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Eintracht Frankfurt: Faktoren für den Erfolg nach dem Europa-League-Sieg

Frankfurt in neuen Sphären: Die Faktoren für langfristigen Erfolg

Eintracht Frankfurt international! Das bleibt auch so. Doch dort, wo man bis vergangenen Mittwoch für Furore gesorgt hat, geht es für die SGE vorerst nicht weiter. Die Adler sind nun in höheren Sphären unterwegs. Ist die Eintracht auch für die Champions League gerüstet?

Die Bilder vom Römer in Frankfurt wirken noch nach, die Fans der Eintracht dürften auch zwei Tage nach dem Sieg in der Europa League gegen die Glasgow Rangers immer noch mit einem breiten Grinsen durch die Stadt laufen. Mit dem Erfolg in Sevilla hat die SGE nicht nur endlich einen Grund, den Briefkopf um eine bedeutende Zeile zu erweitern, sie kann sich auf weitere Herausforderungen auf europäischer Ebene freuen und spielt nun im Konzert der ganz großen Klubs mit.

Damit die Eintracht dort jedoch mithalten und im besten Fall ebenso für Schlagzeilen sorgen kann, dürfte die Party-Zeit zumindest für Sportvorstand Markus Krösche und Direktor Profifußball Ben Manga heute schon wieder vorbei sein. Beide treiben die Planungen für die kommende Saison voran, haben viel zu tun, aber auch neue Möglichkeiten.

So feierte die Eintracht ihren Erfolg in der Europa League

  1. Die Fans auf dem Römerberg feiern den Europa-League-Titel der Eintracht.
    Image: Jubel-Party in Schwarz und Weiß! Die besten Bilder vom Empfang der Frankfurter Euro-Helden © DPA pa
  2. Jubel-Party in Schwarz und Weiß! Die besten Bilder vom Empfang der Frankfurter Euro-Helden
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  3. Jubel-Party in Schwarz und Weiß! Die besten Bilder vom Empfang der Frankfurter Euro-Helden
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  4. Jubel-Party in Schwarz und Weiß! Die besten Bilder vom Empfang der Frankfurter Euro-Helden
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  5. Jubel-Party in Schwarz und Weiß! Die besten Bilder vom Empfang der Frankfurter Euro-Helden
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  7. Jubel-Party in Schwarz und Weiß! Die besten Bilder vom Empfang der Frankfurter Euro-Helden
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  8. Jubel-Party in Schwarz und Weiß! Die besten Bilder vom Empfang der Frankfurter Euro-Helden
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  13. Jubel-Party in Schwarz und Weiß! Die besten Bilder vom Empfang der Frankfurter Euro-Helden
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  26. Jubel-Party in Schwarz und Weiß! Die besten Bilder vom Empfang der Frankfurter Euro-Helden
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Champions-League-Qualifikation eröffnet neue Möglichkeiten

Am vergangenen Mittwoch dürfte ihnen mit dem entscheidenden Elfmeter von Rafael Borre mehrere Felsbrocken vom Herzen gefallen sein. Der Sieg war nicht nur einer für die Vitrine, er sicherte den Hessen zudem auch einen Startplatz im Europapokal der kommenden Saison, spült der Eintracht mehrere Millionen Startgeld für Champions League und Supercup in die Kassen und liefert wichtige Verhandlungsargumente in der Vermarktung und bei Spielertransfers.

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Hätte Frankfurt den Titel am Ende nicht geholt, wären ihnen lediglich ein paar Europa-League-Milliönchen und die Anerkennung für eine spektakuläre Europa-Reise geblieben. "Das wäre so, als müsstest du entweder für die Bundesliga oder 2. Bundesliga planen", erklärt Sky Reporter Alexander Bonengel. "Es hieß entweder Champions League oder nichts. Für die Europa League wären die Adler sportlich ja nicht qualifiziert gewesen."

