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Premier League News: Jürgen Klopp mit FC Liverpool auf Sparkurs

Transfer-Wahnsinn auf der Insel: Klopp & Reds gehen Sonderweg

Thomas Goldmann

28.08.2021 | 09:08 Uhr

Jürgen Klopp und der FC Liverpool halten sich mit Investitionen in neue Spieler zurück.
Image: Jürgen Klopp und der FC Liverpool halten sich mit Investitionen in neue Spieler zurück.  © DPA pa

Der FC Liverpool bindet seine Leistungsträger langfristig. Damit geht der Klub von Jürgen Klopp einen etwas anderen Weg.

Virgil van Dijk, Alisson Becker, Fabinho, Trent Alexander-Arnold und Andrew Robertson - der FC Liverpool macht Nägel mit Köpfen. In den letzten Wochen haben die Reds gleich fünf Leistungsträger langfristig an sich gebunden und mit neuen Verträgen ausgestattet.

Verlängern statt kaufen heißt die Devise beim Verein von Jürgen Klopp. Liverpool fährt eine etwas andere Strategie als viele Konkurrenten in der Premier League. Das verdeutlicht ein Blick auf die Transferbilanz der englischen Top-Klubs.*

Liverpool auf Sparkurs

Arsenal (147 Millionen), Manchester City (127,50 Millionen), Manchester United (125 Millionen), der FC Chelsea (115 Millionen) und sogar Aston Villa (105,60 Millionen) haben alle mehr als 100 Millionen für neue Spieler in diesem Sommer ausgegeben.

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Liverpool ist in diesem Ranking erst auf Platz zehn zu finden. Der Klopp-Klub hat lediglich 40 Millionen Euro investiert. Für diese Summe haben die Reds Ibrahima Konate von RB Leipzig verpflichtet. Ansonsten kamen keine namhaften Neuzugänge.

"Können nicht Geld ausgeben, das wir nicht haben"

Klopp verteidigte den Sparkurs der Reds zuletzt vehement. "Wir können nicht Geld ausgeben, das wir nicht haben", meinte der frühere BVB-Trainer auf einer Pressekonferenz.

Transfers - wie die von Jack Grealish oder Romelu Lukaku - im dreistelligen Millionenbereich oder auch den Wechsel von Jadon Sancho zu Manchester United kann Klopp nur mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehmen.

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"Ich weiß nicht, wie United macht, was sie machen. Wir haben offensichtlich unsere eigene Weise, dies zu handhaben", kommentierte der Coach.

Top-Klubs mit Spendierhosen

Zwar gehört Liverpool auch vermögenden Besitzern aus den USA, doch bei denen scheint das Geld nicht so locker zu sitzen wie bei Chelsea-Boss Roman Abramovich, den Investoren von Manchester City aus Abu Dhabi oder den Glazers bei Manchester United.

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Vor dem Spiel des FC Liverpool gegen den FC Burnley singen die Fans ''You'll Never Walk Alone''. (Videolänge: 56 Sekunden)

"Bei ihnen gibt es offentsichtlich keine Grenzen, aber wir haben Grenzen und wir waren in den vergangenen zwei Jahren ziemlich erfolgreich. Das sollten wir nochmal versuchen und nicht die Ausrede nutzen, dass wir diesen oder jenen Spieler nicht verpflichtet haben, wenn wir ein Spiel verlieren. Das wird nicht der Fall sein", sagt Klopp.

Guardiola kontert Klopp

Der Konter der Konkurrenz lies nicht lange auf sich warten. Pep Guardiola verteidigte die hohen Ausgaben von Manchester City. "Was ist daran das Problem? Wir haben Grenzen durch Financial Faiplay und wenn sie nicht übereinstimmen, können sie vor Gericht gehen und ihr Statment dazu abgeben", meinte Guardiola auf einer Pressekonferenz.

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Liverpool nutzt das Geld lieber, um Leistungsträger langfristig an den Klub zu binden. Mit Georginio Wijnaldum haben die Reds zwar einen Schlüsselspieler in diesem Sommer ablösefrei an Paris Saint-Germain verloren, doch bei Alisson (bis 2027), van Dijk (bis 2025), Fabinho (bis 2026), Alexander-Arnold (bis 2025) und Robertson (bis 2026) konnten die Verträge vorzeitig verlängert werden.

Bindet Liverpool weitere Top-Stars?

Hinter den Kulissen dürften die Reds weiter fieberhaft daran arbeiten, Verträge zu verlängern. Die Arbeitspapiere von Jordan Henderson, Roberto Firmino, Mohamed Salah, Sadio Mane und Naby Keita laufen 2023 aus. Sollten sich die genannten Stars gegen einen Verbleib entscheiden, ließe sich nur noch im kommenden Sommer Geld mit einem Verkauf verdienen, andernfalls droht im Sommer 2023 ein ablösefreier Abgang.

Und auch jetzt könnte Liverpool noch Verstärkungen gebrauchen - vor allem im Mittelfeld, um den Abgang von Wijnaldum zu kompensieren. Doch bislang hat sich nicht viel getan. Guardiola verwundert die Sparpolitik des Konkurrenten.

Guardiola rätselt über Sparpolitik

"Wenn sie nicht mehr ausgeben wollen, dann vielleicht, weil sie glauben, dass sie es nicht brauchen oder weil die Eigentümer es nicht wollen. Ich weiß es nicht", meint Guardiola.

Klopp hat da einen anderen Ansatz. Er setzt auf interne Lösungen, um Wijnaldum zu ersetzen. "Wir haben schon noch Mittelfeldspieler: Curtis Jones, auf den wir große Stücke setzen, Naby Keita ist da, Thiago, Jordan Henderson und Fabinho haben heute gefehlt", erklärte Klopp vor rund einem Monat im Rahmen eines Testspiels am Sky Mikro.

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FC Liverpool: Teammanager Jürgen Klopp über den Transfermarkt, die Zukunft von Loris Karius und eine mögliche Vertragsverlängerung von Alisson Becker. (Videolänge: 1:38 Minuten)

Liverpool auf dem richtigen Weg?

"Gini als Typ zu ersetzen, wird ganz schwierig, aber das müssen wir hinkriegen und auf dem Platz müssen wir das natürlich auch. Das ist auch eine Herausforderung. Aber auch das werden wir irgendwie hinbekommen", meint der Coach.

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Premier League, 2. Spieltag: Teammanager Jürgen Klopp und der FC Liverpool haben den nächsten Pflichtsieg in der Premier League eingefahren. Die Reds setzten sich an der Anfield Road gegen den FC Burnley durch. (Videolänge: 3:06 Minuten)

Dass der eingeschlagene Weg von Liverpool durchaus erfolgsversprechend ist, zeigt der Saisonstart. Die Reds sind mit zwei Siegen gegen Norwich City und den FC Burnley gestartet. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte Klopp mit seiner Sparpolitik am Ende als großer Gewinner dastehen.

*Datenquelle: transfermarkt.de

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