FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem möchte Rückkehr zu V8-Motoren in der Formel 1 durchsetzen
Das aktuelle F1-Reglement sorgt für Unmut bei Fans und Fahrern. FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem möchte für das nächste Antriebsreglement nun die V8-Motoren wieder aufleben lassen.
03.05.2026 | 20:51 Uhr
Weniger Elektro-Anteil, mehr Sound und Nostalgie: Geht es nach Mohammed bin Sulayem, steigt die Formel 1 schon bald wieder auf V8-Motoren um. Das entsprechende Reglement will der FIA-Präsident am liebsten schon 2030 umsetzen.
"Es wird passieren"! Deutliche Worte des umstrittenen Präsidenten des Weltmotorsport-Verbands FIA, die das Herz vieler Motorsport-Fans höherschlagen lassen sollten. Mohammed bin Sulayem möchte den V8-Motor zurück in die Königsklasse holen. Seine Forderung: "Sound, weniger Komplexität, geringeres Gewicht", so der ehemalige Rallye-Fahrer gegenüber RacingNews365.
Dabei ist bin Sulayem auch der aktuelle Elektro-Anteil von 50:50 ein Dorn im Auge. "Der Hauptfokus wird auf dem Verbrennungsmotor liegen, die elektrische Leistung minimal sein", so der 64-Jährige weiter. Da kommen bei Fans der Formel 1 Erinnerungen an die KERS-Ära von 2009 bis 2013 auf, in der die Rennserie mit 2,4-Liter-V8 motorisiert und lediglich von einem kleinen elektrischen System unterstützt wurde.
Sulayem will früheren Wechsel
"Sound, Sound und nochmal Sound! V8 oder V10 wäre meine Richtung", wünschte sich auch Sky Sport Formel 1 Experte Timo Glock im Vorlauf des Großen Preises von Miami. "Da bin ich in die Box reingegangen, wenn der Motor warm gelaufen ist, habe Gänsehaut bekommen und bin rückwärts wieder rausgegangen", beschreibt der ehemalige F1-Pilot die Emotionen hinter den Sauger-Motoren.
Das neue Antriebsreglement der Königsklasse ist eigentlich für 2031 angesetzt, doch bin Sulayem will den Wechsel schon früher forcieren. "Mein Ziel ist 2030", so der FIA-Boss selbstbewusst. Dafür benötigt er jedoch die Zustimmung der Hersteller. Doch das ist für ihn kein Thema. "Es wird passieren - selbst wenn die Hersteller nicht zustimmen sollten. Dann kommt es eben ein Jahr später, aber es wird passieren. Der V8 kommt. Es ist letztlich nur eine Frage der Zeit". Das dürfte Max Verstappen gefallen.
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