Karlsruher SC - Hamburger SV. 2. Bundesliga.
Hier gibt's die Highlights im Video
Der HSV tritt mit dem achten Unentschieden im 13. Spiel auf der Stelle und droht im Mittelmaß der Tabellen zu versinken. Nach der Länderspielpause geht es in zwei Wochen gegen Jahn Regensburg weiter. Der KSC muss einen Tag später in Ingolstadt ran.
Der KSC und der HSV trennen sich nach intensiven 90 Minuten 1:1. Die Hausherren hatten im zweiten Durchgang die qualitativ besseren Möglichkeiten - so scheiterte Wanitzek am Pfosten. Doch mit Blick auf die Spielanteile geht das Remis am Ende durchaus in Ordnung.
Nun schnürt der HSV die Hausherren noch einmal im eigenen Strafraum ein, die Hamburger haben ja schon einige Treffer in der Nachspielzeit erzielt.
Wintzheimer holt im Laufduell mit Thiede einen aussichtsreichen Freistoß, der aber zu Beginn der dreiminütigen Nachspielzeit nichts einbringt.
Der Winkel ist nach dem Zuspiel von Heise zwar spitz, trotzdem riskiert Hofmann den Abschluss und schießt nur knapp links am Tor vorbei.
An der Seitenlinie bekommt sich Tim Walter nicht mehr ein und sieht von Martin Petersen die Gelbe Karte.
Die folgende Ecke bringt dem KSC die nächste gute Chance, Gondorf sucht aus dem Rückraum zum Abschluss, Johansson ist zur Stelle und hat den HSV nun mit mehreren guten Paraden im Spiel gehalten.
Wanitzek zieht über die rechte Seite davon und sucht im Strafraum den Abschluss. Johansson bekommt den Arm an den Schuss und klärt die Kugel an den Pfosten.
Die Hamburger können sich nun etwas öfter in der Karlsruher Hälfte festsetzen, ohne dabei aber wirkliche Torgefahr zu kreieren. In dieser sehr intensiven Partie kann es am Ende auch eine Frage der Krafteinteilung sein.
Philipp Hofmann stoppt den Hamburger Angriff mit einem taktischen Foul an Heyer und sieht die Gelbe Karte.
Choi bringt den Ball halbhoch in den Lauf von Schleusener, der halbrechts im Strafraum den schnellen Abschluss sucht, aber nicht an Johansson vorbeikommt.
Für Marc Lorenz geht es nicht mehr weiter, das sieht sehr schmerzhaft aus. Fabian Schleusener übernimmt.
Das Duell der Kapitäne: Gondorf checkt Schonlau zu Boden, der Hamburger sitzt kurz benommen auf dem Rasen.
Gersbeck kann den Distanzschuss von Doyle auf der Linie nicht festmachen. Alidou flankt den zweiten zurück vor das Tor. Nun packt der KSC-Keeper sicher zu.
Jatta bringt von der linken Seite den Ball scharf zu Kittel, der am zweiten Pfosten das Tor knapp verfehlt.
Und Faride Alidou kommt für Robert Glatzel. Tim Walther hat in seiner Offensive nun ordentlich durchgetauscht
Hofmann will an den langen Ball und drückt so David in den Laufweg des herauskommenden Johansson. Am Ende liegen die beiden Hamburger auf dem Rasen.
Der Nebel wird nun wieder etwas dichter über dem Wildpark. Noch ist das Spiel aber gut zu sehen. Das sollte sich ausgehen.
Zunächst versandet die Freistoßhereingabe von Wanitzek. Doch der KSC holt sich den zweiten Ball und Wanitzek kommt zu einem Distanzschuss, der nur knapp über das Tor geht.
Gondorf scheitert aus der Distanz an Johansson und meldet so nach der Pause wieder eigene offensive Ambitionen an.
Und sofort brennt wieder der Rasen. Gersbeck kann die Flanke von Kittel nicht entscheidend klären. Heyer rutscht beim Nachschuss weg, legt so aber für Glatzel auf, dessen Schuss erfolgreich geblockt wird.
Johansson kann die Flanke von Gondorf nur den die Mitte wegfausten, Hofmann kommt zum direkten Abschluss. Wieder rettet Schonlauf auf der Linie für die Gäste.
Nach Doppelpass mit Hofmann bringt Choi den Ball von der Torauslinie in den Rückraum, wo Wanitzek gegen die Bewegungsrichtung des Keepers abschließt und fast schon zum Jubeln abbiegt. Doch Schonlau bekommt irgendwie noch ein Bein in den Schuss und fälscht so zur Ecke ab.
Kinsombi läuft rückwärts und trifft Hofmann mit dem Ellenbogen am Kopf. Das Spiel muss zur Behandlung des Spielers kurz unterbrochen werden. An der Seitenlinie bekommen sich beide Trainer verbal in die Haare. Martin Petersen muss beruhigend schlichten.
