Stimmen zum Sieg des DFB-Teams im zweiten Gruppenspiel der WM 2026 mit Deniz Undav, Julian Nagelsmann und Jonathan Tah
Späte Ekstase für das DFB-Team! Dank Deniz Undav gewinnt Deutschland nach Rückstand gegen die Elfenbeinküste. Der Matchwinner gibt sich bodenständig.
21.06.2026 | 02:03 Uhr
Bundestrainer Julian Nagelsmann und Innenverteidiger Jonathan Tah loben den Doppelpacker in höchsten Tönen, der sich selbst demütig zeigt. Die Stimmen zum DFB-Sieg über die Elfenbeinküste.
Jonathan Tah ...
... zu seinen Worten zum Spiel: "Siegermentalität, Teamgeist. Ich glaube, genau das, was man als Team braucht, um in einem Turnier erfolgreich zu sein. Wir haben nicht aufgegeben, wussten, dass wir den Gegner irgendwann müde kriegen werden. Wir haben immer weiter gemacht. Ich glaube Deniz (Undav, Anm. der Red.) muss man heute einfach hervorheben. Wie der reingekommen ist - überragend."
... zu Doppelpacker Undav: "Ich glaube, er ist jemand, der sich nicht so viel von außen ablenken lässt, sondern der sich fokussiert auf seine Aufgabe. Das macht er überragend. Dass er nicht, wenn er nicht von Anfang an spielt, keine Energie gegeben hat, sondern im Gegenteil. In der Halbzeit pusht er das Team, wenn er reinkommt, pusht er das Team und macht die Tore. Das ist einfach überragend."
... zur Bedeutung des späten, lang erkämpften Siegs: "Ich würde gar nicht sagen, dass wir so große Probleme hatten. Das waren einfach Dinge, die wir in der zweiten Hälfte ein bisschen besser umgesetzt haben, vor allem auch mit dem Ball. Wir haben uns dann gegenseitig ein bisschen mehr, ein bisschen besser unterstützt. Man darf den Gegner auch nicht klein reden. Das waren Spieler, die auf internationalem Topniveau spielen."
Bundestrainer Julian Nagelsmann ...
... zu seinen Gefühlen nach dem knappen Sieg: "Zumindest ist es emotionaler. Ich glaube, am Ende sind alle Punkte gleich wichtig. Für mich war es aber auch die Bedeutung der gesamten Gruppe. Wenn Spieler reinkommen, Tore vorbereiten, Tore machen. Leon (Goretzka, Anm. d. Red.), der eine extrem wichtige Situation hatte hinten links, wo er den Gegner abläuft. Ich finde, dass so auch jeder Spieler seine Wertigkeit spürt. Natürlich haben ein paar ein paar (Spieler, Anm. d. Red.) wieder nicht gespielt, aber ich kann nicht alle einwechseln. Trotzdem merkt die Mannschaft so, dass jeder eine Wertigkeit hat und die ganze Gruppe hat sich den Sieg wieder erarbeitet."
... zu seinem Einfluss mit den Einwechselungen: "Ich habe Spieler eingewechselt, am Ende haben die den Sieg beschwert. Nadiem (Amiri, Anm. d. Red.) mit einer super Flanke, Deniz mit zwei Top-Toren."
... zum "Phänomen" Deniz Undav: "Er ist einfach ein Vollblut-Stürmer. Heute wurden die Räume ein bisschen größer, da hat er einfach ein super Gen. Gerade beim zweiten Tor, wie er sich im Rücken vom Verteidiger wegschleicht. Dann ist es auch eine Top-Flanke von Nadiem, die ist schon außergewöhnlich. Er ist ein Stürmertyp, der einfach weiß wo das Tor steht."
... zur Leistung von Felix Nmecha: "Seine Präsenz, vor allem bei Umschaltmomenten, war unglaublich. Top Spiel gemacht. Er bringt alles mit, um jedes Spiel zu gestalten."
... zu Leroy Sane: "Super fleißig in der Defensive. Hat in der ersten Hälfte sechs oder sieben Bälle abgelaufen und Joshua (Kimmich, Anm. d. Red.) super unterstützt. Das ist das, was wir auch erwarten von ihm. Er ist viel ins Eins-gegen-Eins gegangen, der Raum war schon eng. Er hat jetzt keinen Torschuss oder eine Vorlage gehabt, aber das hatten andere Spieler auf dem Feld auch. Ich hab ihn nicht wegen der Leistung ausgewechselt, sondern um mit Jamie (Leweling, Anm. d. Red) noch mal Frische zu bringen."
... zum nächsten Gegner Ecuador: "Wir wollen trotzdem gewinnen, unabhängig davon, ob wir qualifiziert sind oder nicht. Ecuador ist eine Mannschaft, die offensiv eine bisschen andere Struktur hat, die defensiv aber super stabil verteidigt. Sie haben auch eine super Körperlichkeit. Da müssen wir auf jeden Fall kreativ werden."
Doppel-Torschütze Deniz Undav ...
... zu seinen Joker-Toren: "Wie ich das mache? Keine Ahnung. Ich stehe richtig, versuche mein Selbstbewusstsein auf den Platz zu bringen, weiß, dass ich in jedem Spiel treffen kann, vor allem mit diesen überragenden Mitspielern."
... zum Thema Aufregung: "Ne, gibt keine Nervosität. Ist nur ein Fußballspiel, ich habe einige wichtige Fußballspiele gehabt, wo man nervös sein kann. Die Mannschaft macht mir das einfach."
... zum Niveau der Mannschaft nach den ersten beiden Gruppenspielen: "Wir sind auf einen gutem Weg, aber jede Mannschaft ist schwer. Nächste Woche kommt Ecuador, das wird wieder ein sehr körperliches Spiel. Aber wir haben heute gezeigt, dass wir dagegen halten können. Jetzt müssen wir einfach den Flow mitnehmen und dann das nächste Spiel gewinnen."
... zu den Schwierigkeiten der Mannschaft vor seiner Einwechslung: "Was heißt Schwierigkeiten? Wir kassieren ein Tor und haben dann Druck gemacht. Es hat nur der letzte Punch gefehlt, und wenn du so lange auf ein Tor spielst, kommt der Ball irgendwann unter. Gott sei Dank ist es passiert als ich reingekommen bin, dann kann so ein Spiel schon mal kippen. Natürlich hat die Elfenbeinküste viele Kontersituationen gehabt, aber die haben wir gut verteidigt."
... zur Frage, ob er an Tagen wie heute an seine Vergangenheit in der 3. Liga zurückdenkt: "Ne, ich hab leider keine Zeit dafür."
*Alle Stimmen am Mikrofon von ZDF
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