Parallelen zu Marmoush! Das zeichnet Eintracht-Neuzugang Arnaud Kalimuendo aus
Die Frankfurter wollen es wissen und haben es auf dem Winter-Transfermarkt ordentlich krachen lassen. Vor allem im Sturm kann sich Trainer Dino Toppmöller auf neue Optionen freuen.
12.01.2026 | 22:07 Uhr
Neben Younes Ebnoutalib soll in Abwesenheit des verletzten Jonathan Burkardt Premier-League-Neuzugang Arnaud Kalimuendo für Furore sorgen.
Was für ein Einstand!
Es lief die 63. Spielminute in Frankfurt am Freitagabend als Arnaud Kalimuendo erstmals den Rasen im Deutsche Bank Park betrat. Nur acht Minuten später kam der 23-Jährige im Mittelfeld an den Ball und verschaffte sich mittels einer geschickten Körpertäuschung Platz und Zeit. Kalimuendo hob den Kopf, erblickte Younes Ebnoutalib in der Ferne und bediente diesen mit einem perfekten Traumpass.
Zwei Jahre lang hatte Frankfurt am Angreifer gebaggert, nun ist die Sturmhoffnung endlich da und zeigte gleich, dass sich das Warten der SGE gelohnt haben dürfte, auch wenn Kalimuendo "nur" auf Leihbasis von Nottingham Forest gekommen ist.
Toppmöller schwärmt vom Neuzugang
Gleich mit seinem ersten Auftritt brachte der Torjäger Trainer Dino Topmmöller ins Schwärmen. "Man hat von ihm eine gute Aktivität gesehen, ein gutes Spielverständnis. Wie er das Tor vorbereitet - das war super gemacht. Da können wir uns auf jemanden freuen, der richtig Qualität hat", freute sich der SGE-Chefcoach am Freitagabend bei Sky Sport.
"Mit Arnaud Kalimuendo verpflichten wir einen Stürmer, der trotz seines jungen Alters bereits auf konstant hohem Niveau in der Ligue 1 gespielt hat. Er vereint Tempo, Tiefenläufe und Abschlussstärke mit einer sehr hohen Bereitschaft, gegen den Ball zu arbeiten", wurde Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche im Vorfeld der Partei gegen den BVB auf der Vereinsseite zitiert. "Für uns war entscheidend, dass er nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich sehr gut in unsere Mannschaft passt. Arnaud bringt den Ehrgeiz mit, sich weiterzuentwickeln, und wir sind überzeugt, dass er bei uns ein Umfeld vorfindet, in dem er sein Potenzial voll ausschöpfen kann."
Der Mittelstürmer ist bereits der sechste SGE-Neuzugang der Winter-Transferperiode. Zuvor waren Younes Ebnoutalib (SV Elversberg), Ayoube Amaimouni-Echghouyab (TSG Hoffenheim II), Keita Kosugi (Djurgardens IF), Love Arrhov (Brommapojkarna) und Keito Kumashiro (Roasso Kumamoto) an den Main gewechselt. Nach Informationen von Sky Sport zahlt die Eintracht für den Forest-Angreifer eine Leihgebühr von eineinhalb Millionen Euro. Im Anschluss haben sich die Frankfurter eine Kaufoption in Höhe von 27 Millionen Euro gesichert.
Erinnerungen an Marmoush
Kalimuendo - die neue Nummer 25 - gilt nach einer Analyse von CREATEFOOTBALL als moderner und mobiler Stürmer, der sich sehr gut mit einem weiteren Angreifer ergänzt. "Er hat ein sehr gutes Gespür für Räume und ein sehr gutes Gespür in der Box", betonte Frankfurt-Trainer Dino Toppmöller. "Auch da verändert er immer wieder seine Position, um dann ein Tor zu schießen. Er hat eine sehr gute Abschlusstechnik mit links, mit rechts und hat ein sehr gutes Kopfballspiel, obwohl er jetzt nicht der große Wandspieler vorne ist." Auch von seinem Tempo her könne er "dem einen oder anderen weglaufen".
Kalimuendo ist weniger ein Brechertyp, sondern überzeugt als spiel- und laufstarker Neuner. Er erinnert mit seinen Fähigkeiten am ehesten an Omar Marmoush, der bei Eintracht Frankfurt eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat und für 75 Millionen Euro zu Premier-League-Gigant Manchester City gewechselt ist.
Enttäuschende Station in der Premier League
Wie auch Marmoush hatte Kalimuendo in England seine Probleme. Für die "Tricky Trees" kam der französische Angreifer auf gerade einmal 14 Pflichtspieleinsätze (zwei Tore). In der Premier League durfte er nur 88 Spielminuten (neun Einsätze) ran, hatte CREATEFOOTBALL zufolge extrem mit der physischen Spielweise zu kämpfen. Zudem war er bei Forest immer wieder die einzige Neun und musste regelmäßig mit dem Rücken zum Tor agieren. Das liegt ihm nicht. Eine etwas langsamere Liga und eine spielstarke Mannschaft wie die Eintracht sollten deutlich besser zu ihm passen.
In Frankfurt möchte er nun wieder in die Spur finden und die nächsten Entwicklungsschritte gehen. Vor allem im Spiel gegen den Ball kann sich Toppmöller auf einen Angreifer freuen, der den Gegner mit seinem aggressiven Pressing im Spielaufbau stresst. Das hat der 1,75 Meter große Kalimuendo insbesondere bei seinen Ex-Klubs RC Lens und Stade Rennes in Frankreich unter Beweis gestellt.
Kalimuendo auf Sicht mit wichtiger Rolle
Auf Perspektive gesehen und nach weiteren Trainingseinheiten soll und muss Kalimuendo in der Frankfurter Offensive eine wichtige Rolle spielen. Torgarant Jonathan Burkardt fällt schließlich noch wochenlang aus und wird erst Ende Februar wieder spielfit erwartet (Sky Sport berichtete).
Damit verpasst der DFB-Angreifer Kracher-Duelle in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund, beim VfB Stuttgart (13. Januar) und gegen Bayer 04 Leverkusen (31. Januar). Auch das Spiel gegen den FC Bayern München am 21. Februar könnte für Burkardt noch zu früh kommen.
Kalimuendo dürfte also schnell die Chance erhalten, gegen die deutschen Top-Teams für Furore zu sorgen.
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