Marlin Klein überzeugt bei NFL-Preseason-Debüt: Deutscher Rookie setzt erstes Ausrufezeichen

Marlin Klein hat beim Auftakt der NFL Preseason 2026 mit einem 31-Yard-Catch für die Houston Texans überzeugt. Der deutsche Rookie sorgte damit direkt für eines der Highlights der ersten Testspiele.

Der deutsche Tight End Marlin Klein (M) mit seinem ersten NFL-Catch für die Houston Texans im Preseason-Game gegen die Los Angeles Chargers.
Image: Der deutsche Tight End Marlin Klein (m.) mit seinem ersten NFL-Catch für die Houston Texans im Preseason-Game gegen die Los Angeles Chargers.  © Imago

Neben Klein hinterließen auch Raiders-Quarterback Fernando Mendoza und Steelers-Rookie Drew Allar starke Eindrücke. Die Cardinals erlebten dagegen Licht und Schatten.

Die Preseason der NFL ist eröffnet. Zum Start setzt der deutsche Rookie Marlin Klein direkt ein Ausrufezeichen. Fernando Mendoza gibt sein Debüt für die Las Vegas Raiders und hinterlässt gleich mal einen ordentlichen Eindruck. Die Cardinals freuen sich über ihren Top-Pick, bangen aber um einen weiteren Rookie. Und: Drew Allar beeindruckt bei den Pittsburgh Steelers.

Detroit Lions @ Cincinnati Bengals 14:16

  • Die Bengals begannen mit ihrer Top-Offense inklusive Quarterback Joe Burrow, der im neuen offensiven Ansatz des Teams in ungefähr der Hälfte seiner Snaps under Center agierte und häufig auf Play Action setzte, darunter auch mit einem 16-Yard-Pass auf Ja'Marr Chase. Burrow kassierte allerdings auch zwei harte Hits und einen Sack, unter anderem, weil Left Tackle Orlando Brown einmal einen Pressure viel zu schnell abgab.
  • Defensiv glänzte vor allem Rookie-Edge-Rusher Cashius Howell, der sich gleich bemerkbar machte. Er eroberte einen Fumble, als ein Handoff der Lions schiefging. Darüber hinaus sammelte er einen QB Pressure bei neun Snaps. Und Rookie-Receiver Colbie Young sammelte zwei Receptions.
  • Bei den Lions wiederum gab der Undrafted Rookie Luke Altmyer sein Debüt. Der Quarterback präsentierte sich ordentlich mit 130 Yards (13/22) und einem Touchdown, leistete sich jedoch auch zwei Interceptions. Er teilte sich die Snaps mit Neuzugang Joshua Dobbs, der erst Anfang der Woche nach dem Rücktritt von Teddy Bridgewater verpflichtet wurde. Die zweite Hälfte gehörte dann komplett Altmyer.
  • Keinen guten Abgend erwischte derweil Wide Receiver Isaac TeSlaa, der drei Targets, aber keinen Catch zu Buche stehen hatte. Der erste Pass in seine Richtung prallte von seinem Helm in die Hände des Gegners für eine der beiden Interceptions von Altmyer, ein weiterer ging durch seine Hände für eine Incompletion.

