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Premier League: Arsenal will zurück in die Champions League - Neuzugänge machen Hoffnung

Transferoffensive & ein Hauch von Pep: Arsenal will wieder nach oben

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Der FC Arsenal im Transfercheck.

Nach Jahren der Tristesse herrscht beim FC Arsenal wieder Aufbruchstimmung. Der aktuelle Transfersommer sowie die jüngsten Auftritte lassen die Träume rund ums Emirates Stadium reifen. Für den ganz großen Wurf wird es allerdings wohl (noch) nicht reichen.

Die vergangene Saison endete mit einer großen Enttäuschung für den FC Arsenal. Einmal mehr. Für die Londoner reichte es nur zu Platz fünf. Damit verpassten die Gunners den Einzug in die Champions League. Sechs Jahre ist es nun schon her, als Arsenal zuletzt in der Königsklasse vertreten war. Die letzte Meisterschaft liegt bereits 19 Jahre zurück.

Seit geraumer Zeit läuft das einstige Londoner Schwergewicht nicht nur international der Musik hinterher, der Glanz aus den frühen 2000er Jahren unter Trainer-Legende Arsene Wenger ist längst verblasst.

Premier League Tabelle
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Arsenal beeindruckt in der Vorbereitung

Hoffnung auf erfolgreichere Zeiten machten den Arsenal-Anhängern nun aber die vergangenen Wochen. Das Team legte eine fulminante Vorbereitung hin. Höhepunkt war sicher das 6:0-Feuerwerk gegen den FC Sevilla, als Arsenal das spanische Topteam in seine Einzelteile zerlegte. Zuvor nahm man bereits den FC Chelsea nach allen Regeln der Kunst mit 4:0 auseinander.

Auch der Start in die Premier League glückte. Nach dem 2:0 zum Auftakt bei Crystal Palace folgte am vergangenen Wochenende ein überzeugendes 4:2 gegen Leicester City. Neben Arsenal gewann lediglich Manchester City seine ersten beiden Partien in der neuen Saison.

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Premier League, 2. Spieltag: Der FC Arsenal hat eine perfekte Bilanz vorzuweisen. Unter anderem durch zwei Tore von Gabriel Jesus gewannen die Gunners gegen Leicester City.

Arsenal will wieder Champions League spielen

"Wir wollen den Klub auf das nächste Level bringen und uns wirklich mit den Top-Teams messen", sagte Trainer Mikel Arteta zuletzt: "Dafür müssen wir in der Champions League spielen."

Dass der Spanier die Messlatte ein gehöriges Stück höher legte, ist die Folge der beachtlichen Deals in der jüngeren Vergangenheit. Nachdem die Gunners in der vergangenen Saison mit 167,5 Millionen Euro so viel investierten, wie kein anderes Team in Europa, wurde der Kader auch in der aktuellen Transferperiode noch einmal kostspielig verstärkt. 132 Millionen Euro* nahmen die Londoner in die Hand und die Transferaktivitäten sind noch nicht zu Ende. Das Arteta-Team würde sich gerne noch im rechten Mittelfeld verstärken.

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Gabriel Jesus macht Arsenal-Fans Freude

Den Großteil ihrer aktuellen Transferausgaben überwies der Klub bislang an Manchester City. Mit Gabriel Jesus (52 Millionen Euro) holte Arsenal sich einen neuen Stürmer, zudem kam mit Oleksandr Zinchenko (35 Millionen Euro) der gewünschte Linksverteidiger.

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Allen voran Jesus macht den Fans Freude. In den fünf Testspielen erzielte er schon sieben Tore, traf zuletzt auch doppelt gegen Leicester. Das ist durchaus eine Ansage und deutet vehement darauf hin, dass Arsenal nicht nur erneut tief in die Tasche gegriffen hat, sondern dabei diesmal auch ziemlich intelligent vorgegangen ist. Schon jetzt, so sollte man meinen, hat Jesus seine Ablöse mehr gerechtfertigt, als das Rekordtransfer Nicolas Pepe mit seinen 80 Millionen je gelungen ist.

Kader bleibt beisammen

Neben Jesus und Zinchenko hat Arteta mit Fabio Vieira (FC Porto, 40 Millionen), der sich vielleicht noch an die Premier League gewöhnen muss, aber schon einiges an Qualität mitbringt, und dem 19-jährigen Talent Marquinhos (FC Sao Paulo, 3,5 Millionen) weitere Angreifer, die den Kader in puncto Durchschlagskraft verstärken können. Dazu kommen junge Spieler wie Bukayo Saka oder auch Gabriel Martinelli, die ihre Klasse bereits unter Beweis stellen konnten.

Wirklich "verloren" haben die Gunners in der Offensivabteilung nur Alexandre Lacazette, der ablösefrei zurück nach Lyon ging.

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Zwar ist der Kader noch immer aufgebläht, der Aufschwung ist jedoch spürbar. Die jungen Wilden glänzen mit "high intensity football", wie es auf der Insel heißt: Ballbesitz, hohes Pressing, viel Gegenpressing.

Arteta Abziehbild von Vorbild Guardiola

Deutlich wird, dass Arsenal mit Arteta ein wenig das Abziehbild von Manchester City und Pep Guardiola ist. Stichwort Ballbesitzfußball. Kein Wunder, lernte der Trainer doch jahrelang als Assistent von seinem Vorbild. In den kommenden Monaten und Jahren wollen sich die Gunners auch leistungsmäßig an den Skyblues orientieren. Ob das funktionieren wird, bleibt abzuwarten.

Denn so groß das Potenzial in der Offensive ist, die Defensive sowie die Mittelfeldzentrale um Granit Xhaka oder Thomas Partey dürfte dem ein oder anderen Arsenal-Fan ein wenig Bauchschmerzen bereiten. Die große Verstärkung auf dem Transfermarkt gab es für diese Mannschaftsteile nicht.

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Defensive bereitet Bauchschmerzen

Mit Leih-Rückkehrer William Saliba (21, zuletzt in Marseille) hat der Vorjahres-Fünfte aber quasi immerhin einen neuen Mann für die Innenverteidigung hinzubekommen. Ben White, der Arsenal vergangenen Sommer über 50 Millionen Euro wert gewesen war, rückt nach rechts.

Mit ihrem neuen Kapitän Martin Ödegaard sollte Arsenal wieder in der Lage sein, ein Wörtchen um die ersten vier Plätze mitzureden. Der Titel bleibt für die Gunners, denen die Konstanz über 38 Spieltage wohl noch nicht zuzutrauen ist, vorerst aber außer Reichweite.

Das liegt auch an der Konkurrenz und deren Qualität. Selbst wenn Arsenal mit den Stadtrivalen Chelsea und Tottenham mithalten kann, wäre es dennoch vermessen, mehr als auf den vierten Platz zu schielen. Denn ManCity und Liverpool sind den Nordlondonern noch immer voraus. Vielleicht sogar weit voraus.

Mehr zum Autor Fabian Schreiner

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Quelle transfermarkt.de

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