute Erfahrungen und ich genieße es immer noch. Als Spieler habe ich mich sehr weiterentwickelt, vor allem in Leverkusen als junger Spieler. Wenn du reinkommst in die Bundesliga, Champions League usw., da hat man fünf Schritte vorwärtsgemacht. Die Premier League aber hat mich als Spieler auf jeden Fall noch mal auf ein anderes Level gebracht, weil die Qualität hier einfach höher ist. Das Physische, das mit den ganzen Standardsituationen, wenn man nur geblockt wird. Gefühlt jeder Eckball ist wie Wrestling, da habe ich auch meine Zeit gebraucht. Aber man gewöhnt sich dran und es macht dann auch immer Spaß. Manchmal freue ich mich einfach und wenn mich einer blockt, habe ich irgendwie Bock gegen den zu kämpfen. Das ganze Tempo, die Qualität im Training bringt einen brutal weiter. Als Mensch ist die Erfahrung noch viel, viel besser wie als Spieler. Ich bin einfach viel offener geworden. Die andere Sprache und mal komplett aus seiner Komfortzone rauszukommen. Am Anfang war es auch schwer, in ein neues Land zu kommen, auf sich allein gestellt zu sein. Jetzt bin ich acht Jahre da und London ist für mich zu Hause. Klar, die Heimat wird immer die Heimat bleiben. Das ist einfach so. Aber London ist auch mein Zuhause und ich fühle mich hier sehr, sehr wohl. Und ich bin acht Jahre hier und es werden vielleicht noch ein, zwei, drei Jahre - mal gucken. Die haben mich geprägt und mich auf jeden Fall zu einem kompletteren Menschen gemacht."
… seine eigenen Zukunftspläne:
"Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich habe ja noch knapp eineinhalb Jahre hier mindestens Vertrag. Ich sehe das sehr, sehr entspannt und ich fühle mich sehr, sehr wohl. Der Verein ist sehr happy mit mir und privat fühle ich mich auch sehr, sehr wohl hier. Von dem her genieße ich das alles. Ich habe auch nicht vor, das hier zu beenden oder zu sagen, ich setze mir eine Deadline. Ich sehe es sehr, sehr entspannt, auch wie lange ich generell spielen werde. Ich glaube, das ist das Beste. Ich setze mir jetzt auch keine großen Ziele - ich bin topfit, im Kopf bin ich sowieso ein Kind."
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