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Real Madrid: Asllani erhebt schwere Vorwürfe gegen Klub-Bosse

"Klub in falschen Händen": Real-Spielerin kritisiert Bosse scharf

Kosovare Asllani
Image: Kosovare Asllani kritisiert Real Madrid.  © Imago

Die schwedische Nationalspielerin Kosovare Asllani hat kurz vor ihrem Abschied von Real Madrid schwere Vorwürfe gegen die Klub-Verantwortlichen der Königlichen gerichtet.

"Der Klub liegt mir sehr am Herzen, aber ich habe das Gefühl, dass er in den falschen Händen ist", sagte die Stürmerin im Gespräch mit dem schwedischen Medium SportExpressen.

Asllani, die Real im Sommer nach drei Jahren verlassen wird, wurde noch deutlicher und beschuldigte den Klub sogar, fahrlässig mit der Gesundheit der Spielerinnen umgegangen zu sein: "Es ist schwierig, ins Detail zu gehen. Ich denke, es gibt im Klub eine Kultur, die für die Spielerinnen nicht gesund ist. Ich habe das selbst erlebt. Man hat mich fast gezwungen, verletzt zu spielen und ich habe keine Hilfe bekommen", erklärte die 32-Jährige.

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Asllani: "Vorstand nicht auf die Mediziner gehört"

Die Schwedin legte nach: "Der Vorstand hat nicht auf die Mediziner gehört. Am Ende war es eine Entscheidung, die ich treffen musste, um eine längere sportliche Karriere zu haben. Das Umfeld für die Spielerinnen wurde sehr ungesund und gefährlich."

Abschließend sagte Asllani, die sich gerade mit ihrer Nationalmannschaft auf die Frauen-EM in England (6. Juli - 31. Juli) vorbereitet: "Ich denke, ich habe von Anfang an viel für den Verein getan, aber ich habe gesehen, dass er die Spielerinnen in all diesen Jahren nicht gut behandelt hat. Es hat viele Fälle gegeben. Für mich ist es wichtig, meine Meinung zu äußern, da es sonst niemand getan hat."

Asllani habe versucht, "Dinge zu ändern, aber die Atmosphäre, die dort geschaffen wurde, ist schlecht." Es sei "kein Zufall, dass ich mich dort verletzte und einen Rückschlag erlitt." Denn, so Asllani, man werde ständig gezwungen, "verletzt oder krank zu spielen. Das ist kein gesundes Umfeld."

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