ZUM DURCHKLICKEN: Die Stadien der NFL-Franchises

  1. Arizona Cardinals - State Farm Stadium, Kapazität: 63.400
    Image: Arizona Cardinals - State Farm Stadium, Kapazität: 63.400 © Imago
  2. Atlanta Falcons - Mercedes-Benz Stadium, Kapazität: 71.000
    Image: Atlanta Falcons - Mercedes-Benz Stadium, Kapazität: 71.000 © Imago
  3. Baltimore Ravens - M&T Bank Stadium, Kapazität: 71.008
    Image: Baltimore Ravens - M&T Bank Stadium, Kapazität: 71.008 © Imago
  4. Buffalo Bills - Highmark Stadium, Kapazität: 60.108
    Image: Buffalo Bills - Highmark Stadium, Kapazität: 60.108 © DPA pa
  5. Carolina Panthers – Bank of America Stadium, Kapazität: 75.037
    Image: Carolina Panthers – Bank of America Stadium, Kapazität: 75.037 © DPA pa
  6. Chicago Bears – Soldier Field, Kapazität: 62.500
    Image: Chicago Bears – Soldier Field, Kapazität: 62.500 © DPA pa
  7. Cincinnati Bengals – Paycor Stadium, Kapazität: 65.515
    Image: Cincinnati Bengals – Paycor Stadium, Kapazität: 65.515 © DPA pa
  8. Cleveland Browns – Huntington Bank Field, Kapazität: 67.431
    Image: Cleveland Browns – Huntington Bank Field, Kapazität: 67.431 © Imago
  9. Dallas Cowboys – AT&T Stadium, Kapazität: 80.000
    Image: Dallas Cowboys – AT&T Stadium, Kapazität: 80.000 © Imago
  10. Denver Broncos – Empower Field at Mile High, Kapazität: 76.125
    Image: Denver Broncos – Empower Field at Mile High, Kapazität: 76.125 © Imago
  11. Detroit Lions – Ford Field, Kapazität: 65.000
    Image: Detroit Lions – Ford Field, Kapazität: 65.000 © DPA pa
  12. Green Bay Packers – Lambeau Field: Kapazität: 81.441
    Image: Green Bay Packers – Lambeau Field, Kapazität: 81.441 © DPA pa
  13. Houston Texans – NRG Stadium, Kapazität: 72.220
    Image: Houston Texans – NRG Stadium, Kapazität: 72.220 © DPA pa
  14. Indianapolis Colts – Lucas Oil Stadium, Kapazität: 67.000
    Image: Indianapolis Colts – Lucas Oil Stadium, Kapazität: 67.000 © Imago
  15. Jacksonville Jaguars – EverBank Stadium, Kapazität: 67.814 (wegen Renovierungsmaßnahmen in der neuen Saison reduziert auf 42.507)
    Image: Jacksonville Jaguars – EverBank Stadium, Kapazität: 67.814 (wegen Renovierungsmaßnahmen in der neuen Saison reduziert auf 42.507) © Imago
  16. Kansas City Chiefs – GEHA Field at Arrowhead Stadium, Kapazität: 76.416)
    Image: Kansas City Chiefs – GEHA Field at Arrowhead Stadium, Kapazität: 76.416) © Imago
  17. Las Vegas Raiders – Allegiant Stadium, Kapazität: 65.000
    Image: Las Vegas Raiders – Allegiant Stadium, Kapazität: 65.000 © Imago
  18. Los Angeles Chargers/Los Angeles Rams – SoFi Stadium, Kapazität: 70.240
    Image: Los Angeles Chargers/Los Angeles Rams – SoFi Stadium, Kapazität: 70.240 © Imago
  19. Miami Dolphins – Hard Rock Stadium, Kapazität: 64.767
    Image: Miami Dolphins – Hard Rock Stadium, Kapazität: 64.767 © Imago
  20. Minnesota Vikings – U.S. Bank Stadium, Kapazität: 66.860
    Image: Minnesota Vikings – U.S. Bank Stadium, Kapazität: 66.860 © Imago
  21. New England Patriots – Gilette Stadium, Kapazität: 64.628
    Image: New England Patriots – Gilette Stadium, Kapazität: 64.628 © Imago
  22. New Orleans Saints – Caesars Superdome, Kapazität: 73.208
    Image: New Orleans Saints – Caesars Superdome, Kapazität: 73.208 © Imago
  23. New York Giants/New York Jets – MetLife Stadium, Kapazität: 82.500
    Image: New York Giants/New York Jets – MetLife Stadium, Kapazität: 82.500 © Imago
  24. Philadelphia Eagles – Lincoln Financial Field, Kapazität: 67.594
    Image: Philadelphia Eagles – Lincoln Financial Field, Kapazität: 67.594 © DPA pa
  25. Pittsburgh Steelers – Acrisure Stadium, Kapazität: 68.400
    Image: Pittsburgh Steelers – Acrisure Stadium, Kapazität: 68.400 © Imago
  26. San Francisco 49ers – Levi's Stadium, Kapazität: 68.500
    Image: San Francisco 49ers – Levi's Stadium, Kapazität: 68.500 © Imago
  27. Seattle Seahawks – Lumen Field, Kapazität: 68.740
    Image: Seattle Seahawks – Lumen Field, Kapazität: 68.740 © Imago
  28. Tampa Bay Buccaneers – Raymond James Stadium, Kapazität: 65.890
    Image: Tampa Bay Buccaneers – Raymond James Stadium, Kapazität: 65.890 © Imago
  29. Tennessee Titans – Nissan Stadium, Kapazität: 69.143
    Image: Tennessee Titans – Nissan Stadium, Kapazität: 69.143 © Imago
  30. Washington Commanders – Northwest Stadium, Kapazität: 64.000
    Image: Washington Commanders – Northwest Stadium, Kapazität: 64.000 © Imago

