Zum Inhalte wechseln

DFB News: Antonio Rüdiger wieder eine feste Größe - dank Tuchel

Rüdiger: So hat mich Tuchel wieder stark gemacht

SID

02.04.2021 | 20:17 Uhr

Antonio Rüdiger blüht beim FC Chelsea und der Nationalmannschaft wieder auf - dank Thomas Tuchel.
Image: Antonio Rüdiger blüht beim FC Chelsea und der Nationalmannschaft wieder auf - dank Thomas Tuchel. © Imago

Antonio Rüdiger hat eine schwere Zeit hinter sich. Doch unter Thomas Tuchel blüht der Innenverteidiger wieder auf. Das freut auch Joachim Löw.

An das Telefonat mit Jose Mourinho erinnert sich Antonio Rüdiger noch genau. Frustriert von seiner Rolle als Bankdrücker beim FC Chelsea sprach der Innenverteidiger mit dem Teammanager des Premier-League-Rivalen Tottenham Hotspur über einen Wechsel. "Am Ende ist nichts passiert", sagte Rüdiger - und darüber ist er inzwischen froh.

Zum Transfer Update: Alle Wechsel, alle Gerüchte

Zum Transfer Update: Alle Wechsel, alle Gerüchte

In unserem täglichen Liveblog halten wir Euch über alle Gerüchte und fixe Transfers auf dem Laufenden.

Rüdiger lobt Tuchel

Denn seit Thomas Tuchel den glücklosen Frank Lampard an der Stamford Bridge abgelöst hat, ist Rüdiger wieder unumstrittener Stammspieler. "Es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten, und bringt uns alle weiter. Gerade im EM-Jahr ist das wichtig", sagte der 28-Jährige über seinen Coach.

Über seine neue Rolle im Verein ist auch Joachim Löw glücklich. Ohne Spielpraxis wäre Rüdigers Nominierung für die EM (11. Juni bis 11. Juli) ein Risiko gewesen. Dabei hält der Bundestrainer große Stücke auf den Defensivspezialisten. "Er spielt in einer internationalen Topkategorie - von der Athletik, Dynamik und Zweikampfstärke und -härte", sagte Löw.

Auch im DFB-Team wieder der Alte

Dieses Lob untermauerte Rüdiger mit seiner guten Leistung zum Auftakt der WM-Qualifikation gegen Island (3:0). Der ehemalige Stuttgarter schwang sich in Abwesenheit des weiterhin verletzten Niklas Süle zum Abwehrchef auf. Rüdiger gab lautstark die Kommandos, strahlte viel Ruhe aus und überzeugte mit klugen Pässen in der Spieleröffnung. Fähigkeiten, die auch am Sonntag im Nationalstadion in Bukarest gegen Rumänen gefragt waren.

