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Spiel gegen Union zeigt: Das fehlt dem BVB noch im Titelrennen

BVB nur ein Punkt hinter Bayern - aber doch noch weit entfernt

Sarah Zoche

21.09.2021 | 10:15 Uhr

Marco Reus und der BVB sind mit dem Sieg über Union wieder bis auf einen Punkt an die Bayern herangerückt.
Image: Marco Reus und der BVB sind mit dem Sieg über Union wieder bis auf einen Punkt an die Bayern herangerückt.  © DPA pa

Spektakel garantiert, Souveränität? Fehlanzeige. Das 4:2 gegen Union Berlin zeigt einmal mehr, was dem BVB noch fehlt, um den FCB ernsthaft anzugreifen.

Der fünfte Bundesliga-Auftritt von Borussia Dortmund, er war wieder mal ein Fest für Fußball-Fans. Sechs Tore gab es dieses Mal zu bestaunen, darunter ein Traum-Volley von Raphael Guerreiro und ein spektakulärer Heber von Urgewalt Erling Haaland.

Der BVB macht Spaß. Dortmunds Offensive macht Spaß. 17 Tore hat Schwarz-Gelb bereits auf dem Konto, sieben davon steuerte allein Publikumsliebling Haaland bei.

BVB gibt komfortable Führung unnötig aus der Hand

Mit der weißen Weste wurde es dagegen wieder nichts. Zweimal musste Keeper Gregor Kobel hinter sich greifen und Dortmund somit beim Stand von 3:2 nochmal richtig zittern. Und das obwohl der BVB mit einem 3:0 komfortabel in Führung gegangen war.

Erneut hat es die Mannschaft von Marco Rose nicht geschafft, ein Spiel souverän zu Ende zu bringen, Nerven gezeigt und eine klare Führung unnötig aus der Hand gegeben. Während Titelkonkurrent Bayern weitermacht, zur richtigen Zeit nachlegt und den Sack zumacht, fehlt es der Borussia über 90 Minuten an Stabilität und Souveränität.

"Nach dem 3:0 waren hier die Dinge klar. Union hatte akzeptiert, dass sie heute verlieren. Wir bringen sie wieder rein, weil wir unseriös und nicht erfolgsorientiert Fußball spielen. Wir kennen die Probleme seit zwei Jahren und drei Monaten - so lange bin ich hier. Aber wir tun uns immer noch schwer, sie abzustellen", haderte Innenveteidiger Mats Hummel nach dem Spiel bei DAZN.

Dortmund-Abwehr trotz Hummels immer noch zu anfällig

Denn die Abwehr bleibt das große Sorgenkind. Machte die Defensive um Rückkehrer Hummels in der ersten Halbzeit über weite Strecken noch einen deutlich sichereren Eindruck als zuletzt, leistete sie sich in Hälfte zwei zu viele Fehler und geriet zunehmend ins Schwimmen. Zu einfach ließ man Union Berlin zurück ins Spiel finden und verteilte Geschenke.

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Dies bemängelte auch BVB-Kapitän Marco Reus nach Abpfiff. "Wir haben es uns heute wieder unnötig schwer gemacht. Wir sind 3:0 vorne und bekommen mal wieder ein dummes Standardgegentor. Das war schon das vierte oder fünfte, daran müssen wir schleunigst arbeiten. Damit bringen wir uns um den verdienten Lohn. Wir müssen cleverer sein und erwachsener spielen", so der 32-Jährige bei DAZN.

Und weiter: "Die Gegentore fallen viel zu leicht, das dürfen wir nicht so einfach zulassen. Das bricht uns sonst irgendwann das Genick. (...) Darüber müssen wir uns unterhalten."

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Erling Haaland hat dem BVB einmal mehr drei Punkte gesichert. In einer wackeligen Schlussphase sorgt die Tormaschine für die Entscheidung - ein Konzept, das nicht immer aufgehen wird (Video-Länge: 45 Sekunden).

"Immer ein Tor mehr"-Konzept geht langfristig nicht auf

Denn auch Borussia Dortmund weiß: Die Taktik, immer ein Tor mehr zu schießen als der Gegner, wird über eine ganze Saison nicht zum Erfolg führen. Nicht immer wird ein Geniestreich von Haaland & Co. reichen, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Die Dortmunder brauchen Stabilität, Reife und Nervenstärke will man dem FC Bayern im Titelrennen Paroli bieten. Sonst gibt es in dieser Saison zwar weiter Spektakel in Dortmund, aber keine Meisterschaft.

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