Kittel schnappt sich auf der linken Seite einen aussichtsreichen Freistoß. Doch die Hereingabe ist viel zu lang und geht über alle Köpfe hinweg ins Toraus.
Die Hamburger laufen heute übrigens mit einer kleinen Grußbotschaft auf der Brust herum. Auf dem Trikot wird Klublegende Uwe Seeeler zum 85. Geburtstag gratuliert.
Jerome Gondorf holt Kinsombi mit einer beherzten Grätsche von den Beinen und darf sich über die Gelbe Karte nicht wirklich beschweren.
Eben noch hinten gerettet, nun ist Thiede ganz vorn im Einsatz. Sein Schussversuch aus etwas mehr als 20 Metern wird aber geblockt.
David findet von der rechten Seite den Kopf von Glatzel, der Abschluss hätte wohl gepasst. Aber Thiede kann noch auf Kosten einer Ecke abfälschen.
Gersbeck will außerhalb des Strafraums das Spiel mit einem langen Ball schnell machen, rutscht weg und passt so Jatta direkt in die Füße. Der Stürmer schließt von halbrechts direkt ab, der Schuss geht am langen Pfosten vorbei ins Aus.
Der KSC hat in den ersten 20 Minuten schon sieben Mal in Richtung des Hamburger Tores abgeschlossen.
Tooor! KARLSRUHER SC - Hamburger SV 1:1. Die Hausherren sind nicht lange um eine Antwort verlegen. Auf der linken Seite wird Heise nicht am Flanken gehindert. Am Fünfmeterraum spielt Philipp Hofmann seine Kopfballstärke aus und trifft rechts oben unhaltbar ins Eck. Johansson war noch mit den Fingerspitzen dran.
Tooooor! Karlsruher SC - HAMBURGER SV 0:1. Sonny KIttel wird links im Strafraum von Thiede nicht aktiv angegangen. Er legt sich den Fuß auf den rechten Fuß und schließt unhaltbar über Gersbeck hinweg rechts oben in den Winkel ab - sehenswert.
Es ist ein sehr unterhaltsamer Auftakt mit vielen guten Strafraumszenen. Der KSC ist das etwas aktivere Team.
Choi setzt an der Strafraumgrenze nach und bringt den Ball aufs Tor. Johansson ist wieder zur Stelle.
Die nächste Karlsruher Ecke wird richtig gefährlich. Zunächst köpft Gordon am ersten Pfosten ein, Johansson und Heyer klären mit vereinten Kräften auf der Linie. Dann wird der Nachschuss von Gondorf geblockt.
Die Gäste erarbeiten sich eine erste richtige gute Gelegenheit. Glatzel kommt bis zur Torauslinie durch und passt in den Rückraum. Reis kommt zur Direktabnahme, die aber über das Tor geht.
Die Hausherren holen sich eine erste Ecke. Die bringt Heise hoch vor das Tor. Zwar kommt Gordon zum Abschluss, der Kopfball ist aber nicht kontrolliert und geht im Bogen über das Tor.
In der zweiten Bundesliga spricht die Bilanz bislang klar für den HSV, der drei der vier Aufeinandertreffen gewinnen konnte. Nur das letzte Spiel im April endete 1:1.
Von den damaligen Akteuren sind heute noch Gordon und Meffert mit dabei. Meffert stand mit seinem vermeintlichen Handspiel vor sechs Jahren im Mittelpunkt, heute trifft er erstmals mit dem HSV auf seinen Ex-Klub.
Relegationsplatz? Da war doch was. Vor sechs Jahren trafen beide Teams in der Relegation aufeinander. Der HSV stand mit anderthalb Beinen in der 2. BL, ein umstrittener Freistoß sorgte erst in der Nachspielzeit für den glücklichen Ausgleich.
Auch die Hamburger konnten in diesem Zeitraum nur ein Spiel gewinnen. Zuletzt musste der HSV daheim gleich zwei Mal nach Führung noch den Ausgleich hinnehmen. Zwar haben die Hamburger bislang nur das Stadtderby gegen St. Pauli verloren, doch mit insgesamt sieben Unentschieden ist der Relegationsplatz schon fünf Punkte entfernt.
Der KSC hat nur eines der letzten fünf Spielen in der Liga gewonnen und ist in der Tabelle in die untere Hälfte abgerutscht. Im Moment hat das Spiel der Badener zu wenig Konstanz. Dem Weiterkommen im Pokal in Leverkusen folgte die bislang schwächste Halbzeit der Saison gegen Paderborn mit vier Gegentoren.
Auch die Gäste wechseln im Vergleich zur Vorwoche auf nur einer Position. Kinsombi rückt anstelle von Alidou in die Anfangsformation.
Der HSV ist mit dieser Startelf nach Baden gereist: Johansson - Heyer, David, Schonlau, Muheim - Konsombi, Meffert, Reis - Jatta, Glatzel, Kittel.
Christian Eichner gibt weitgehend der Paderborn-Elf eine Chance auf Wiedergutmachung. Lediglich auf der linken Seite beginnt Lorenz anstelle von Cueto.