Argentinische Fußball-Liga streikt
Am Wochenende ruht der Ball in der ersten argentinischen Liga. Grund ist ein Streit, der langsam zu eskalieren droht.
05.03.2026 | 17:33 Uhr
Grund der Eskalation zwischen dem Verband und der argentinischen Regierung ist, dass dem Präsidenten des Fußballverbandes Claudio Tapia sowie der ganzen AFA Steuerhinterziehung vorgeworfen wird.
Der amtierende Weltmeisterverband soll laut der Zoll- und Steuerbehörde ARCA rund 19 Milliarden argentinische Peso (also rund 11,7 Millionen Euro) hinterzogen haben.
Der Streik ist nur der Gipfel des Eisbergs eines seit 2023 anhaltenden Streits zwischen der ultraliberalen Regierung um Präsident Javier Milei und dem Verband. Milei will die erlaubten Rechtsformen des Verbandes umwerfen. Die meisten Klubs in der argentinischen Liga gehören noch ihren Mitgliedern, den sogenannten Socios. Der Staatspräsident möchte die Liga aber auch für private Investoren attraktiver machen.
"Krieg erklärt"
"Es wurde ein Krieg erklärt, der im Fußball nichts zu suchen hat", sagte der Präsident des Erstligisten Velez Sarsfield Fabian Berlanga. "Sie wollen private Sportkonzerne durchsetzen, aber die Mitglieder haben ihre Position in der Sache schon klargemacht."
Aus Solidarität mit dem Verbandspräsidenten streiken jetzt mehrere Vereine am kommenden Wochenende. Der anstehende neunte Spieltag soll nun am 3. Mai nachgeholt werden.
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