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La Liga News: Rache an Barca - Suarez schießt Atletico zum Titel

"Nicht respektiert": Suarez' Revanche am FC Barcelona

Max Georg Brand

23.05.2021 | 12:55 Uhr

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Die Fans von Atletico Madrid versammelten sich am Neptunbrunnen, um ihren 11. La Liga-Titel zu feiern. (Videolänge: 1:31 Minuten)

Luis Suarez avancierte gegen Real Valladolid am Samstag erneut zum Matchwinner. Der Uruguayer hat einen immensen Anteil an der spanischen Meisterschaft von Atletico Madrid, was er seinem Ex-Klub noch einmal zu verstehen gab.

Als Luis Suarez im vergangenen Sommer den FC Barcelona verlassen musste, fühlte er sich von seinem Herzensklub im Stich gelassen. Sechs Jahre war er hier mit Superstar Lionel Messi auf Torejagd gegangen. Er gewann vier Meisterschaften, holte die Champions League und zahlreiche weitere Titel.

Doch 2020 war Schluss für den Topstürmer. In Barcelona, das einen Monat zuvor vom FC Bayern in der Champions League mit einem 2:8 gedemütigt wurde, hatte man keine Verwendung mehr für einen gealterten Top-Verdiener. Barca transferierte Suarez für eine Schnäppchensumme von sechs Millionen Euro nach Madrid. Es sollte ein Neustart sein, der nur für eine der beiden Parteien erfolgreich endete.

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Während man beim FC Barcelona trotz des Triumphs im spanischen Pokal von einer insgesamt eher enttäuschenden Saison sprechen muss, kann man Atletico Madrid und Luis Suarez nur beglückwünschen. Die Colchoneros holten sich ihren ersten Ligatitel seit 2014 und trotzten sowohl Barca als auch Real Madrid in einer packenden Schlussphase in La Liga.

Atletico hatte den längeren Atem

Nach einem verpatzten Start und einem zwischenzeitlichen Sprint aus 19 Spielen ohne Niederlage ging Barca im Schlussspurt im Rennen um die Meisterschaft regelrecht die Luft aus. Das Team von Ronald Koeman holte aus den letzten sechs Ligaspielen nur zwei Siege und ließ als Erster aus dem Top-Trio abreißen.

Atletico machte es besser. Auch den Madrilenen waren leichte Ermüdungserscheinungen anzumerken. Diego Simeones Team geriet in den letzten beiden Ligaspielen jeweils in Rückstand, konnte sich aber beide Male auf Suarez verlassen, der beide Male das Siegtor zum 2:1 erzielte und Atletico somit vor dem Stadtrivalen Real hielt.

Suarez bitter enttäuscht von Barca

Doch der 34-Jährige war nicht nur an den letzten beiden Spieltagen wichtig. In seiner ersten Saison bei Atletico nahm er gleich den Platz des Top-Stürmers ein, erzielte 21 Tore und damit fast ein Drittel der Tore von Atletico. Simeone konnte sich auf Suarez verlassen. "El Pistolero" bedankte sich für das Vertrauen am Samstag nach dem Spiel und verpasste dem geschlagenen Konkurrenten und Ex-Klub gleich einen Seitenhieb.

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"Das war eine harte Saison angesichts der Situation, die ich durchgemacht habe. So wie die Saison angefangen hat, nicht respektiert zu werden und dann von Atlético die Tür geöffnet zu bekommen", sagte Suárez. "Ich werde diesem großen Klub immer dankbar dafür sein."

Barcas selbst geschaffenes Problem

Dem FC Barcelona tut diese Aussage gleich mehrfach weh. Nicht nur, dass sie einen verdienten Spieler rausgeworfen haben, der anscheinend immer noch für über 20 Tore gut ist und dadurch einen direkten Konkurrenten gestärkt haben. Fast genauso bitte ist für die Blaugrana, dass sie selbst auf der Suche nach einem passenden Mittelstürmer sind. Obwohl Barca mit Abstand die beste Offensive der Liga stellte (85 Tore), ist man mit der vordersten Besetzung nicht ganz zufrieden. Ein Problem, das man sich selbst geschaffen hatte, zumal Megastar Lionel Messi im vergangenen Sommer den Abgang seines Freundes ebenfalls scharf kritisierte.

Erst gestern kritisierte Koeman, der selbst vor dem Aus in Barcelona steht, die Qualität seines Kaders: "Für mich ist es kein Kader auf dem Niveau, das wir hier bei Barca wollen. Das ist so und viele Leute im Klub denken dasselbe", so der Niederländer nach dem Spiel gegen Eibar.

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Dem Uruguayer Suarez wird es egal sein. Er feierte gestern seine bittersüße Rache gegenüber dem Verein, den er liebt(e) und erspielte sich schon innerhalb einer Saison Heldenstatus bei einem Verein, der ihm schon aufgrund der Arbeiter- und Kämpfermentalität wie auf den Leib geschneidert zu sein scheint.

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