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Tennis News: Sky Check-up zum Masters-Turnier in Montreal

Sky Check-up: Medvedev der große Favorit in Montreal

Daniil Medvedev (l.), die Nummer der Welt, könnte bereits in seinem ersten Match beim Masters in Montreal auf Wimbledon-Finalist Nick Kyrgios treffen.
Image: Daniil Medvedev (l.), die Nummer der Welt, könnte bereits in seinem ersten Match beim Masters in Montreal auf Wimbledon-Finalist Nick Kyrgios treffen.  © Imago

Die Tennistour ist in Kanada. Für die Damen geht es nach Toronto, die Herren spielen ihr Mastersturnier in Montreal. Das Wichtigste zusammengefasst im Check-up der Sky Kommentatoren.

Leider ohne die Topstars Rafael Nadal, Novak Djokovic und auch noch ohne Alexander Zverev. Dafür sind die Nummer eins der Welt Daniil Medvedev, Carlos Alcaraz, Stefanos Tsitsipas, Jannik Sinner und viele andere Topspieler am Start.

Unsere Sky Kommentatoren Stefan Hempel, Marcel Meinert und Paul Häuser melden sich zum Turnierstart wie gewohnt mit ihrem Check-up.

Favoritencheck:

Marcel Meinert: "Nach den Absagen von Rafael Nadal, Novak Djokovic und Alexander Zverev ist Daniil Medvedev der große Favorit in Montreal. Die Nummer eins der Welt hat in Los Cabos den ersten Turniersieg seit seinem Triumph bei den US Open eingefahren und will jetzt beim nordamerikanischen Hardcourt-Swing zu großer Form auflaufen - allerdings könnte Medvedev schon in seinem Auftaktmatch auf Wimbledon-Finalist Nick Kyrgios treffen, klingt nach einem vorweggenommenen Finale. Ansonsten könnte Carlos Alcaraz Medvedevs größter Rivale werden. Er möchte da weitermachen, wo er bei seinem letzten Hartplatz-Turnier in Miami aufgehört hat - damals ging er als Sieger vom Platz. Der erweiterte Favoritenkreis ist ziemlich groß, gespannt bin ich auch noch auf Jannik Sinner. Der Südtiroler hat mit seinem Turniersieg in Umag wieder aufzeigen können."

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Stefan Hempel: "Neben Medvedev und Alcaraz setze ich aber auch auf die zweite Reihe mit Stefanos Tsitsipas, Hubert Hurkacz und Matteo Berrettini. Tsitsipas ist mal wieder an der Reihe für ein starkes Ergebnis, Hurkacz liebt die Hardcourt-Turniere in den USA und Berrettini hat mich mit seiner Leistung vor Wimbledon, aber dann auch nach seiner Covid-Infektion beeindruckt."

Alexander Zverev - Status quo:

Paul Häuser: "Der Olympiasieger hat am Samstag seine langjährige Diabetes-Erkrankung öffentlich gemacht. Im Alter von bereits vier Jahren wurde bei Zverev die Diagnose Diabetes Typ 1 festgestellt. Nun will er zeigen, dass man es mit dieser Krankheit ganz weit schaffen kann, Vorbild und Stütze für andere Erkrankte sein. Deshalb hat der 25-Jährige auch die "Alexander Zverev Foundation - Aufschlag gegen Diabetes" gegründet. Neben der Bereitstellung von Insulin und weiteren lebensnotwendigen Medikamenten finanziert seine Stiftung Projekte für betroffene Kinder und Jugendliche. Auf dem Weg zurück auf die Tour befindet sich Zverev nach seiner schweren Außenbandverletzung im Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal auch auf einem sehr guten Weg. Neun Wochen nach dem dreifachen Bänderriss ist die Nummer zwei der Welt zurück auf dem Court und trainiert fleißig in Monte Carlo für sein Comeback. Die spannende Frage ist, ob die Form dann schon reicht, um an den US Open Ende August teilzunehmen. Ich habe Zverev in der Reha in Donaustauf bei Klaus Eder besucht und war beeindruckt von seinem Willen und der Disziplin, um sich nach dieser ersten schweren Verletzung in seiner Karriere wieder bestmöglich zurück zu kämpfen."

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Dreifacher Bänderriss im rechten Sprunggelenk beim French-Open-Halbfinale gegen Nadal. Nun kämpft sich Alexander Zverev zurück. Sky durfte ihn in der Reha begleiten und erlebte einen nachdenklichen sowie kämpferischen Champion.

Dark Horses - Players to watch:

Marcel Meinert: "Maxime Cressy ist in fantastischer Form und kann jedem Spieler gefährlich werden. Abzuwarten bleibt, ob die Bedingungen in Montreal schnell genug sind, damit er sein Serve & Volley Spiel erfolgreich durchsetzen kann. Mit Alexis Galarneau betritt ein ganz neues Gesicht die Masters-Bühne: Der 23-Jährige kam zuletzt beim Challenger in Winnipeg überraschend bis ins Finale. Und dann ist da auch noch Stan Wawrinka. Der Schweizer wird zwar nicht um den Turniersieg mitspielen können, aber wir sollten seine Auftritte genießen. Wer weiß, wie oft er sich noch bei diesen Events präsentieren kann. Schon vor elf Jahren stand er in Kanada im Halbfinale."

Mehr dazu

Stefan Hempel: "Ich freue mich besonders auf die Rückkehr von Gael Monfils nach drei Monaten Pause und auf den spannenden Slowaken Alex Molcan. Monfils wird von Günter Bresnik betreut und auch Molcan hat in seinem Coaching-Team mit Marian Vajda und Karol Beck große Namen an Bord."

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Paul Häuser: "Meine heißeste Aktie ist Frances Tiafoe. Gegen Nick Kyrgios im Viertelfinale in Washington hatte der US-Boy fünf Matchbälle und verlor dann noch. Dafür erwarte ich Tiafoe in Montreal nun umso frischer und motivierter, um einen Run hinzulegen."

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