Adi Hütter bringt bei Eintracht Frankfurt das Lachen zurück
Eintracht Frankfurt plant unter Adi Hütter den Neustart.
28.07.2026 | 12:15 Uhr
Der Trainer-Rückkehrer sorgt im Trainingslager zumindest schon einmal für etwas, was es in der vergangenen Rückrunde unter Albert Riera nur selten gab - gute Stimmung.
Rund 500 Fans sind mit Eintracht Frankfurt ins Trainingslager nach Grassau am Chiemsee gereist. Was jedem Beobachter direkt auffällt: Die Stimmung könnte besser kaum sein. Auf dem Trainingsplatz wird so viel gelacht wie schon lange nicht mehr. Einen großen Anteil daran hat der neue Trainer Adi Hütter.
Von der schlechten Stimmung unter Vorgänger Albert Riera ist nichts mehr zu spüren. "Er bringt neue Energie ins Team", bestätigt Eintracht-Youngster Love Arrhov. "Wir haben eine tolle Gruppe mit guten Jungs und wir haben Spaß zusammen."
Viele individuelle Gespräche
Ein Grund dafür: Hütter kommuniziert viel mit seiner Mannschaft. In Grassau möchte er mit jedem einzelnen Spieler ein individuelles Gespräch führen. Auf dem Platz ist der Österreicher in jeder Einheit voll dabei, gibt Kommandos, passt auch Details an. Selbst bei Sprintübungen, die normalerweise von Co-Trainern geleitet werden, ist der 56-Jährige mittendrin. Auch das Verhältnis zu den mitgereisten Fans ist herzlich.
Hütter nimmt sich Zeit für Fotos, Autogramme und den ein oder anderen Plausch. "Ich habe mich sehr darüber gefreut, weil ich direkt wieder an die alten Zeiten mit der Büffelherde denken musste", sagt Eintracht-Fan Frank Mohr gegenüber Sky Sport. "Er passt sehr gut zu uns, weil er genau weiß, was er machen muss. Er kennt die Leute, er kennt das Umfeld. Ich habe sehr großes Vertrauen in ihn, dass er den Erfolg zu unserer Eintracht zurückbringt."
Hütters Ideen auf dem Platz erkennbar
Von Hütters Ideen auf dem Platz ist schon nach wenigen Wochen vieles zu sehen. Der Österreicher fordert vor allem Intensität und Aggressivität gegen den Ball. Seine Mannschaft soll hoch pressen - was vor allem im Testspiel gegen Trabzonspor schon sehr gut funktioniert hat - aber auch die Phasen erkennen, in denen Stabilität wichtig ist. Hütter setzt dabei auf ein 4-2-2-2 System als Grundformation. Mittelfristig soll seine Mannschaft aber in der Lage sein, auch auf eine Dreierkette zu wechseln. Hier hat die Eintracht noch Arbeit vor sich.
Auch in der Mannschaft gibt es noch verschiedene Baustellen, die der Trainer, gemeinsam mit Sportboss Markus Krösche schließen muss. Offen ist noch, ob Kaua Santos oder Michael Zetterer als Nummer eins in die Saison geht. Als Rechtsverteidiger hat aktuell Eintracht-Eigengewächs Elias Baum die Nase vorn. Der 20-Jährige sammelt im Trainingslager kräftig Pluspunkte für einen Platz in der Startelf.
Was passiert mit Uzun?
Generell sind die Defensivpositionen neben Kapitän Koch aber noch zu vergeben. Dazu muss der Trainer die Neuzugänge Noel Aseko, Otavio und (vermutlich zeitnah) Raphael Onyedika in sein Spiel integrieren. Offen noch, ob Can Uzun und Jean-Matteo Bahoya der Eintracht erhalten bleiben.
Bis zum Saisonstart warten also noch genug Aufgaben auf den alten neuen Trainer Hütter. Der Auftakt im Trainingslager in Grassau verspricht aber bereits vieles.
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