Krösches "Fingerspitzengefühl" ist gefordert

Die Verantwortlichen der SGE mussten also zweigleisig planen, dürfen nun aber finanziell gestärkt und selbstbewusst in die Verhandlungen gehen. Demütig sollte und will man am Main aber trotzdem bleiben: "Wir gehen jetzt nicht groß einkaufen, weil wir uns einmal für die Champions League qualifiziert haben", sagte Peter Fischer, der Präsident der SGE. Die Eintracht werde sich zwar "auf der einen oder anderen Position vielleicht noch stärker aufstellen. Aber in diesem Verein wird es kein Harakiri geben."

Eine lobenswerte Einstellung. Denn wie Bonengel meint, waren das in der Vergangenheit auch die Gründe, warum sich bei so manchem Team kein langfristiger Erfolg eingestellt hat. Da seien dann zum Beispiel die Gehälter entsprechend angepasst und teure Spieler verpflichtet worden. Packt man dann aber nicht mal die Gruppenhase, wird es auf lange Sicht teuer. "Da gilt es für Markus Krösche Fingerspitzengefühl zu bewahren", sagt Bonengel. "Du kannst jetzt nicht 'all-in' gehen, was er auch nicht machen wird."

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Hamann: "Schwieriger, neue Spieler zu finden, wenn du Geld hast"

"Zu einem Champions-League-Teilnehmer werden viele Spieler kommen wollen", schreibt Sky Experte Didi Hamann in seiner Kolumne. "Oft ist es aber sogar schwieriger, neue Spieler zu finden, wenn du Geld hast. Du musst schauen, dass die Spieler aus den richtigen Beweggründen kommen wollen. Dieser Herausforderung sind sich die Verantwortlichen bewusst und diese müssen sie meistern. Eins ist auch klar: Für die Champions League muss der Eintracht-Kader um zwei, drei Spieler größer sein, als er es in dieser Saison war.

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Ein Grundgerüst hat die Eintracht mit Kevin Trapp im Tor, Tuta und Martin Hinteregger in der Verteidigung und Filip Kostic im Mittelfeld. Auch ein Sebastian Rode gehört zu diesem Gerüst. Der 31-Jährige performt derzeit auf einem Niveau, das ihn laut Bonengel auch für die WM in Katar qualifizieren würde. Der Haken ist jedoch, dass er kaum eine Saison durchspielen kann. Mit Kristijan Jakic und Ajdin Hrustic hat die SGE zwar Ausweichmöglichkeiten, diese entsprechen aber nicht dem Niveau des deutschen Sechsers. Zudem ist ein Verbleib von Hrustic nicht mal sicher.

Frankfurter Mannschaft braucht Alternativen

Auch deshalb braucht die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner weitere Verstärkungen. Laut Bonengel fehle es der Mannschaft aktuell in nahezu allen Mannschaftsteilen noch an Alternativen. In den wichtigen Spielen blieben im Vorfeld, was die Aufstellungen angeht, selten Fragen offen. Die Mannschaft habe sich teilweise von selbst aufgestellt. "Das ist ein Zustand, mit dem willst du nicht in die neue Saison gehen." Aber: "Es wäre töricht, die Mannschaft im Kern nicht zusammenzuhalten. Du musst mit Augenmaß vorgehen, punktuell verstärken."

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Heribert Bruchhagen im exklusiven Interview nach dem Sieg von Eintracht Frankfurt in der Europa League über die Millioneneinnahmen und die Chance, zu den Großen der Bundesliga hinter Bayern und Dortmund aufzuschließen.

Mit Randal Kolo Muani für den Angriff, Faride Alidou für die Außen und Jerome Onguene für die Innenverteidigung sind die ersten Transfers bereits unter Dach und Fach. Gerade Muani könnte eine gute Ergänzung zu Borre sein und die Lösung für ein großes Problem bei der Eintracht sein.

