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FC Chelsea News: Jürgen Klopp und Frank Lampard liefern sich Duell

Chelsea vs. Liverpool: Entwickelt sich ein "giftiges" Titel-Duell?

Vincent Heim

21.09.2020 | 12:45 Uhr

Der FC Liverpool gastiert am Sonntag beim FC Chelsea.
Image: Der FC Liverpool gastiert am Sonntag beim FC Chelsea.  © Imago

Am Sonntag kommt es nach diversen verbalen Schlagabtäuschen zum sportlichen Duell zweier "Champions": Der amtierende Premier-League-Meister FC Liverpool trifft auf den "Transfer-Meister" FC Chelsea. Schaffen es Lampards "Blues" ein ernstzunehmender Titelkonkurrent für Klopps "Reds" zu sein?

Frank Lampard und Jürgen Klopp sorgten in den vergangenen Wochen für eine Menge Diskussionsstoff. Es flogen einige Giftpfeile von Liverpool nach London - und zurück.

"Einigen Klubs ist es offenbar nicht so wichtig, wie unsicher die Zukunft ist, weil sie Staaten oder Oligarchen als Besitzer haben", sagte Liverpools Meistermacher in einem Interview mit dem BBC-Radio 5 und kritisierte damit die Transferpolitik der Blues.

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Liverpool habe Erfolg, "weil wir so sind, wie wir sind. Wir können uns nicht über Nacht ändern und sagen, wir wollen jetzt so sein wie Chelsea", sagte Klopp.

Er spielte damit auf die finanziell nahezu unbegrenzt scheinenden Möglichkeiten des Konkurrenten an. 2003 erwarb der russische Oligarch Roman Abramowitsch den Klub. In diesen 17 Jahren investierte der als einer der vermögendsten Männern der Welt geltende 53-Jährige weit über eine Milliarde Euro in das Projekt Chelsea.

Lampard: Liverpool hat auch sehr viel ausgegeben

Aber Lampards Konter folgte prompt: "Es macht keinen Sinn, mit dem Rechnen anzufangen. Wir wissen, dass Liverpool auch sehr viel ausgegeben hat", sagte der Brite auf einer Pressekonferenz. Die hohen Ausgaben in dem aktuellen Transferfenster rechtfertigt der Champions-League-Sieger von 2012 mit der Transfersperre, die gegen den Verein Anfang 2019 verhängt wurde.

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Lampard betont zudem, dass dies völlig "selbstverständlich" sei. Der 42-Jährige bleibt trotz der verbalen Attacken gelassen. "Ich war nicht verärgert darüber. Ich fand es leicht amüsant."

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Werner will mit junger, hungriger Mannschaft Titel gewinnen

Eins ist dennoch klar: Chelsea bringt sich mit den Transfers von Timo Werner (53 Millionen Euro), Kai Havertz (bis zu 100 Millionen Euro), Ben Chilwell (rund 56 Millionen Euro) und Hakim Ziyech (bis zu 44 Millionen Euro) als Titelaspirant der nächsten Jahre in Stellung. Mit sage und schreibe 223 Millionen Euro hat der Klub aus dem Westen Londons diesen Sommer unter allen Premier-League-Klubs mit Abstand am meisten Geld ausgegeben.

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Timo Werner will mit seinem neuen Verein FC Chelsea Titel gewinnen - und den Verein wieder auf die Siegerspur bringen (Videolänge: 39 Sek.).

Kann Chelsea mit Liverpool mithalten?

Mit den deutschen Nationalspielern Kai Havertz und Timo Werner wurden vor allem junge und hochtalentierte Spieler geholt. Letzterer erklärte jüngst auf einer Pressekonferenz, er sei an die Stamford Bridge zu einem hungrigen Team gewechselt, um dort "Titel zu gewinnen". Werner läutet damit im Vorlauf zur Partie gegen den FC Liverpool ein Duell ein, dass sich im Laufe der Saison zu einem packenden Titelkampf entwickeln könnte.

Dennoch: Der FC Liverpool geht als Favorit in das Duell am Sonntag (ab 17:30 live auf Sky Sport 1). Das Team um Salah, Mane und Co. entwickelte sich über die vergangenen Jahre zu einer hervorragend eingespielten Mannschaft auf Weltklasse-Niveau. Chelsea hingegen steht trotz der starken Neuzugänge eine solche Entwicklung noch bevor.

Hamann sieht noch Defizite

Dieser Meinung ist auch Sky Experte Didi Hamann: "Sie haben mit Havertz und Werner zwei unheimlich interessante Spieler geholt, dazu Ziyech und Chilwell, der neben Liverpools Robertson der beste Linksverteidiger der Premier League ist. Das Problem, das ich sehe ist, dass drei der vier Neuen noch nicht in England gespielt haben."

Und weiter: "Sie werden Wochen oder sogar Monate brauchen, um sich an den englischen Fußball anzupassen. Offensivspieler haben zudem oft größere Schwankungen in ihren Leistungen. Dazu kommt die ungeklärte Torwartfrage. Kepa hat die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt. Ich glaube, dass sie einen Torwart brauchen. Sie werden die Differenz zu Platz eins verringern können, aber als Titelkandidat sehe ich Chelsea nicht."

Mit dem zweiten Spieltag am kommenden Wochenende wird sich erstmals zeigen, ob Chelsea bereit ist, nach Jahren wieder mit den besten Teams der Liga mithalten zu können ...

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