Ralf Schumacher über Kimi Antonelli, George Russell und Max Verstappen
Es war DAS Duell beim GP von Kanada: Der packende Zweikampf der Mercedes-Piloten Kimi Antonelli und George Russell! Sieger im "Krieg der Sterne" war Antonelli.
27.05.2026 | 15:32 Uhr
Der Italiener agierte trotz seiner erst 19 Jahre souverän und mit allen Wassern gewaschen. "So ist der Wolf im Schafspelz, muss man bei ihm sagen“", meint Ralf Schumacher im F1-Podcast "Backstage Boxengasse". Der Sky Sport Experte sieht eine Parallele zu Max Verstappen.
Antonelli sehe seine Chance, bei ihm komme "der Killerinstinkt durch", erklärt Schumacher. Er habe "jetzt auch schon gelernt, über Funk Stimmung zu machen und all diese Dinge. Also da war er sehr schnell."
Das Auftreten des WM-Führenden wirke aber keineswegs unsympathisch, sondern "in sich sehr geschlossen und sehr authentisch", ergänzt Sky Sport Reporter Peter Hardenacke.
"Der Junge hat das Herz am rechten Fleck", pflichtet ihm Schumacher bei. Antonelli sei "von zu Hause auch so geerdet, dass das gar nicht vorkommt." Zudem sei der Italiener "sehr gut aufgehoben mit seinem Ziehvater Toto (Mercedes-Teamchef Toto Wolff, Anm. d. Red.). Das passt alles super zusammen."
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"Wolff wird den Crash nicht vermeiden können"
Schumacher warnt jedoch: "Das wird nicht immer so laufen. Er wird auch Fehler machen, gar keine Frage."
Sollten Antonelli und George Russell sich beim nächsten Rennen in Monaco in einen ähnlichen wilden Zweikampf wie in Kanada liefern, dürfe sich keiner einen Fehler erlauben. Es sei beim Stadtkurs "in der Regel eher so, dass man dann ein Rad weniger hat. Und dementsprechend müssen sie da schon aufpassen", gibt der Experte zu bedenken.
Russell sei unter Druck, er müsse den Rückstand auf Antonelli verkürzen. "Ihm stinkt das natürlich total, gar keine Frage, das merkt man ihm auch an. Er wird jetzt noch ein bisschen mehr investieren in sich selbst, aber auch auf der Strecke", erklärt Schumacher: "Die Frage ist, kann Kimi das jetzt so halten, wenn er die nächsten drei, vier Rennen durchsteht und vor George ist?"
Das Thema berge Potenzial, "aber Toto Wolff hat so viel Einfluss auf beide Fahrer", erklärt Schumacher: "Irgendwann wird er sich dann beide schnappen. Aber er wird den Crash nicht vermeiden können, da bin ich sicher."
17/2026 - Antonelli: Der "Wolf im Schafspelz" - Russell nur Nr. 2?
Russell müsse "jetzt dringend auf achten, dass er nicht verkrampft", so Schumacher weiter, "und vor allem muss er darauf achten, dass er nicht irgendwann herkommt und sagt, naja gut, ich habe eigentlich gar keine Chance im Team. Das hatten wir letztes Jahr bei McLaren so ein bisschen."
Der Engländer habe Potenzial, werde aber aus Sicht des Experten "damit umgehen müssen, dass er...wahrscheinlich auf Dauer die Nummer zwei im Team sein wird, wenn Kimi so weitermacht."
Erwartungen an Antonelli werden größer
Mit zunehmendem Erfolg werde bei Antonelli "irgendwann die Erwartung von außen immer größer, dass er immer wieder so performt", stellt Schumacher fest. Auch die Ansprüche des Fahrers an sich selbst würden steigen.
"Und jetzt quasi diese Erwartung, ich kann Weltmeister werden, kann Rennen gewinnen, also warum nicht? Dann ist die Frage, wie geht er damit um?"
Schumacher sieht Parallele zu Verstappen
"Bei Max (Verstappen, Anm. d. Red.) hat man immer das Gefühl, der hat einfach wahnsinnig Spaß daran. Und den Eindruck hat man bei Kimi auch. Und ich glaube, das ist einfach das Rezept", meint Schumacher.
"Es ist auf jeden Fall eine unglaubliche Geschichte", sagt Hardenacke. Diese Geschichte heißt: "Kimi Antonelli greift nach den Sternen."
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