Green Bay Packers @ Pittsburgh Steelers 9:28

  • Mason Rudolph bekam den Start und spielte solide, doch die Story des Abends aus Sicht der Steelers war sicherlich Rookie-Quarterback Drew Allar, der bei seinem Debüt glänzte. Allar übernahm im Laufe des dritten Viertels, nachdem auch Will Howard ein paar Drives bekommen hatte und riss das Spiel an sich. Er führte die Steelers zu drei Touchdowns. Zwei davon waren Pässe auf die Rookies Kaden Wetjen und Riley Nowakowski, zudem lief er bei einer Read-Option selbst zu einem Score. Insgesamt kam Allar auf 153 Yards (10/13) für zwei Touchdowns durch die Luft.
  • Ebenfalls stark spielte Zweitrundenpick Germie Bernard auf. Der Wide Receiver fing vier Pässe für 51 Yards. Sein Highlight: ein 25-Yard-Catch-and-Run, bei dem er gleich zwei Verteidiger stehen ließ. Und auch defensiv war ein Youngster richtig auffällig, denn Edge Rusher Gabriel Rubio sammelte sechs Tackles.
  • Die Packers ließen ihre Starter um Jordan Love nur früh ran und taten sich anschließend mit den Backups schwer. Der Lichtblick war jedoch Rookie-Kicker Trey Smack, der viermal antrat und viermal traf. Er versenkte Field Goals aus 37, 58 und 38 Yards. Zudem traf er noch ein weiteres Mal aus 58 Yards, doch dieser Versuch wurde durch eine Strafe gegen die Steelers negiert.
  • Ansonsten überzeugte Quarterback Kyle McCord, der in seine zweite Saison in Green Bay geht. Er brachte 12/14 Pässe für 102 Yards an und blieb weitestgehend fehlerfrei. Defensiv ließ Rookie-Cornerback Brandon Cisse kaum etwas zu und sammelte drei Tackles.
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Indianapolis Colts @ New England Patriots 13:13

  • Die Colts ließen Quarterback Anthony Richardson, den sie ins Schauerfenster stellen wollten, starten. Das Ergebnis war ernüchternd. Richardson warf früh eine Interception, die aber nicht unbedingt sein Fehler war. Er verlor im zweiten Viertel einen Fumble - durchaus sein Fehler - und erzielte gegen Ende der ersten Hälfte noch einen Touchdown per Sneak. Unterm Strich waren es 145 Yards durch die Luft und 53 auf dem Boden.
  • Die Rookies in der Colts-Defense wussten hingegen zu überzeugen. Linebacker Bryce Boettcher schaffte drei Tackles und machte einen guten Eindruck in der Mitte. Der Edge Rusher George Gumbs kam auf zwei Tackles und einen Sack und sein Pass-Rush-Kollege Caden Curry kam ebenfalls auf einen Sack und führte das Team mit fünf Tackles an. Mehr noch: Er brachte es auf zwei Tackles for Loss und zwei Pass Deflections.
  • Die Hausherren wiederum setzten zum Start auf QB Tommy DeVito, der sein Team in der ersten Hälfte zu zehn Punkten führte, darunter ein 12-Yard-Touchdown-Pass auf Kyle Williams, der nach durchwachsener Rookie-Saison um einen Kaderplatz kämpft.
  • Im Fokus stand bei den Patriots jedoch der Kampf um den dritten Spot unter den Running Backs, nachdem man überraschend Terrell Jennings auf die Injured Reserve List gesetzt hatte. Jam Miller nutzte seine Chance und lief für 55 Yards. Die in dieser Woche geholten Neuzugänge Hassan Haskins (15 YDS) und JaMycal Hasty (11 YDS) kamen dagegen kaum vom Fleck.
  • Unterm Strich sorgte Colts-Kicker Spencer Shrader mit einem 61-Yard-FIeld-Goal 1:16 Minuten vor Ende für den Ausgleich. Im Gegenzug vergab schließlich Pats-Kicker Andy Borregales nach einen Versuch aus 49 Yards zum Sieg. Es war sein dritter Fehlschuss des Abends (2/5).