DFB-Team in der Einzelkritik - die Noten gegen Island

  1. MANUEL NEUER:
    Image: MANUEL NEUER: Der Kapitän erlebte in seinem 97. Länderspiel einen ruhigen Abend. Als Torhüter kaum geprüft, zeigte er ab und an seine fußballerische Klasse. - Note: 3 © DPA pa
  2. LUKAS KLOSTERMANN:
    Image: LUKAS KLOSTERMANN: Interpretierte die Rolle des Rechtsverteidigers sehr offensiv. Bei zahlreichen Angriffen ein Rechtsaußen. Blieb dabei aber meist ohne Wirkung. Defensiv mit leichten Wacklern. - Note: 3 © DPA pa
  3. MATTHIAS GINTER:
    Image: MATTHIAS GINTER: Solide Vorstellung des Gladbachers. Strahlte bei den wenigen Angriffen der Gäste viel Ruhe aus. - Note: 3 © DPA pa
  4. ANTONIO RÜDIGER:
    Image: ANTONIO RÜDIGER: Blockte gegen Sigurjonsson stark (27.), hatte bei seinem Kopfball Pech (43.). Schwang sich zum Abwehrchef auf, gab die Kommandos und hatte in der Spieleröffnung gute Szenen. - Note: 2 © DPA pa
  5. EMRE CAN:
    Image: EMRE CAN: Lief auf der für ihn ungewohnten Position links in der Viererkette auf. Verzichtete im Gegensatz zu Klostermann meist auf Vorstöße. Stand defensiv sicher. - Note: 3 © DPA pa
  6. JOSHUA KIMMICH:
    Image: JOSHUA KIMMICH: Chef und Antreiber im Mittelfeld. Leitete die ersten beiden Treffer sehenswert ein. Hatte zur Halbzeit mehr Pässe gespielt als die gesamte isländische Mannschaft. Suchte auch selber den Abschluss aus der zweiten Reihe. - Note: 1 © DPA pa
  7. LEON GORETZKA:
    Image: LEON GORETZKA: Stellte seine Torgefahr früh unter Beweis und nutzte die erste Chance eiskalt. Auch danach gut im Spiel und an einigen gefährlichen Aktionen beteiligt. Alles gelang dem Münchner aber nicht. - Note: 2 © DPA pa
  8. ILKAY GÜNDOGAN:
    Image: ILKAY GÜNDOGAN: War sehr gut ins deutsche Kombinationsspiel eingebunden. Eroberte vor dem zweiten Treffer den Ball. Beseitigte mit seinem Flachschuss auch die letzten Zweifel am Sieg. - Note: 2 © DPA pa
  9. LEROY SANE:
    Image: LEROY SANE: Der Münchner knüpfte an seine guten Leistungen im Verein an. Der flinke Flügelspieler war sehr engagiert. Bewies vor dem 2:0 viel Übersicht und bediente Havertz mustergültig. - Note: 2 © DPA pa
  10. KAI HAVERTZ:
    Image: KAI HAVERTZ: Erhielt etwas überraschend den Vorzug gegenüber Timo Werner. Bewies beim zweiten Tor seine Vollstreckerqualitäten. - Note: 2 © DPA pa
  11. SERGE GNABRY:
    Image: SERGE GNABRY: Begann furios und legte beim Führungstor stark für seinen Münchner Teamkollegen Goretzka ab. Hatte Pech mit seinem Pfostenschuss (71.). - Note: 2 © DPA pa
  12. FLORIAN NEUHAUS:
    Image: FLORIAN NEUHAUS: Löste in der 71. Minute Goretzka ab und kam zu seinem vierten Länderspieleinsatz. - ohne Note © DPA pa
  13. TIMO WERNER: Kam in der Schlussphase, setzte aber keine großen Akzente mehr. - ohne Note
    Image: TIMO WERNER: Kam in der Schlussphase, setzte aber keine großen Akzente mehr. - ohne Note © DPA pa
  14. Der 18-Jährige kam noch zu seinem Länderspiel-Debüt. - ohne Note
    Image: Der 18-Jährige kam noch zu seinem Länderspiel-Debüt. - ohne Note © DPA pa
  15. AMIN YOUNES: Der Frankfurter wurde spät eingewechselt, spielte erstmals seit Oktober 2017 wieder für das DFB-Team. - ohne Note
    Image: AMIN YOUNES: Der Frankfurter wurde spät eingewechselt, spielte erstmals seit Oktober 2017 wieder für das DFB-Team. - ohne Note © DPA pa

Das nötige Selbstvertrauen hat sich Rüdiger zuletzt im Verein geholt. Unter Tuchel spielt er in der Dreierkette wieder stark auf. Die zwei Gegentore in 14 Pflichtspielen sind auch sein Verdienst. "Er ist sehr detailversessen und bringt extrem gut die taktischen Kniffe rüber", lobte Rüdiger seinen deutschen Teammanager.

Vertrag bei Chelsea läuft 2022 aus

Jetzt kann er sich sogar eine Vertragsverlängerung über 2022 hinaus vorstellen. "Ich kann mir selbst keinen Vertrag geben. Aber ich habe immer gesagt, dass ich es bei Chelsea liebe. Chelsea wird für mich immer an erster Stelle stehen", sagte Rüdiger, der seit 2017 in London spielt.

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Bundestrainer Joachim Löw über den nächsten Gegner Rumänien. (Videolänge: 47 Sekunden)

Bevor er mit Mourinho telefonierte, hatte sich Rüdiger auch über einen Wechsel zum französischen Meister Paris St. Germain mit dem damaligen Trainer Tuchel ernsthafte Gedanken gemacht. Auch daraus wurde nichts - zum Glück für Rüdiger, Tuchel und Löw.

Sport-Informations-Dienst (SID)

Weiterempfehlen:

Mehr Geschichten