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Premier League: Die Gründe für den Höhenflug des FC Arsenal

Arsenals Höhenflug: Jugendliche Stabilität & ein Hauch von Guardiola

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Teammanager Arteta nach dem Sieg von Arsenal über Brentford.

Der FC Arsenal präsentiert sich so stark wie lange nicht. Die Gründe für den Höhenflug sind vielseitig. Reicht es endlich für den großen Wurf?

Es läuft bereits die zweite Minute der Nachspielzeit im Spiel beim FC Brentford, als Arsenal-Trainer Mikel Arteta den jungen Ethan Nwaneri einwechselt und damit Geschichte schreibt: Der offensive Mittelfeldspieler avanciert damit im Alter von 15 Jahren und 181 Tagen zum jüngsten Spieler der Premier-League-Historie.

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Arsenals Ethan Nwaneri wurde gegen den FC Brentford mit 15 Jahren und 181 Tagen zum jüngsten Spieler der Premier-League-Geschichte.

Arsenal-Talent Nwaneri schreibt Geschichte

"Es war ein reines Bauchgefühl. Ich habe den Jungen getroffen und was ich gesehen habe, gefiel mir sehr gut", begründete Arteta die Einwechslung. Der Sieg der Gunners stand ohnehin schon fest, Arsenal gewann 3:0 und eroberte die Tabellenführung zurück. Neben dem sechsten Dreier im siebten Spiel feierten die Anhänger auch ihr neues Juwel, das sich aus Jugendschutzgründen gar in einer anderen Umkleidekabine umziehen musste.

Per Mertesacker, ehemaliger Arsenal-Spieler und heutiger Leiter der Nachwuchs-Akademie, legte zuvor ein gutes Wort für ihn ein: "Per hat mir von ihm erzählt", sagte Arteta: "Er hat ein paar Mal bei uns mittrainiert und es verdient. Wegen der vielen Verletzten haben wir entschieden, ihn zu bringen." Der spanische Trainer zeigte sich am Ende zufrieden: "Nwaneri hat es großartig gemacht. Er ist so ein großes Talent, das wir bei uns behalten wollen."

Eine Entscheidung, die den neuen Weg des FC Arsenal allerdings ganz gut beschreibt.

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Premier League, 8. Spieltag: Der FC Arsenal hat ohne große Mühe die Tabellenführung zurückerobert. Gegen den FC Brentford gewannen die Gunners souverän mit 3:0.

Talentschmiede Arsenal

Arteta arbeitet gerne mit Rohdiamanten und bindet diese regelmäßig in den Kader ein - oder lässt einfach stürmen. Ein Weg, der früher oder später Früchte trägt, wie die jüngsten Beispiele gezeigt haben: So trumpft zum Beispiel Akademie-Spieler Bukayo Saka mit vier Assists und einem Treffer groß auf und ist auf dem besten Weg, ein absoluter Top-Star zu werden.

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Auf Linksaußen sorgt zudem mit Gabriel Martinelli ein weiterer Youngster für Furore. Der Brasilianer hat sich mit seinen einzigartigen Tempo-Dribblings längst in die Herzen der Fans gespielt und ist im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal deutlich torgefährlicher geworden. Martinelli traf dreimal, ist damit geteilt mit Martin Ödegaard der zweitbeste Torschütze der Arteta-Elf.

Die jungen Spieler erhalten von ihrem Teammanager aber auch das Vertrauen, mannschaftspolitisch einzugreifen und in der Rangordnung aufzusteigen. So überrascht Artetas Entscheidung, den erst 23-jährigen Ödegaard vor der Saison zum Kapitän zu ernennen, keineswegs.

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Leitwölfe in der Schaltzentrale

Die Super-Talente können sich zudem offensiv austoben, da sie den Rücken von der erfahrenen Schaltzentrale gestärkt bekommen. Der viel kritisierte Ex-Kapitän Granit Xhaka hat sich wieder zu einer festen Größe entwickelt und kann nicht nur starke Zweikampfstatistiken vorweisen. Der ehemalige Mittelfeld-Motor von Borussia Mönchengladbach überzeugt auch als Scorer (ein Tor, drei Assists).

Thomas Partey liefert - wenn er fit ist - ebenfalls konstant gute Leistungen. Der 50-Millionen-Euro-Mann von Atletico Madrid verpasste drei Spiele aufgrund einer Oberschenkelverletzung, hat sich gegen Brentford aber wieder bravourös zurückgemeldet. Während seiner Abstinenz vertrat ihn der 22-jährige Belgier Albert Sambi Lokonga mehr als ordentlich.

