Morgan Rogers, Elliot Anderson & Co.: PL-Klubs im Transferrausch

Die Klubs aus der höchsten englischen Spielklasse haben bereits mehr als 1,5 Milliarden Euro für neue Spieler ausgegeben.

Für Morgan Rogers (l.) und Elliot Anderson (r.) legten der FC Chelsea und Manchester City jeweils mehr als 135 Millionen Euro auf den Tisch.
Image: Für Morgan Rogers (l.) und Elliot Anderson (r.) legten der FC Chelsea und Manchester City jeweils mehr als 135 Millionen Euro auf den Tisch.  © Imago

137 Millionen Euro für Morgan Rogers, fast genauso viel für Elliot Anderson: Die englische Premier League geht auf dem Transfermarkt mal wieder in die Vollen.

Elliot wer? Morgan wie? Dies dürften sich einige deutsche Fußballfans, die Englands Partien im WM-Frust nicht aufmerksam verfolgen wollten, gefragt haben, als der englische Transferrekord zweimal in drei Wochen fiel. Im Fahrwasser der Weltmeisterschaft geben die milliardenschweren Premier-League-Klubs fast so viel Geld wie alle anderen Top-Ligen zusammen aus - und die Bundesliga kann einmal mehr nur staunen.

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Mit seinem Wechsel zum FC Chelsea für die stattliche Summe von 138 Millionen Euro steigt Morgan Rogers in die Top fünf der teuersten Spieler aller Zeiten auf. Sky Sport präsentiert die besten Szenen des offensiven Mittelfeldspielers

Erst avancierte Elliot Anderson Anfang Juli mit seinem 135-Millionen-Euro-Wechsel von Nottingham Forest zu Manchester City zum teuersten Engländer der Ligageschichte, am Dienstag löste ihn sein Nationalmannschaftskollege Morgan Rogers ab, für den der FC Chelsea stolze 137,30 Millionen Euro an Aston Villa zahlt. Insgesamt steht die englische Eliteklasse über einen Monat vor Schluss des Transferfensters bereits bei Ausgaben von 1,55 Milliarden Euro.

ZUM DURCHKLICKEN: Die teuersten Transfers des Sommers

  1. .
    Image: Platz 10: Marco Palestra wechselt für 57 Millionen Euro von Atalanta Bergamo zum FC Chelsea.  © Imago
  2. Jan Paul van Hecke wechselt für 60 Millionen Euro von Brighton zu Tottenham.
    Image: Platz 9: Jan Paul van Hecke wechselt für 60 Millionen Euro von Brighton zu Tottenham Hotspur. © Imago
  3. Johan Manzambi bejubelt bei der WM ein Tor für die Schweiz.
    Image: Platz 9: Johan Manzambi wechselt für 60 Millionen Euro von Freiburg zu Aston Villa.  © DPA pa
  4. Jeremy Jacquet wechselt für 63,6 Millionen Euro von Stade Rennes zum FC Liverpool.
    Image: Platz 7: Jeremy Jacquet wechselt für 63,6 Millionen Euro von Stade Rennes zum FC Liverpool. © Imago
  5. .
    Image: Platz 6: Goncalo Ramos wechselt für 74 Millionen Euro von Paris Saint Germain zur AC Mailand. © Imago
  6. Anthony Gordon wechselt für 80 Millionen Euro von Newcastle zum FC Barcelona.
    Image: Platz 5: Anthony Gordon wechselt für 80 Millionen Euro von Newcastle zum FC Barcelona. © Imago
  7. .
    Image: Platz 4: Mateus Fernandes wechselt für 99 Millionen Euro von West Ham United zu Tottenham Hotspur. © Imago
  8. Sandro Tonali.
    Image: Platz 3: Sandro Tonali wechselt für 108 Millionen Euro von Newcastle United zu Tottenham Hotspur. © Imago
  9. Platz 1:
    Image: Platz 2: Elliot Anderson wechselt für 135 Millionen Euro von Nottingham Forest zu Manchester City. © Imago
  10. Morgen Rogers wechselt innerhalb der Premier League von Aston Villa zu Aston Villa.
    Image: Platz 1: Morgen Rogers wechselt für 138 Millionen Euro von Aston Villa zum FC Chelsea.  © DPA pa

Premier League im Ausgabenbereich weit enteilt

Zum Vergleich: Die Bundesliga (434,65 Mio.), Italiens Serie A (589,40 Mio.), die Ligue 1 aus Frankreich (252,95 Mio.) und die spanische La Liga (307,10 Mio.) haben laut transfermarkt.de zusammen (!) bis dato nahezu genauso viel investiert - nur geringfügig mehr. Es ist derweil nicht auszuschließen, dass die Premier League den im vergangenen Sommer aufgestellten Liga-Ausgabenrekord von 3,60 Milliarden Euro verbessert, denn bis zum 31. August darf weiter fleißig gehandelt werden.

Diese Entwicklung ist natürlich keineswegs neu. Schon seit Jahren können englische Vereine aggressiver als ihre europäische Konkurrenz auf dem Transfermarkt zuschlagen, weil ihnen die TV-Verträge wesentlich mehr Geld in die Kassen spülen. So hat ein Verein wie Brighton & Hove Albion, Europapokalstarter, aber keinesfalls Meisterkandidat, bereits 126,40 Millionen Euro für Zugänge aufgewendet und übertrifft damit den deutschen Spitzenreiter FC Bayern klar (103,45 Millionen Euro).

Premier League Saison Daten 2026/27

  • Saisonstart: Samstag, den 22. August 2026
  • Letzter Spieltag: Sonntag, den 30. Mai 2027
  • Erste Runde FA Cup: Info folgt
  • Finale FA Cup: Info folgt

60 Millionen für Manzambi beinahe schon PL-Alltag

Für Marokkos WM-Star Ismael Saibari (kam von der PSV Eindhoven) und Nationalspieler Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt) mussten die Bayern je 50 Millionen Euro locker machen - eine Summe, die in England schon zum guten Ton gehört. Auch der bisherige Bundesliga-Rekordtransfer des Sommers, der Abgang der Schweizer WM-Entdeckung Johan Manzambi vom SC Freiburg zu Aston Villa, gilt mit 60 Millionen Euro für Insel-Verhältnisse dann doch eher als gewöhnliches Investment.

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Derweil verpflichtete auch Newcastle United den ivorischen WM-Fahrer Bazoumana Toure von der TSG Hoffenheim für 50 Millionen Euro, Tottenham Hotspur holte Luka Vuskovic von der Leihe beim Hamburger SV zurück, um ihn für 54 Millionen Euro nach Brighton zu verkaufen. Überhaupt agierte Tottenham nach dem Beinahe-Abstieg in der Vorsaison mit Ausgaben von 267 Millionen Euro bislang als der "Big Spender", um den Kader auf Vordermann zu bringen.

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Mit den Verpflichtungen von Sandro Tonali (für 109 Mio. von Newcastle) und Mateus Fernandes (für 99 Mio. von West Ham United) belegen die Spurs bei den bisherigen Top-Transfers die Plätze drei und vier hinter Rogers und Anderson. Und auch hier dürften wieder so einige deutsche Fans fragend die Nase rümpfen.

SID

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