Rummenigge kündigt Gespräche mit Bayern-Star Harry Kane an
Der 100-Millionen-Euro-Transfer von Harry Kane hat sich für den FC Bayern als gutes Geschäft erwiesen. 2027 läuft der Vertrag des Engländers aus. Es soll aber nicht das Ende in München sein.
27.04.2026 | 09:38 Uhr
Der frühere Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat konkrete Vertragsgespräche des FC Bayern München mit Torjäger Harry Kane nach dem Saisonende angekündigt.
Und dann gibt es für den deutschen Meister nur eine Stoßrichtung: "Mit dem klaren Ziel, seinen Vertrag zu verlängern", sagte Rummenigge im Interview mit dem Internetportal t-online.
Kane war im Sommer 2023 für die Münchner Rekordablöse von 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur verpflichtet worden. In 141 Spielen für den FC Bayern hat der Kapitän der englischen Nationalmannschaft 138 Tore erzielt.
"Harry Kane zu holen, war ein wichtiger Coup"
"Harry Kane zu Bayern München zu holen, war ein wichtiger Coup in der Geschichte des Klubs", sagte der langjährige Vorstandsvorsitzende Rummenigge (70), der dem Aufsichtsrat des FC Bayern angehört, vor den Halbfinalspielen in der Champions League gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain.
"Es ist ja bekannt, dass er eine Ausstiegsklausel hatte. Die hat er nicht gezogen und damit signalisiert, dass er auf jeden Fall in München bleibt. Und jetzt werden die zuständigen Verantwortlichen im operativen Bereich - so ist das besprochen - irgendwann nach der Saison Gespräche mit ihm führen."
Unter Trainer Vincent Kompany habe Kane noch einmal "eine Transformation" vollzogen, erklärte Rummenigge. Und zwar von einem Angreifer, der viele Tore geschossen habe zu einem "spielenden Stürmer". Und das sei für das Bayern-Spiel "sehr wichtig".
Wichtig ist für die Münchner auch Michael Olise. Rummenigge erklärte den 24 Jahre alten französischen Nationalspieler quasi für unverkäuflich. Man habe bei den Bayern mal entschieden, dass "wir in Zukunft keinen Spieler mehr verkaufen werden, den wir sportlich vermissen würden. Und dieses ungeschriebene Gesetz gilt bis heute. Für einen Spieler wie Olise gibt es kein Preisschild, das uns zucken lassen würde."
Rummenigge lobt Nachfolger Dreesen
Rummenigge äußert in dem Interview zudem höchste Wertschätzung für den aktuellen Vorstandschef Jan-Christian Dreesen (58), der im Mai 2023 Oliver Kahn nachfolgte. "Im Nachhinein muss man sagen, man hätte ihn von Anfang an als meinen Nachfolger installieren sollen", sagte Rummenigge. Über viele Jahre hatte er mit Finanzfachmann Dreesen im Vorstand zusammengearbeitet.
Dreesens Vertrag läuft in einem Jahr aus, die Zeichen stehen aber längst auf Verlängerung. "Der Verein darf sich jetzt wieder glücklich schätzen. Jan hat in den letzten zwei Jahren auch extrem an den Finanzen gearbeitet, denn wir waren bei der Payroll auf dem völlig falschen Weg - und sind jetzt wieder auf dem richtigen. Dazu ist in den Verein auch dank ihm wieder Ruhe eingekehrt."
Rückkehr von Müller?
Für Karl-Heinz Rummenigge ist eine mögliche Rückkehr von Thomas Müller zum FC Bayern aktuell noch kein Thema. "Im Moment gibt es gar nicht so viel Kontakt", sagte der langjährige Vorstandschef der Münchner über den 2014er-Weltmeister, "es nützt nichts, ihn jetzt mit der Karotte zu locken."
Müller, der seit seinem Abschied von den Bayern in der Major League Soccer (USA) für die Vancouver Whitecaps spielt, könnte nach dem Ende seiner Fußballkarriere die Chance erhalten, in anderer Funktion für die Münchner zu arbeiten. Zuletzt wollte der 36-Jährige ein Engagement zumindest nicht ausschließen. "Was seine Zukunft betrifft, muss er sich darüber im Klaren sein, was er will", so Rummenigge. Eine Entscheidung müsse "einfach bei ihm reifen".
Eine Aufgabe beim Rekordmeister sei allerdings "unglaublich anspruchsvoll. Diesen Job kann nur machen, wer bereit ist, 24/7 zu arbeiten", sagte Aufsichtsratsmitglied Rummenigge: "Jeder, der glaubt, man kann das so nebenbei machen, mal zwischendurch ein paar Interviews geben und praktisch nur durch Kommunikation die Dinge bewältigen, der liegt völlig falsch."
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