Aue-Trainer Christoph Dabrowski entsetzt nach Wembley-Tor von Waldhof Mannheim
Mannheim ist das neue Wembley: Zumindest erinnert das entscheidende Tor von Waldhof-Stürmer Terrence Boyd im Drittliga-Spiel gegen Erzgebirge Aue an den berühmt-berüchtigten Treffer von 1966.
22.03.2026 | 13:30 Uhr
War er drin oder war er nicht drin? Trainer Christoph Dabrowski, der mit Aue dem Abstieg entgegentaumelt, ist sich ganz sicher und zeigte sich nach Abpfiff entsprechend entsetzt.
In der Nachspielzeit flog ein langer Ball nach vorne auf Terrence Boyd. Der Mannheimer Stürmer drang mit seiner Ballan- und -mitnahme von halbrechts in den Aue-Strafraum ein und zog satt per Halbvolley ab. Die Kugel klatschte an die Unterkante der Latte, von dort aus hinter der Linie auf den Boden (90.+1 Minute). So zumindest haben es Schiedsrichter Timon Schulz und seine Assistenten gesehen und gewertet.
Die TV-Bilder allerdings zeigen deutlich, dass der Ball die Torlinie nie mit vollem Umfang überschritten hat. Fehlentscheidung. Der Treffer zählte trotzdem und Aue steckt nach der 1:2-Niederlage im Abstiegskampf noch mehr im Schlamassel. Mit 24 Punkten auf Tabellenplatz 18, neun Zähler Rückstand auf den 1. FC Saarbrücken (16. Platz/33 Punkte) und damit das rettende Ufer.
VAR-Einführung in der 3. Liga gefordert
"Ich bin maximal frustriert, wenn ich mir das zweite Gegentor anschaue. Das sehe ich aus 80 Metern draußen an der Linie, dass der Ball niemals im Tor ist. Da bin ich fassungslos und mir fehlt jegliches Verständnis", sagte ein sichtlich angefressener Dabrowski gegenüber MagentaSport. Auch in seinem achten Spiel als Auer Chefcoach blieb der Ex-Profi ohne Sieg.
Sein Schützling und der Torschütze zur zwischenzeitlichen Führung der Gäste (44.), Marvin Stefaniak, forderte gar die Einführung des VAR in der 3. Liga. "Es ist sinnbildlich für die letzten Spiele. Der ist nicht hinter der Linie. Das ist unfassbar. Ich könnte eine Brandrede halten, aber ich muss mich im Zaum halten. Das ist unfassbar, was uns die letzten Wochen verfolgt. Was wir für ein Pech haben", konstatierte der Angreifer.
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