Christian Eriksen kollabiert erneut: Schockmoment bei Dänemark-Spiel – Entwarnung nach Zusammenbruch
Schock für Dänemark: Christian Eriksen kollabiert im Länderspiel gegen die Ukraine. Der Wolfsburger wird behandelt und gibt Entwarnung – Erinnerungen an 2021 werden wach.
07.06.2026 | 20:45 Uhr
Der Fußball hielt in Odense den Atem an. In der 65. Minute des Länderspiels zwischen Dänemark und der Ukraine ging Christian Eriksen plötzlich zu Boden. Zuvor hatte sich der 34-Jährige an die Brust gegriffen, war dann zusammen gesackt und liegen geblieben.
Sofort reagierten Mitspieler und medizinisches Personal. Während Ärzte eilig auf das Feld sprinteten, bildeten die Spieler beider Teams einen Sichtschutz um den dänischen Kapitän. Eine Szene, die unweigerlich Erinnerungen weckte an jenes schockierende Ereignis bei der EM 2021, als Eriksen in Kopenhagen einen Herzstillstand erlitt.
Schnelle medizinische Reaktion - und erste Entwarnung
Nach kurzer Behandlung auf dem Rasen konnte Eriksen das Spielfeld eigenständig verlassen und sich in Richtung Krankenwagen begeben. Noch während der Unterbrechung beruhigten erste Durchsagen die Zuschauer.
Der dänische Teamarzt Morten Boesen gab wenig später ein Update zum Zustand des Spielmachers und sorgte für vorsichtigen Optimismus:
"Christian geht es gut, und er ist aus eigener Kraft vom Platz gegangen. So wie ich es sehe, arbeitet der Herzschrittmacher, wie er soll", sagte Boesen.
Weiter führte er aus: "Er war kurzzeitig weg, aber sehr schnell wieder bei Bewusstsein, und wir hatten schnell Kontakt zu ihm."
Das Spiel wurde nach den dramatischen Minuten nicht fortgesetzt.
Erinnerungen an 2021 werden wieder wach
Der erneute Zusammenbruch trifft die Fußballwelt ins Mark - auch, weil Eriksen ein besonders dramatisches Kapitel der jüngeren Sportgeschichte geprägt hat. Am 12. Juni 2021 brach er im EM-Gruppenspiel gegen Finnland zusammen, erlitt einen Herzstillstand und musste auf dem Platz reanimiert werden.
Später schilderte Eriksen die Situation eindrücklich mit den Worten:
"Fünf Minuten lang war ich tot".
Infolge dieses Ereignisses wurde ihm ein implantierbarer Defibrillator eingesetzt - ein Gerät, das Herzrhythmusstörungen erkennt und im Notfall eingreift.
Karriere trotz Risiken fortgesetzt
Trotz des lebensbedrohlichen Vorfalls setzte Eriksen seine Karriere fort. In Italien durfte er aufgrund medizinischer Regularien nicht mehr spielen, weshalb er Inter Mailand verließ. Über den FC Brentford und Manchester United kehrte er später in den internationalen Spitzenfußball zurück.
Im September 2025 unterschrieb er schließlich beim VfL Wolfsburg, wo er einen Vertrag bis 2027 erhielt. Die vergangene Saison verlief sportlich jedoch enttäuschend - die Niedersachsen mussten den Abstieg hinnehmen.
Weitere Untersuchungen im Krankenhaus
Nach dem erneuten Zwischenfall wurde Eriksen zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die medizinische Abklärung soll klären, was genau den Vorfall ausgelöst hat.
Teamarzt Boesen betonte dabei den engen Austausch mit dem Spieler:
"um herauszufinden, was den Vorfall verursacht hat. Wir stehen in ständigem Kontakt mit ihm und den Ärzten im Krankenhaus. Aber Christian geht es gut, und er bat mich, alle Spieler zu grüßen und ihnen zu sagen, dass es ihm okay geht."
Einordnung: Zwischen Erleichterung und Sorge
Auch wenn die schnelle Entwarnung zunächst beruhigt, bleibt ein ungutes Gefühl. Eriksen gilt als Symbol für Comeback-Stärke und mentalen Willen - doch der erneute Zusammenbruch zeigt, wie fragil selbst scheinbare Stabilität im Spitzensport sein kann.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um Klarheit über seinen Gesundheitszustand zu gewinnen. Für den Moment aber überwiegt die Erleichterung: Christian Eriksen ist ansprechbar - und hat den nächsten Schock überstanden.
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