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Schalke 04 News: Niederlage gegen den KSC offenbart Einstellungsproblem

Trotz Teroddes Traum-Quote: Schalke hat ein 100-Prozent-Problem

Robin Schmidt

19.09.2021 | 13:31 Uhr

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Fehlt dem FC Schalke das Selbstvertrauen? Laut Sky Reporter große Schlarmann müsse Schalke öfter mit breiter Brust auftreten (Videolänge: 1:24 Min.).

Der FC Schalke 04 kassiert im Heimspiel gegen den Karlsruher SC einen weiteren Dämpfer. Dabei offenbaren die Knappen wieder einmal alte Schwächen, die den Aufstiegsplan gefährden - trotz der herausragenden Quote von Simon Terodde.

Ausgerechnet ein Sonntagsschuss versetzte die Veltins-Arena am Freitagabend in Schockstarre. Mit einem Traumtor aus rund 22 Metern ins linke obere Eck sorgte Marvin Wanitzek in der 88. Minute für den überraschenden KSC-Sieg gegen Schalke, das ab der 73. Minute nach der Roten Karte für Kapitän Victor Palsson in Unterzahl agieren musste.

"Es ist extrem ärgerlich, dass wir erneut kurz vor Schluss ein Gegentor kassiert haben. Das müssen wir in den Griff bekommen", forderte ein geknickter Marius Bülter nach dem Schlusspfiff.

Bereits in den Heimspielen gegen den Hamburger SV (1:2 in der 86. Minute und 1:3 in der 90. Minute) sowie Erzgebirge Aue (1:1 in der 86. Minute) kassierte der Bundesliga-Absteiger späte Gegentore und verlor dadurch wertvolle Punkte, die im Aufstiegskampf noch weh tun könnten.

Alte Schwächen kosten Schalke Punkte

Zwar verfügt das neue Schalke über eine hohe individuelle Qualität und kämpft, rennt und malocht zur Freude der Fans, doch schon in der frühen Phase der Saison wird deutlich, dass diese Eigenschaften allein am Ende nicht für den Aufstieg reichen werden. Dieser bitteren Wahrheit müssen die Gelsenkirchener ins Auge blicken.

Nur zehn von möglichen 21 Punkten sowie magere vier Zähler aus vier Heimspielen sind deutlich zu wenig für einen Aufstiegsanwärter. Dazu kommen alte Defizite, die auch Trainer Dimitrios Grammozis in seiner Amtszeit immer noch nicht beheben konnte - wie zum Beispiel die Anfälligkeit bei Standards.

Gegen den KSC kassierten die Königsblauen erneut ein Gegentor nach einem ruhenden Ball - und das nach nur 50 Sekunden. Auch wenn Torhüter Ralf Fährmann beim Aufsetzer von Choi eine unglückliche Figur machte und den Ball ins eigene Tor bugsierte, darf der Südkoreaner niemals so frei zum Schuss kommen.

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Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis bedauert den frühen Rückstand gegen den KSC und glaubt, dass seine Mannschaft nicht voll konzentriert war (Videolänge: 0:34 Min.).

Schalke hat ein Einstellungsproblem

Grammozis sprach anschließend von fehlender Konzentration. Eine alarmierende Aussage, zumal Schalke um die Standardstärke der Gäste wusste. "Wir haben nicht diese Energie von Anfang an ins Spiel gebracht wie der Gegner", fügte der der 43-Jährige hinzu und auch Bülter monierte: "Wir haben uns viel vorgenommen, das aber nicht zu 100 Prozent auf den Platz gebracht."

Diese besagten 100 Prozent müssen die Knappen aber von Woche zu Woche abrufen, denn für die Kontrahenten wie Karlsruhe oder Aue sind die Spiele gegen den Bundesliga-Absteiger die absoluten Highlights der Saison. "Schalke wird nicht funktionieren, wenn sie nur einen halbwegs normalen Tag haben. Der Gegner brennt und der Zirkus ist in der Stadt, wenn Schalke kommt. Das war hier allen klar", bringt es Sky Reporter Dirk große Schlarmann treffend auf den Punkt und weiter: "Das ist dann auch ein Trainerproblem, wenn er die Mannschaft nicht richtig eingestellt bekommt."

Ausgerechnet in dieser Phase droht auch noch ein Leader-Notstand. Palsson ist gesperrt und eine Rückkehr des verletzten Kapitäns Danny Latza bereits zum nächsten Spiel bei Hansa Rostock gilt als unwahrscheinlich. Darüber hinaus ist der "deutliche Schritt nach vorne", den Grammozis mit seinem Team in der Länderspielpause ins Visier nehmen wollte, noch nicht wirklich zu erkennen.

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Nach der Roten Karte für Palsson ruht die Hoffnung wieder auf Latza. Fehlt Schalke ein Leader? (Videolänge: 1:23 Min.)

Bülter: "War kein gutes Spiel von uns"

Zwar hatte Schalke gegen den KSC ein statistisches Übergewicht, doch wirklich zwingende Torchancen blieben trotz der Überlegenheit aus. "Wir waren nicht so druckvoll, dass wir kurz davor waren, das Spiel zu drehen", räumte auch Bülter ein und resümierte: "Insgesamt war es kein gutes Spiel von uns."

Ein Grund dafür ist, dass sich spielerische Lösungen nach wie vor als zähe Angelegenheit entpuppen. Die beiden Tore gegen Paderborn und Karlsruhe waren eher Zufallsprodukte als schön herauskombiniert und den beherzten Einsätzen von Bülter bzw. Darko Churlinov sowie der herausragenden Abschlussqualität von Simon Terodde geschuldet.

Ein Terodde ist zu wenig für Schalke

Der 33-Jährige erfüllt seinen Auftrag als Torgarant in zuverlässiger Manier. Gegen des KSC erzielte er bereits sein achtes Saisontor, an zehn der elf Schalker Saisontore war er direkt beteiligt. Insgesamt war es sein 150. Zweitliga-Treffer, bis zum aktuellen Rekordhalter Dieter Schatzschneider fehlen ihm nur noch drei weitere Tore.

Gegen Rostock will Terodde seine Rekordjagd fortsetzen, anschließend warten der FC Ingolstadt (H), Hannover 96 (A) und Dynamo Dresden (H). Der S04 benötigt aus diesen Partien schon zehn bis zwölf Punkte, um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden und den Aufstiegsplan nicht weiter zu gefährden. Doch dafür braucht es eine hundertprozentige Einstellung - von Beginn an.

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