Fragen und Antworten zum GP von Österreich
Die Formel 1 reist weiter durch Europa: Nach den Rennen in Monaco und Katalonien geht es an diesem Wochenende zum Großen Preis von Österreich.
24.06.2026 | 11:08 Uhr
Der Kurs in der Steiermark bietet seit Jahren zuverlässig unterhaltsame Rennen. Zuletzt haben Lewis Hamilton und Ferrari die Dominanz von Mercedes durchbrochen. Wie geht es weiter?
Bleibt Ferrari auf dem Vormarsch?
Vor allem Lewis Hamilton hat mit dem roten Boliden nach drei Podien in Serie derzeit einen echten Lauf: Zweimal Zweiter in Kanada und Monaco und zuletzt in Katalonien der lang ersehnte erste Sieg im Ferrari. Der Brite ist WM-Zweiter und hat 41 Punkte Rückstand auf Kimi Antonelli. "Nur weil man ein gutes Wochenende hat, heißt das nicht, dass man jede Woche alle dominiert", bremst Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur die schnell gestiegenen Erwartungen. Das Kurvenverhalten des SF-26 ist momentan unschlagbar und kann den defizitären Antrieb immer besser ausgleichen.
Wie gut ist Mercedes noch?
Die Silberpfeile schienen drei Monate lang einsame Titelfavoriten, doch plötzlich wirken sie angreifbar. Zweimal in kurzer Zeit konnten George Russell (Montreal) und Kimi Antonelli (Barcelona) nun ein Rennen nicht beenden. "Man kann keine Titel gewinnen, wenn reihenweise die Autos ausfallen", sagte Teamchef Toto Wolff. Das deutsche Team stellt aber weiterhin das beste Paket - und den stärksten Motor. Das eher simple Streckendesign in Spielberg mit wenigen Kurven und drei langen Geraden dürfte dem Mercedes daher entgegenkommen. Nur: Offene Zweikämpfe zwischen Russell und Antonelli kosten auch in Österreich Zeit.
Was ist mit Max Verstappen?
Pünktlich zum Heimrennen von Red Bull stehen hinter einer gemeinsamen Zukunft mit dem Niederländer wieder einmal Fragezeichen. Verstappens Vertrag läuft noch bis 2028, er soll jedoch eine Ausstiegsklausel enthalten, für den Fall, dass der 28-Jährige bis zur Sommerpause keine Spitzenposition in der WM-Wertung belegt. Derzeit findet sich Verstappen nur auf Rang sieben wieder, bei den Konstrukteuren ist Red Bull nur die vierte Kraft hinter Mercedes, Ferrari und McLaren. In Spielberg soll nun ein Upgrade-Paket helfen.
Hält der Punktefluch für Nico Hülkenberg an?
Nach sieben Saisonrennen wartet der Deutsche noch immer auf seine ersten Zähler der Saison. "Der Renngott will nicht, dass wir Punkte holen", hatte der 38-Jährige zuletzt geklagt, nachdem ein Kieselstein den Not-Aus-Schalter seines Autos in Barcelona ausgelöst hatte. Doch der Audi schlägt sich in seiner Premierensaison gut. "Wir haben das Tempo, um Punkte zu erkämpfen, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir die Früchte unserer Arbeit ernten", sagt Hülkenberg. Ein gutes Omen sind die letzten Jahre in Österreich: 2025 wurde er Neunter, 2024 Sechster.
Und sonst?
Der Red Bull Ring gehört zu den kürzesten Rennstrecken des Kalenders. Die 4,326 Kilometer mit zehn Kurven und drei langen Geraden bieten im Rennen zuverlässig Überholmanöver. Im Qualifying droht ein echtes Platzproblem, da es durch den Einstieg von Cadillac mittlerweile 11 Teams gibt. "Wenn man da 22 Rennautos auf dem begrenzten Platz unterbringen will, wird es sehr eng", sagte Williams-Teamchef James Vowles.
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