Gerüchte verdichten sich! Verlässt Max Verstappen Red Bull?
Beim GP von Großbritannien in Silverstone erlebt der vierfache Champion Max Verstappen in seinem Red Bull den nächsten herben Rückschlag.
08.07.2026 | 12:54 Uhr
Die Stimmung bei Red Bull - und vor allem bei Max Verstappen - ist nach dem nächsten Ausfall am Tiefpunkt angekommen. Die Zukunft des einstigen Dominators beim Rennstall aus Milton Keynes rückt damit unweigerlich erneut in den Fokus. Sky Sport Experte Ralf Schumacher glaubt an eine Trennung.
Crash im Qualifying in Australien, Ausfall beim Rennen in China, Ausfall beim Monaco-GP, Crash im Spielberg-Qualifying und Ausfall in Silverstone: Die Bilanz von Max Verstappen in der noch immer jungen Formel-1-Saison liest sich verheerend.
Der Gemütszustand des vierfachen Champions schwankte angesichts der zahlreichen technischen Probleme an seinem RB22 in den letzten Wochen zwischen Ratlosigkeit, Frust und Wut. Der jüngste Ausfall beim GP von Großbritannien, als er auf Platz drei liegend aufgrund von Problemen am Heckflügel die Kontrolle über seinen Boliden verloren hatte und ausgeschieden war, stellte nun den Stimmungstiefpunkt dar.
Mit lediglich 76 Punkten und einem Rückstand von 103 Zählern auf WM-Leader Kimi Antonelli verläuft die Saison für den Niederländer alles andere als nach Plan (zum WM-Stand). Neben den sportlichen Problemen knirscht es allerdings auch im Hintergrund immer heftiger. Die Zukunft Verstappens bei Red Bull scheint immer mehr auf sehr wackligen Füßen zu stehen.
Tischtuch zwischen Verstappen und Red Bull scheint zerschnitten
"Es verdichten sich die Gerüchte. Es wird viel erzählt im Fahrerlager, dass das Tischtuch so ein bisschen - wenn nicht sogar ganz - zerschnitten ist", erklärt Sky Sport Experte Ralf Schumacher im Podcast Backstage Boxengasse im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Red Bull und Verstappen. "Max hat bis zuletzt daran geglaubt, [dass es besser wird] und wollte das Team nicht verlassen. Nach dem Wochenende hat sich das erledigt. Ich glaube, dass Max den Glauben an das Team verloren hat. Umgekehrt ist es wahrscheinlich auch so ein bisschen."
Die ominöse Verstappen-Klausel
Verstappen stammt aus dem Red-Bull-Nachwuchs. 2014 debütierte er in der Formel 1 für das damalige Schwesterteam Toro Rosso, 2016 wurde er zu Red Bull befördert. Er hat eigentlich noch einen Vertrag bis Ende 2028.
Eine Klausel mit dem angeblichen Stichtag 1. Juli soll ihm einen vorzeitigen Ausstieg erlauben, wenn er nicht unter den besten zwei Fahrern in der WM-Wertung steht.
Schumacher: Gespräche zwischen Verstappen & McLaren
Zwischen Rennstall und dem vierfachen Champion gebe es zunehmend unterschiedliche Vorstellungen in Bezug auf das gewählte Setup, etc. "Da gibt es Unstimmigkeiten und es ist auch ein gewisser Vertrauensbruch innerhalb des Teams", führt Schumacher fort.
Verstappen hatte zuletzt mehrfach seinen Unmut öffentlich kundgetan. Vor dem Rennen in Silverstone hätte der Niederländer gerne den Motor getauscht und dafür sogar einen Start aus der Boxengasse in Kauf genommen. Das Team hatte sich jedoch anders entschieden. Alles Anzeichen, dass vieles im Argen liegt. "Das Problem ist, wenn man mehr Zeit damit verbringt, über Sachen zu diskutieren und Vertrauen in irgendeiner Form zurückzugewinnen, dann lenkt einen das ab von den tatsächlichen Dingen. Und ich glaube, das ist etwas, was gerade der Fall ist", schätzt Schumacher die Gemengelage bei Red Bull ein.
"Dazu muss man natürlich zu Max Verstappen sagen: Wenn da zweimal der Flügel nicht zugeht, man dreht sich ja sofort. Es ist ja auch nicht ungefährlich. [...] Weil an der falschen Stelle kann das auch mal echt wehtun. Da gibt es auch keine Entschuldigung für. Das Team stellt sich hin, entschuldigt sich. Aber schwierig. Stand heute, ich weiß, dafür werden sie uns jetzt auch wieder kritisieren: Ich glaube, Max Verstappen wird Red Bull verlassen. Und ich glaube, beide Seiten sind mittlerweile so weit, dass es nicht mehr wehtut."
Schumacher glaube, dass sich die Verstappen-Seite "nun mit McLaren hinsetzen" werde. "Ich glaube, da gibt es im Hintergrund schon Gespräche - angeblich auch Angebote. Und wenn Oscar Piastri - der weg will - die Chance hat zu wechseln, dann sind alle happy. Ich glaube, dass Verstappen das Gefühl hat, mit McLaren gleich wieder an die Spitze kommen und gleich wieder um Siege mitfahren zu können."
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