Mario Gomez ist beim FC Bayern im Falle einer Eberl-Trennung ein Kandidat
Der FC Bayern träumt vom Titel dahoam, auch in der Liga sind die Münchner wieder auf Titelkurs. Doch hinter den Kulissen rumort es.
01.04.2025 | 15:41 Uhr
Nach Informationen von Sky finden beim Rekordmeister im Hintergrund einige Gedankenspiele statt.
Von Florian Plettenberg und Kerry Hau
Der FC Bayern im April 2025:
Die deutsche Meisterschaft in greifbarer Nähe. Im Viertelfinale der Champions League wartet mit Inter Mailand ein schwerer, aber machbarer Gegner. Trainer Vincent Kompany macht einen ordentlichen Job und mit Michael Olise hat man einen großartigen Spieler nach München gelotst.
Der Trend unter der sportlichen Führung von Max Eberl scheint auf den ersten Blick gut zu sein. Doch Sky erfuhr: Es rumort in der Chefetage seit Monaten!
Der Vorwurf an Max Eberl: Zu viele Alleingänge
Eberl ist als Sportvorstand mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2027 ausgestattet und bildet mit Sportdirektor Christoph Freund ein harmonisches Gespann, dessen Zusammenarbeit intern Anerkennung findet. Doch in den Augen einiger Verantwortlicher gilt Eberl als streitbarer Charakter. Der Vorwurf: zu viele Alleingänge. Zu wenig interne Kommunikation. Mangelnde Abstimmung. Zuletzt berichtete der kicker, dass Eberl intern zunehmend unter Beobachtung stehe. Die Bild führte am Montag sieben Punkte auf, in denen es zuletzt zwischen Eberl und Uli Hoeneß Unstimmigkeiten gegeben habe.
Steht sogar eine vorzeitige Trennung von Eberl zur Debatte? Um dies zu verhindern, bemühen sich die Klub-Verantwortlichen aktuell um eine Kehrtwende im Miteinander. Auszuschließen ist der große Knall nicht.
Auch, weil Eberl wohl nicht mehr lange akzeptieren dürfte, dass sich Uli Hoeneß oder Karl-Heinz Rummenigge in sein Alltagsgeschäft einmischen. Einen Rücktritt soll Eberl derzeit ausschließen.
Gomez, Krösche und Rangnick sind Thema
Nach Informationen von Sky laufen im Hintergrund längst Gedankenspiele für den Fall, dass sich das Verhältnis zwischen Eberl und Bayern nicht als langfristige "Liebesbeziehung" entpuppen sollte. Über was vereinsintern auch nachgedacht wird: Braucht es eine völlig neue Instanz, die oberhalb eines Sportvorstand/Sportdirektor-Duos die Geschicke leitet, den Campus und die Säbener Straße noch enger zusammenführt? Eine Art Mario Gomez, der als Technischer Direktor bei Red Bull Soccer agiert? Oder eine Art Jürgen Klopp, seines Zeichens Head of Global Soccer, mit noch mehr Befugnissen in allen Bereichen?
Mario Gomez ist nach Oliver Mintzlaff (CEO) und Jürgen Klopp der drittmächtigste Mann im RB-Kosmos und mit einem Top-Vertrag bis 2028 ausgestattet. Nach Sky Informationen wird über ihn nachgedacht - vor allem aufgrund seiner Entwicklung und Persönlichkeit. Der ehemalige Bayern-Profi, der weiterhin in München lebt, soll bereits im vergangenen Jahr über einen Vermittler gefragt worden sein, ob er sich eine Rolle bei seinem Ex-Klub vorstellen könne. Er steht für die Zukunft weiter auf der Liste.
Rangnick sagte dem FC Bayern ab
Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche bleibt ebenfalls ein Kandidat für den deutschen Rekordmeister. Vor allem dann, sollten sich die Wege zwischen Eberl und den Bayern irgendwann trennen. Verhandlungstaktik, Einkäufe UND Verkäufe, die Entwicklung der Eintracht und seine souveränen öffentlichen Auftritte sind den Bayern-Bossen nicht entgangen. Nicht umsonst galt er als Favorit hinter Eberl, als es um die Nachfolge von Hasan Salihamidzic ging.
Ralf Rangnick, aktuell Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft, spielt mit Hoeneß Golf. Die Bayern wollten ihn vor zehn Monaten als Tuchel-Nachfolger holen, verhandelten bereits die wichtigsten Details - doch Rangnick sagte ab. Dennoch hat er bei persönlichen Aufeinandertreffen mit Bayern-Verantwortlichen stets durch seine Fußballphilosophie, seine Sicht auf den Klub und seine Ideen zur Talentförderung Eindruck hinterlassen. Österreichische Medien berichteten zuletzt, dass er weiterhin ein Thema bei Bayern sei. Aktuell laufen nach Informationen von Sky keine Gespräche.
Führungsrolle für Müller?
Und was wird aus Thomas Müller? Das Urgestein, das für die kommende Saison keinen neuen Vertrag erhalten soll, wird langfristig eine tragende Führungsrolle an der Säbener Straße zugetraut - kurzfristig nicht. Es ist zudem möglich, dass er seine Karriere im Ausland fortsetzt! Eine kurzfristige Führungsrolle für Philipp Lahm ist derzeit kein Thema.
Der FC Bayern im April 2025: Neuzugänge in der Chefetage sind nicht ausgeschlossen.
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