Abgang von Andre Silva noch nicht kompensiert

"In Frankfurt hat man gemerkt, dass der Weggang von Andre Silva eine große Lücke hinterlassen hat, die auch ein Borre nicht füllen konnte und Sam Lammers erst recht nicht", erklärt Bonengel. Muani entspreche genau dem Profil, wonach die Frankfurter gesucht haben. "Sie brauchen einen, der abschlussstark ist, der sowohl mit dem Kopf als auch mit dem Fuß stark ist und Geschwindigkeit, Robustheit sowie Physis mitbringt. Und das tut Muani" erklärt Bonengel.

Die bevorstehende und durchaus überraschende Verpflichtung von Sebastian Polter vom VfL Bochum ist eher als Absicherung anzusehen. Polter wird sich als Stürmer Nummer drei einordnen müssen. Von Lammers und Goncalo Paciencia wird man sich wohl trennen.

Kostic-Zukunft offen

Der junge Alidou könnte sowohl Filip Kostic als auch Ansgar Knauff entlasten. Einen "Vorgriff auf die Zukunft" nennt Bonengel Alidou. Mit seinen 20 Jahren könnte es jedoch noch etwas Entwicklung benötigen, bis der Ex-Hamburger eine richtige Alternative auf den Außen zu beispielsweise Kostic sein könnte. Gerade auf dem Serben lagen bis zur Knauff-Verpflichtung im Winter in den vergangenen Jahren fast alle Eintracht-Hoffnungen.

Ob Kostic jedoch auch in der kommenden Saison für die Adler auf Torejagd geht, ist - trotz letzterer Andeutungen vonseiten der SGE - nach Sky Informationen komplett offen.

Beim 29-Jährigen, dessen Vertrag noch bis Sommer 2023 in Frankfurt läuft, stellt sich nun nach dem Europa-League-Sieg die Frage, ob er den Zeitpunkt nutzt und nochmal zu einem europäischen Top-Klub wechselt. Das Interesse ist zumindest aus der Serie A da. Denkbar wäre jedoch auch, dass er sich mit einem Verbleib endgültig den Status einer Eintracht-Legende sichert. "Das ist ein Status, den kannst du nicht so einfach erreichen, bei einem Klub wie Eintracht Frankfurt", sagt Bonengel.

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Dann wäre da noch Onguene. Der 24-Jährige kommt von Red Bull Salzburg und bietet Glasner in der Verteidigung eine weitere Möglichkeit, wobei auch hier nicht sicher ist, ob beispielsweise Evan N'Dicka über den Sommer hinaus den Adler auf der Brust trägt. Sollte N'Dicka bleiben, wäre Onguene aber ein wichtiger Faktor, um den Konkurrenzkampf in der Verteidigung zu fördern.

Frankfurt muss Mehrfachbelastung stemmen können

Bei Eintracht Frankfurt geht es darum, der Mehrfachbelastung gerecht zu werden. Das war in der jüngeren Vergangenheit immer auch ein Problem der Eintracht. Denn die Bilanz seit 2017 liest sich in der Main-Metropole im Grunde nicht schlecht: DFB-Pokalfinale 2017, Pokalsieger 2018, Halbfinale Europa League 2019, Halbfinale DFB-Pokal 2020, Europa-League-Qualifikation per Platz fünf in der Liga 2021 und nun der Sieg in der Europa League.

Der Haken: Frankfurt spielt seit Jahren auf einem guten Niveau, kann das jedoch selten auf mehrere Wettbewerbe gleichzeitig verteilen, wie man besonders in dieser Saison mit Rang elf in der Liga und dem Erstrunden-Aus im Pokal sehen konnte.

Gelingt ihr das, dann erlebt die Eintracht nicht nur eine erfolgreiche Gegenwart, sie darf sich dann auch auf eine glänzende Zukunft mit den seit Kurzem über 100.000 Mitgliedern im Rücken freuen.

Mehr zum Autor Max Georg Brand

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