Eisbären Berlin siegen erneut gegen Adler Mannheim und haben vier Matchpucks im DEL‑Finale
Die Eisbären Berlin marschieren trotz eines Fehlstarts in Spiel drei der Finalserie unaufhaltsam dem dritten Meistertitel in Serie entgegen.
28.04.2026 | 22:04 Uhr
Dank eines überragenden Eric Mik gewinnen die Eisbären Berlin auch Spiel drei der Finalserie bei den Adler Mannheim mit 5:1 und benötigen nur noch einen Sieg zur erfolgreichen Titelverteidigung.
Den Eisbären Berlin fehlt im Finale der Deutschen Eishockey Liga nur noch ein Sieg gegen die Adler Mannheim zur erneuten Titelverteidigung. Nach den beiden Erfolgen zum Auftakt setzte sich der Klub aus der Hauptstadt auch im dritten Spiel der Finalserie durch und gewann angeführt vom Dreifach-Torschützen Eric Mik auswärts mit 5:1 (1:1, 2:0, 2:0).
Der 26-Jährige verbuchte als erster Verteidiger in der DEL-Geschichte einen Dreierpack in einem Finalspiel. "Wahnsinn, wir gönnen es ihm, es war geil anzuschauen", sagte Nationalspieler Frederik Tiffels bei MagentaSport, "kann gerne so weitergehen."
Schon am Donnerstag könnten die Eisbären in Berlin die zwölfte Meisterschaft klarmachen. Die Adler müssten indes vier Spiele in Serie gewinnen, um die Berliner noch abzufangen. Bislang gelang es allerdings keiner Mannschaft in einem DEL-Finale, einen 0:3-Serienrückstand noch zu drehen.
Für Wissmann ist früh Schluss
Die Härte brachte vor 13.600 Zuschauern aber erst einmal sein Team ins Spiel: Kai Wissmann, der schon im Auftaktduell eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer erhalten hatte, traf nach gerade einmal 21 Sekunden seinen früheren Mitspieler Maximilian Heim mit der Schulter am Kopf. Der Mannheimer musste zunächst angeschlagen in die Kabine, Wissmann kassierte dieselbe Strafe wie zuletzt. Für beide war die Partie vorzeitig beendet.
Mannheim profitierte von der Überzahl und kam durch Kapitän Marc Michaelis zur frühen Führung (3.). In einem temporeichen Spiel brauchten die Eisbären nur ein paar Minuten, um sich von dem Dämpfer zu erholen. Dann kamen sie aber durch Eric Mik zum Ausgleich (11.).
Die Hausherren, die mit Justin Schütz auf ihren besten Playoff-Torschützen verzichten mussten, arbeiteten an der erneuten Führung. Einmal mehr scheiterten sie aber vor allem an Eisbären-Schlussmann Jonas Stettmer.
Nach Wiederbeginn schafften es die Mannheimer vor den Augen von NHL-Star und Ex-Adler Moritz Seider zunächst kaum, sich zu befreien. Die Berliner belohnten sich für diese Druckphase durch Lester Lancaster (25.) und bauten den Vorsprung wieder durch Mik aus (39.).
"Wissen gar nicht wie man verliert"
"Die Eisbären wissen gar nicht, wie man verlieren kann", mutmaßte NHL-Star Moritz Seider in der Drittelpause, "sie sind so abgeklärt, so effizient." Prompt ging Berlin im zweiten Durchgang wieder in Führung. Dabei verbuchte Marcel Noebels seinen 88. Playoff-Scorerpunkt für Berlin und stellte damit einen Vereinsrekord auf. Danach dominierten die Eisbären das Geschehen komplett.
Im Schlussabschnitt machten es Nationalverteidiger Mik mit seinem dritten Tor und Liam Kirk binnen 28 Sekunden deutlich (51./52.).
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.