Tadej Pogacar gewinnt Lüttich-Bastogne-Lüttich

Tadej Pogacar gewinnt den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich erneut.

Tadej Pogacar gewinnt Lüttich-Bastogne-Lüttich
Image: Tadej Pogacar gewinnt Lüttich-Bastogne-Lüttich  © DPA pa

Doch der Radsport-Star hat einen fast ebenbürtigen Kontrahenten. Kann er den Rekord knacken?

Radsport-Dominator Tadej Pogacar ist in einem spektakulären Duell mit dem aufmüpfigen "Wunderkind" Paul Seixas zum nächsten Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich gestürmt. Zum Abschluss der Frühjahrsklassiker fuhr der Weltmeister aus Slowenien als Solist zu seinem dritten Erfolg nacheinander und dem vierten insgesamt beim seit 1892 ausgetragenen Etappenrennen, seinen 19 Jahre alten Herausforderer Seixas knackte Pogacar erst am letzten Anstieg.

Nach 259,5 Kilometern und elf klassifizierten Anstiegen durch die Ardennen lag Tour-Sieger Pogacar (UAE Emirates-XRG) letztlich 45 Sekunden vor dem Franzosen Seixas (Decathlon - CMA CGM). Den Sieg widmete Pogacar seinem ehemaligen Teamkollegen Cristian Munoz, der am Freitag nach einem Unfall verstorben war. Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) wurde frühzeitig abgehängt, sicherte sich aber immerhin noch Rang drei (1:42 Minuten zurück).

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Pogacar hängt Seixas ab

"Ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Ich könnte nicht stolzer auf das Team sein", sagte Pogacar. Seixas habe "stark mitgezogen. Ich war in meinem Kopf schon auf einen Sprint vorbereitet. Zum Glück ist er zurückgefallen."

Auf seinem Weg zu seinem 112. Profisieg attackierte Pogacar wie in den vergangenen beiden Jahren auf der 1,6 Kilometer langen und durchschnittlich 9,4 Prozent steilen Cote de la Redoute, dem berühmtesten Anstieg des vierten Monuments des Jahres. Nur Seixas, Sieger des Juniorenrennens 2024, konnte folgen. Am letzten Anstieg musste der Jungstar aus Lyon rund 13 Kilometer vor dem Ziel aber abreißen lassen.

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Merckx im Visier

Nur noch die belgische Ikone Eddy Merckx liegt mit fünf Siegen bei "La Doyenne" vor Pogacar, der mit dem Spanier Alejandro Valverde und Moreno Argentin aus Italien gleichzog. Mit seinem insgesamt 13. Erfolg bei den fünf Monumenten verkürzte Pogacar seinen Rückstand auf Merckx (19) weiter. Nur Paris-Roubaix fehlt dem 27-Jährigen noch in seiner Sammlung, vor zwei Wochen hatte sich Pogacar dem Belgier Wout van Aert geschlagen geben müssen.

Zum Ende der Ardennen-Trilogie trafen Pogacar, Amstel-Gold-Race-Sieger Evenepoel und Fleche-Wallone-Gewinner Seixas erstmals in einem Rennen aufeinander. Die Siege teilen sich die drei Überflieger gerecht auf. Die ersten beiden Rennen hatte Pogacar nach Platz zwei in Roubaix ausgelassen.

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Pogacar kommt zurück

Das Rennen begann mit einem Aufreger. Kurz nach dem Start teilte ein Sturz das Hauptfeld, eine 52 Fahrer umfassende Gruppe um Evenepoel fuhr davon. Pogacar und Seixas blieben im Peloton zurück. An der Spitze drückte Evenepoel-Helfer Nico Denz auf das Tempo, zeitweise betrug der Vorsprung rund 3:30 Minuten. 95 Kilometer vor dem Ziel schloss das Hauptfeld wieder auf. Mountainbike-Olympiasieger Tom Pidcock war nach einem Defekt bereits abgehängt.

Kurz danach waren auch die letzten Ausreißer gestellt. Pogacars UAE-Team forcierte an der Cote de la Redoute rund 35 Kilometer vor dem Ende das Tempo. Als Pogacar antrat, blieb einzig Seixas an seinem Hinterrad. Das Duo baute seinen Vorsprung weiter aus, bevor Pogacar an der Cote de la Roche-aux Faucons die Entscheidung erzwang.

SID

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