Aston Martin hat großes Upgrade-Paket am Hungaroring dabei
Aston Martin reagiert mit einem radikalen zweistufigen Rettungsplan zweistufigen Rettungsplan auf das sportliche Desaster der F1-Saison 2026.
23.07.2026 | 10:15 Uhr
Das Team um Design-Genie Adrian Newey will den AMR26 mit massiven Upgrades in Ungarn und den Niederlanden endlich konkurrenzfähig machen.
Das jüngste Debakel von Spa-Francorchamps hallt heftig nach. Fernando Alonso und Lance Stroll fuhren der Musik in Belgien meilenweit hinterher - der Rückstand auf das Feld betrug rund zwei Sekunden, auf die Q1-Bestzeit klaffte sogar eine gigantische Lücke von über vier Sekunden. Ein unhaltbarer Zustand für die ambitionierten Briten. Doch woran liegt der Absturz von Aston Martin?
Die Wurzeln des Übels liegen tief: Der AMR26 ging erst Mitte April 2025 in den Windkanal - Monate nach der Konkurrenz. Zudem schuftete das Team teilweise noch mit veralteter Infrastruktur und Werkzeugen aus den Jordan-Zeiten der frühen 1990er-Jahre.
Newey gesteht Fehler: "Von Anfang an im Hintertreffen"
Technik-Guru Adrian Newey nimmt kein Blatt vor den Mund und gesteht die schmerzhaften Entwicklungsfehler ein: "Extrem herausfordernd. Sowohl auf der Chassis- als auch auf der Motorenseite waren wir von Anfang an im Hintertreffen. Rückblickend haben wir uns wahrscheinlich selbst zu hohe Erwartungen auferlegt - und natürlich darf man nie die Qualität der Gegner im gesamten Feld vergessen."
Dennoch verteidigt Newey den temporären Entwicklungsstopp: "Es war eine schmerzhafte Entscheidung. Während andere Leistung hinzugefügt haben, sind wir relativ gesehen praktisch stehen geblieben, sodass sich jedes Wochenende schmerzhafter anfühlen kann als das letzte. Aber wir glauben, dass es die richtige Entscheidung ist - sozusagen die richtige Investition in unsere Zukunft."
Zweistufige Upgrade-Zündung soll die Wende bringen
Jetzt soll die Wende hergepeitscht werden. Stufe eins zündet beim Großen Preis von Ungarn: Ein massives Chassis-Upgrade-Paket zur Gewichtsreduktion, inklusive einer komplett neuen Nase (die extra durch den Crash-Test musste), neuen Aero-Oberflächen und einer modifizierten Hinterradaufhängung. Stufe zwei folgt direkt danach beim GP in Zandvoort mit einem brandneuen Honda-Triebwerk.
Mercedes-Pilot George Russell lästerte zuletzt noch süffisant über das Design des AMR26: "Ziemlich spektakulär und wahrscheinlich das herausragendste Autodesign. Aber es ist kein Wettbewerb darüber, wie sexy es ist. Es ist ein Wettbewerb darüber, wie schnell es um die Strecke fährt."
Teamchef Mike Krack schwört sein Team derweil auf den harten Kampf ein: "Es ist leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, aber wir haben uns zusammengesetzt und gesagt: 'Wir stecken da gemeinsam drin. Wir müssen hart arbeiten, um da gemeinsam wieder herauszukommen.'" Hoffnung macht Ersatzpilot Jak Crawford, der das Paket im Simulator testete und meint: "Ich denke, das wird das letzte 'nicht gute' Rennen sein, das wir haben werden."
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