Arizona Cardinals @ Las Vegas Raiders 27:14

  • Das Positive für die Cardinals? Erstrundenpick Jeremiyah Love zeigte, was in ihm steckt. Er lief elfmal für 58 Yards und zeigte dabei sowohl seine Explosivität als auch sein gutes Auge, um Lücken zu finden. Und: Der auch in diesem Camp kämpfende Marvin Harrison Jr. schloss das erste Viertel mit einem Touchdown-Catch nach Pass von Jacoby Brissett ab.
  • Das Negative? Zweitrundenpick Guard Chase Bisontis verletzte sich im dritten Viertel am Knie. Er ging zu Boden und hatte sichtlich große Schmerzen. Er fasste sich hinten ans linke Knie und musste behandelt werden. Daraufhin verließ er das Spiel und kam nicht zurück. Eine Diagnose steht noch aus.
  • Bei den Raiders bekam QB Kirk Cousins den Start und machte, was er eben macht. Er führte sein Team über 68 Yards in seinem einzigen Drive zum Touchdown - ein 13-Yard-Pass auf Tight End Michael Mayer. Anschließend durfte der First-Overall Pick im vergangenen Draft, Fernando Mendoza, ran und wusste durchaus zu überzeugen, auch wenn er mitunter noch etwas zögerlich wirkte. Er warf für 97 Yards (10/16) und schloss seinen zweiten Drive im zweiten Viertel mit einem TD-Pass - auf Jack Bech - seinerseits ab. Unter Druck jedoch war er nur 2/6 für 11 Yards und kassierte einen Sack.
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Los Angeles Chargers @ Houston Texans 27:7

  • Beide Teams setzten vorwiegend auf Backups mit unterschiedlichem Erfolg. Bei den Texans durfte der deutsche Rookie-Tight-End Marlin Klein ran, der nur ein Target sah, daraus aber einen 31-Yard-Catch nach Pass von Davis Mills auf einer Seam-Route machte. Danach war sein Tag auch schon beendet. Ein gutes Zeichen, dass er einen Platz im Team sicher hat.
  • Darüber hinaus überzeugten auch Rookie-Center Keylan Rutledge, der ebenfalls nur den ersten Drive spielte, der in einem Touchdown von Jared Wayne endete. Defensiv hatte Defensive Tackle Kayden McDonald einen Run-Stuff und Safety Kamari Ramsey brachte es auf zwei Passes Defensed und vor allem eine Interception gegen Trey Lance am Rande der Red Zone, die er über 40 Yards zurücktrug.
  • Auch bei den Chargers standen die Rookies im Rampenlicht. Left Guard Jake Slaughter ließ nicht viel zu und erkannte auch einen Stunt souverän. Edge Rusher Akheem Mesidor fiel nicht groß auf, spielte aber auch nur acht Snaps. Undrafted-Rookie-Edge-Rusher Nadame Tucker wiederum führte alle Outside Linebacker mit zwei Pressures an und Wide Receiver Brenen Thompson kam auf zwei Receptions für 30 Yards.

Tennessee Titans @ San Francisco 49ers 19:13

  • Leichtes Durchatmen bei den Niners, denn Rookie-Receiver De'Zhaun Stribling spielte nicht nur, er überzeugte auch. Er spielte drei Angriffsserien und brachte es auf sieben Receptions für 62 Yards, darunter Catches über 32 Yards (über die Schulter) und elf Yards. Angesichts der schon jetzt angespannten Personallage in San Francisco ist das ein sehr gutes Zeichen.
  • Defensiv war es Gracen Halton, der auf sich aufmerksam machte. Der Rookie-Defensive-Tackle schaffte einen Run Stop und eigentlich auch einen Sack, als er an Guard Peter Skoronski vorbei kam. Doch der Sack wurde durch eine Holding-Strafe gegen einen Teamkollegen negiert.
  • Die Titans wiederum haben noch einiges an Arbeit vor sich. QB Cam Ward wackelte gewaltig (5/12, 57 YDS) und hatte mit teils sehr ungenauen Würfen, die eigentlich hätten leicht sein sollen, noch Glück, dass nicht einer davon zu einer Interception führte. Auch hätte er beinahe einen Fumble verloren.
  • Immerhin: Rookie-Edge-Rusher Keldric Faulk durfte von Beginn an ran und sammelte ein paar Pressures. Er spielte bis ins dritte Viertel. Zudem zeigte sich Rookie-Guard Fernando Carmona stabil und dürfte sich dem Starter-Spot auf Right Guard genähert haben.

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