Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann holen Silber in der Kombination

Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann gewinnen Silber in der Kombination.

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Das deutsche Duo Kira Weidle-Winkelmann/Emma Aicher holt bei den olympischen Winterspielen in Italien sensationell die Silbermedaille in der Team-Kombination - 0,05 Sekunden fehlen zu Gold. Nach dem Erfolg zeigen sich beide überglücklich.

Emma Aicher fuhr Kira Weidle-Winkelmann mit einem breiten Grinsen in die Arme, doch nach der Aufholjagd des deutschen Ski-Shootingstars ging das große Zittern los.

Weil die Konkurrenz reihenweise patzte, reichte es in der olympischen Team-Kombination für Aicher und Weidle-Winkelmann zur Silbermedaille. Nur 0,05 Sekunden fehlten zu Gold.

"Emma hat abgeliefert"

"Wahnsinn, unglaublich", jubelte Weidle-Winkelmann, "das hätte ich nicht ganz so gedacht." Bei Aichers Slalom-Lauf sei sie "unfassbar aufgeregt" gewesen, "es war eine Achterbahn, sehr emotional alles. Emma hat zu 100 Prozent abgeliefert, ein Wahnsinnstag!"

Der Olympiasieg ging sensationell an Team Österreich 2 mit Ariane Rädler und Katharina Huber. Rang drei belegte USA 2 mit Jacqueline Wiles und Paula Moltzan (+0,25 Sekunden). Die Topfavoritinnen und Weltmeisterinnen Mikaela Shiffrin und Breezy Johnson (USA), die in Cortina d'Ampezzo nach der Abfahrt noch vorne gelegen hatten, wurden nur Vierte. Slalom-Queen Shiffrin verlor in ihrer Spezialdisziplin mal wieder die Nerven.

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Weidle-Winkelmann war optimistisch

Ganz anders Aicher: Zwei Tage nach ihrem Silber-Coup in der Abfahrt, wo sie Gold auch nur um 0,04 Sekunden verpasst hatte, schob sie das DSV-Duo mit Slalom-Bestzeit noch von Rang sechs aufs "Stockerl". Sie jubelte im Ziel mit Weidle-Winkelmann und Rodel-Star Felix Loch.

Dabei stand Aicher vor einer schweren Aufgabe: Der Rückstand auf Bronze betrug nach der Abfahrt 0,47 Sekunden, Gold war 0,74 Sekunden weg. Doch Weidle-Winkelmann war da schon optimistisch: "Das ist eine ganz gute Ausgangsposition für die Emma, der Abstand ist noch nicht allzu groß, es ist noch alles möglich."

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Goggia stürzte

Die Speed-Spezialistin war sieben Hundertstelsekunden langsamer gewesen als in der Spezialabfahrt, in der sie Platz neun belegt hatte. "Es war eine ganz solide Leistung", sagte sie und erklärte: "Von der Sicht her war es deutlich diffuser, die Schläge werden auch immer mehr."

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Doch der Teamgedanke trug auch sie. "Man hat immer im Hinterkopf: Man fährt für Deutschland - und es geht um Medaillen", sagte "KWW". Was sie Aicher für die Entscheidung rate? "Möglichst wenig, weil ich keine Ahnung von Slalom habe. Ich vertraue Emma zu hundert Prozent, sie ist eine der besten Slalomfahrerin der Welt."

Das bewies Aicher eindrucksvoll.

SID

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