Sky Sport Formel 1 Experte Ralf Schumacher sieht Ferrari in Monaco als Favorit und Red Bull vor Problemen
Das Formel-1-Rennen in Monaco ist genauso ikonisch wie herausfordernd. Im ersten Jahr des neuen Antriebsreglements sieht Sky Sport Formel 1 Experte Ralf Schumacher einen Favoriten und sortiert ein, wo Red Bull, McLaren und Audi im Fürstentum stehen.
03.06.2026 | 23:38 Uhr
Der Große Preis von Monaco steht für Glanz, Glamour und Gloria. Gleichzeitig ist das Rennen im Fürstentum unglaublich anspruchsvoll und vor allem speziell.
Der dreifache Weltmeister Nelson Piquet verglich das Spektakel einst mit "Fahrradfahren im Wohnzimmer". Mit den modernen Boliden der Königsklasse, deutlich größer, länger und leistungsstärker als in der Vergangenheit, könnte man wohl eher von Hubschrauberfliegen in der Küche sprechen. Eng und unbarmherzig ist der Stadtkurs in Monaco (ab Freitag LIVE bei Sky Sport), Überholen meist gar unmöglich. Das Qualifying am Samstag diktiert zumeist die beste Siegchance für den Rennsonntag.
Die Pole Position ist in der laufenden Saison eigentlich für Mercedes reserviert. Drei Mal stand WM-Leader Kimi Antonelli ganz vorne, zwei Mal, zuletzt auch in Kanada, wurde er von Teamkollege George Russell geschlagen.
18/2026 - Schritt für Schritt ans Limit: So
funktioniert Monaco wirklich
Trotz dieses Statistik-Vorteils sieht Sky Sport Formel 1 Experte Ralf Schumacher im Stadtstaat die roten Renner der Scuderia Ferrari in der Favoritenrolle: "Das Auto passt da am besten hin", erklärte der ehemalige Rennfahrer in Backstage Boxengasse - Der Formel 1 Podcast.
Düpiert das springende Pferd die Silberpfeile?
Die Silberpfeile hingegen litten in Monaco laut Schumacher historisch unter ihrem Fahrzeugkonzept. "Mercedes macht ja immer andere Kompromisse, bis jetzt", erklärt der Polesitter von 2003. "Monaco war immer aufgrund der Chassis- und Radstandlänge des Mercedes nicht optimal, aber dafür auf anderen Strecken besser".
Basierend auf den Erkenntnissen der bisherigen Saison halte die Scuderia die Trümpfe in der Hand: "Von dem, was wir bis jetzt gesehen haben, Traktion, mechanischer Grip und vor allem Kerbs fahren, das war toll bei Ferrari, das war megastark. Deshalb werden die gut sein".
Mit einem Haufen Rückenwind geht Lokalmatador Charles Leclerc in das Wochenende. Der Monegasse verlängerte am Mittwoch der Rennwoche seinen Vertrag bei der Scuderia, in seinem eigenen Wohnzimmer stand der 28-Jährige bereits drei Mal auf der Pole, zuletzt 2024. "Charles Leclerc ist ja sowieso immer ein bisschen beflügelt, wenn er daheim ist", befindet Schumacher.
Mehr Ärger für Red Bull?
Deutlich düsterer sieht es laut dem ehemaligen F1-Piloten für das Team von Max Verstappen aus. "Schwarz sehe ich natürlich wieder für Red Bull. Das Thema Kerb ist ein Problem, weil sie einfach immer so hart fahren müssen, speziell auf der Vorderachse, der Aerodynamik wegen", erklärt Schumacher die Ausgangslage für das Team aus Milton Keynes.
Die Konkurrenz sieht Schumacher für Ferrari eher in McLaren. Die Papaya-Renner zeigten sich bereits in Kanada stark verbessert, ein Strategiefehler ruinierte jedoch jede Chance auf ein gutes Rennergebnis. "Das Auto hat bis jetzt immer funktioniert. Das Auto hat auch ein super Arbeitsfenster, viel Aerodynamik und scheint relativ einfach zu fahren zu sein", bilanziert Schumacher. "Beide Fahrer sind auch superschnell auf dieser Rennstrecke. Das heißt, die sind vielleicht auch Favoriten, die wir gar nicht so auf dem Schirm haben". Dafür muss in Monaco jedoch auch die Strategie um jeden Preis stimmen.
Kann Audi endlich wieder punkten?
Sicherlich nicht zum Favoritenkreis zählt Audi. Der deutsche Rennstall wartet seit dem Saisonauftakt auf weitere Punkte, als sich Gabriele Bortoleto zumindest zwei Zähler schnappte. In Monaco ist aber endlich ein ersehnter Achtungserfolg möglich, glaubt Schumacher. "Audi, ich meine sowieso mal mit der Erfahrung von Nico Hülkenberg, hat eine große Chance dort, aber natürlich sein Teamkollege genauso, gar keine Frage."
"Man kann in Monaco mit dem Auto überraschen, aber die Frage ist: Wie spitz ist das Auto oder eben nicht? Bis jetzt war es ja auch bei Audi manchmal ein Thema, das richtige Setup zu finden, den richtigen Weg. Aber mit der Erfahrung, die Nico hat, sollte das eigentlich gelingen", sagte der 50-Jährige über den 13. Start des Emmerichers im Fürstentum.
Mehr zum Autor Malte Göttlinger
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