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Endlich funktioniert die Defensive

In den vergangen Jahren sind die Gunners regelmäßig belächelt worden - vor allem aufgrund ihrer anfälligen Defensive. Nun scheint Arteta dieses Problem in den Griff bekommen zu haben. Auffällig ist auch hier, dass kein Abwehrspieler mehr als 25 Jahre Lebenserfahrung mitbringt.

Der spanische Trainer setzt in der Innenverteidigung auf William Saliba (21) und Gabriel (24), die zudem von Ben White (24) unterstützt werden. Bernd-Leno-Nachfolger Aaron Ramsdale (24) ist die Zukunft im englischen Kasten und ist seit seiner Ankunft ein starker Rückhalt. Auf der linken Seite überzeugt ManCity-Neuzugang Oleksandr Zinchenko (25) ohne jegliche Anlaufschwierigkeiten.

Transfer-Volltreffer statt Millionen-Flops

Apropos Neuzugänge: Das Scouting-System der Gunners funktioniert wieder bestens. Millionen-Flops a la Nicolas Pepe (80 Millionen Euro) bildeten in der jüngeren Vergangenheit eher die Ausnahme. Vor allem in diesem Sommer überzeugten die Verantwortlichen einer klugen Transferstrategie: Zinchenko schloss die Lücke auf der Linksverteidigerposition, Porto-Neuzugang Fabio Vieira lieferte zuletzt in Abwesenheit von Martin Ödegaard starke Leistungen und mit Gabriel Jesus war das fehlende Puzzle-Teil und der gewünschte Top-Stürmer gefunden.

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Trotz zwischenzeitlicher Tiefs haben die Gunners Arteta stets das Vertrauen ausgesprochen und an ihm festgehalten. Andere Top-Teams hätten ihn nach zwei aufeinanderfolgenden achten Plätzen (19/20 und 20/21) schon längst gefeuert. Das wird nicht nur durch die Entlassungen von Thomas Tuchel (FC Chelsea) und Ole Gunnar Solskjaer (Manchester United) deutlich.

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Ein Hauch von Guardiola

Ein Vertrauensbeweis, der sich auch tabellarisch ausgezahlt hat. Arteta steht nun ein wettbewerbsfähiger und vor allem breiter Kader zur Verfügung, mit dem er seine Spielphilosophie zelebrieren kann: Dominant und ballbesitzorientiert - wie er einst als Co-Trainer unter Pep Guardiola bei Manchester City (201 Spiele zwischen 2016 und 2019) gelernt hat - aber auch überfallartig im Umschaltverhalten über seine pfeilschnellen Außenspieler.

Drei Jahre nach seinem City-Abgang duelliert sich Arteta mit seinem Mentor um die Spitze der Premier League. Das direkte Aufeinandertreffen steht in dieser Saison allerdings noch aus. Es ist nach dem Tod von HM Queen Elizabeth II und aufgrund der daraus resultierten Verlegung des Europa-League-Spiels gegen die PSV Eindhoven verschoben worden.

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Premier League, 6. Spieltag: Manchester United hat den vierten Liga-Sieg in Serie gefeiert und Arsenal die erste Niederlage zugefügt.

Mehr als nur ein Geheimtipp?

Arteta ist mit dem FC Arsenal in die vierte Saison gegangen. So stark wie aktuell waren die Gunners allerdings schon lange nicht mehr. Die Fans träumen vom großen Wurf und der ersten Meisterschaft seit 2004. Damals triumphierte die wohl beste Arsenal-Mannschaft der Geschichte vor dem FC Chelsea und Manchester United: Trainer-Legende Arsene Wenger führte sein starbesetztes Team um Thierry Henry, Robert Pires und Jens Lehmann zum 13. Meistertitel - ohne dabei ein einziges Spiel verloren zu haben.

Dieses historische Kunstwerk ist für die Arteta-Elf in dieser Spielzeit zwar nicht mehr zu erreichen, da sie gegen Manchester United im Old Trafford verloren haben. Dennoch scheint klar: Können die Gunners ihre Form aufrechterhalten, sind sie mehr als nur ein Geheimfavorit auf den Titel…

Mehr zum Autor Nico Ditter

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