Dennis Schröder gewinnt mit den Cleveland Cavaliers || Victor Wembanyama bricht einen NBA-Rekord
Die Cavaliers sind auf direktem Weg in die Playoffs. Victor Wembanyama bricht einen Uralt-Rekord der NBA.
31.03.2026 | 08:06 Uhr
Und im Duell der beiden besten Teams aus Ost und West ist es spannend bis zur letzten Sekunde.
Die Cleveland Cavaliers mit Nationalmannschafts-Kapitän Dennis Schröder haben einen NBA-Pflichtsieg eingefahren und sind der direkten Qualifikation für die Playoffs einen Schritt näher gekommen. Bei den Utah Jazz gewann das viertplatzierte Team der Eastern Conference 122:113.
Cleveland ist nach den Detroit Pistons, den Boston Celtics und den New York Knicks wohl bald das vierte Team aus dem Osten, das sich sicher für die wichtigste Phase der Saison in der nordamerikanischen Basketball-Liga qualifiziert. Die Knicks machten die Teilnahme durch das 109:119 der Philadelphia 76ers gegen die Miami Heat perfekt, ohne dafür selbst aktiv zu sein.
In Salt Lake City konnten die Jazz - das zweitschlechteste Team der Western Conference - das Spiel gegen Cleveland bis ins Schlussviertel offen halten. Dann aber zogen die Gäste mit einem 16:6-Lauf davon. Stark war insbesondere Evan Mobley mit insgesamt 17 Rebounds und 34 Punkten. Auch Donovan Mitchell verbuchte 34 Punkte. Schröder kam einen Tag vor dem Duell mit den Los Angeles Lakers in 21 Minuten auf drei Punkte, drei Vorlagen und vier Rebounds. LA gewann ohne Luka Doncic gegen die Washington Wizards problemlos mit 120:101. Maximilian Kleber stand nicht im Kader. LeBron James erzielte als bester Werfer der Lakers 21 Punkte.
Wembanyama verbucht NBA-Rekord
Für die San Antonio Spurs holte sich Victor Wembanyama unterdessen einen NBA-Rekord. Schon nach acht Minuten und 31 Sekunden hatte der Franzose ein sogenanntes ein Double Double aus zehn Punkten und zehn Rebounds. Zuvor war Jim Washington Rekordhalter, er hatte 1966 neun Minuten für zweistellige Werte in zwei Kategorien gebraucht. Am Ende des 129:114 der Spurs kam Wembanyama auf 41 Punkte und 16 Rebounds.
Im Duell der beiden Spitzenreiter aus Western und Eastern Conference fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung - und dann zugunsten des Gastgebers. Die Oklahoma City Thunder gewannen 114:110 gegen die Detroit Pistons.
Der Titelverteidiger wähnte sich nach einem Dreier von Shai Gilgeous-Alexander vier Sekunden vor Schluss bereits als Gewinner, doch die Schiedsrichter entschieden auf Offensivfoul und zählten den Korb nicht. Mit 101:101 ging es in die Verlängerung, in der OKC als erstes Team in Führung ging und diese dann nicht mehr abgab. Gilgeous-Alexander beendete den Abend als bester Werfer mit 47 Punkten.
Bulls trennen sich von Ivey
Die Chicago Bulls haben sich von ihrem Profi Jaden Ivey getrennt, nachdem dieser in einem Livestream kritisch über die LGBTQ-Bewegung gesprochen hatte. "Die Chicago Bulls haben heute bekanntgegeben, dass das Team Guard Jaden Ivey aufgrund von teamschädigendem Verhalten entlassen hat", hieß es in einer kurzen Mitteilung des NBA-Teams.
Stunden nach der Entscheidung ging Ivey erneut live und sprach in einem weiteren Stream über seinen Glauben. Die Meisterringe von Michael Jordan und James seien nichts wert "am Tag des jüngsten Gerichts", sagte er nach Angaben von US-Medien. Es habe nicht an ihm gelegen, dass er entlassen worden sei, sagte er.
Ivey ist derzeit verletzt und sollte in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Die Bulls hatten ihn erst am 3. Februar durch ein Tauschgeschäft mit den Detroit Pistons verpflichtet. Wegen Schmerzen stand er aber seit dem 11. Februar nicht mehr auf dem Platz. Er hat nur vier Partien für Chicago absolviert.
"Sie verkünden den Pride Month in der NBA", hatte Ivey nach Angaben von mehreren US-Medien in dem ursprünglich auf seinem Instagram-Kanal veröffentlichten Livestream gesagt. "Sie verkünden ihn. Sie zeigen es der Welt. Sie sagen: Kommt zu uns für Pride, für den Pride Month, um Unrecht zu feiern. Sie verkünden es. Sie verkünden es auf den Werbetafeln. Sie verkünden es auf den Straßen. Unrecht. Wie kann es dann sein, dass jemand nicht über Gerechtigkeit sprechen kann? Wie können sie sagen, dass dieser Mann verrückt ist?"
Bulls-Trainer äußert sich vor Spiel
Pride Month - ein Monat im Zeichen der Rechte für lesbische, schwule, bisexuelle, Trans- und queere Menschen (LGBTQ) - ist in den USA im Juni, die NBA-Saison ist dann bereits in den Finals und es sind nur noch zwei Teams aktiv. Viele Mannschaften haben deshalb früher in der Saison sogenannte Pride Nights und machen an einzelnen Spieltagen Aktionen, um ihre Solidarität und Unterstützung für LGBTQ-Menschen zu demonstrieren.
Bulls-Trainer Billy Donovan äußerte sich vor dem Spiel in San Antonio zur Trennung von Ivey. Bei den Bulls arbeiteten Menschen "aus allen Bereichen", sagte er. "Jeder hat seine eigenen persönlichen Erfahrungen. Aber wir müssen alle professionell sein. Es muss ein hohes Maß an Respekt geben füreinander, wir müssen einander helfen und diesen Anforderungen gerecht werden." Donovan sagte, er wolle die Äußerungen seines Ex-Spielers nicht explizit kommentieren. "Aber ich hoffe, es geht ihm gut."
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