Cristiano Ronaldo will bei der WM gegen Spanien seinen Legendenstatus untermauern
Fast 3000 Tage ist es her, da legte sich Cristiano Ronaldo bei der WM 2018 den Ball zum Freistoß gegen Spanien zurecht. Ein Moment, der auch heute noch für WM-Nostalgie sorgt.
06.07.2026 | 14:49 Uhr
Gegen seinen langjährigen Angstgegner könnte nun sein letzter Auftritt auf der ganz großen Fußballbühne stattfinden.
Von Fabio Desiderio
Die Geschichte von Cristiano Ronaldo gegen Spanien beginnt am 7. September 2003. CR7 bestritt eines seiner ersten Länderspiele für Portugal gegen Spanien. Heute wird er sich nicht so gerne daran zurückerinnern wollen - 0:3 verloren die Portugiesen damals. Von seinen mittlerweile fast 1000 Toren schoss Ronaldo lediglich vier gegen die Spanier. Doch Ronaldo wäre nicht Ronaldo, wenn nicht jedes dieser vier Tore enorm wichtig gewesen wäre.
Lange Zeit war Spanien der Angstgegner des Portugiesen. 15 Jahre (2003-2018) dauerte es, bis Ronaldo endlich ein Tor gegen die Furia Roja erzielte. In der Vorrunde der Weltmeisterschaft 2018 trafen Portugal und Spanien am ersten Spieltag der Gruppe B aufeinander. Nur vier Minuten brauchte Ronaldo, um Portugal durch einen Elfmeter in Führung zu bringen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich legte Ronaldo kurz vor der Pause nach (44.). Doch die große Show sollte sich erst kurz vor Abpfiff ereignen. Spanien führte zu diesem Zeitpunkt wieder mit 3:2 - letzte Möglichkeit: Freistoß.
Ronaldo-Freistoß als historisches WM-Highlight
20 Meter Distanz, der Schütze längst klar: Cristiano Ronaldo. In typischer CR7-Manier stand er da. Der fünfmalige Champions-League-Sieger läuft an - und setzt den Ball ins rechte Eck. Spaniens Keeper David de Gea konnte damals nur hinterherschauen. Auch heute noch zählt dieses Freistoßtor zu den WM-Highlights. Nur wenig später ist für Portugal und Ronaldo im Achtelfinale gegen Uruguay (1:2) allerdings Schluss. Erneut platzt der Traum vom WM-Titel für Ronaldo - der letzte Pokal, der in der Sammlung des heute 41-Jährigen noch fehlt.
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Knapp sieben Jahre später treffen Spanien und Portugal im Finale der Nations League in der Allianz Arena in München wieder aufeinander. In einem ausgeglichenen Spiel führen die Spanier mit 2:1, eine halbe Stunde vor Abpfiff zündet Nuno Mendes den Turbo und findet Ronaldo in der Mitte. Eine abgefälschte Flanke verwandelt CR7 zum Ausgleich. Portugal setzte sich anschließend im Elfmeterschießen gegen den amtierenden Europameister und Shootingstar Lamine Yamal durch.
Letzter WM-Auftritt von Ronaldo?
Spaniens Youngster dürfte nach der Finalniederlage noch eine Rechnung mit Ronaldo und Portugal offen haben und bekommt am Montag, 6. Juli, (21 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) die Chance dazu. Für Ronaldo könnte das allerdings schon im Falle einer Niederlage sein letztes Spiel bei einer WM sein, wie er selbst auf der Pressekonferenz vor dem Spiel bestätigte: "Das wird meine allerletzte Weltmeisterschaft sein. Ich will jeden Moment so intensiv wie möglich erleben." Doch Ronaldo hat noch nicht genug, würde gerne weiterspielen und hofft auf höhere Mächte: "Ich hoffe, so Gott will, dass es nicht mein letztes WM-Spiel sein wird."
Ob Ronaldos Spanien-Fluch gebrochen ist oder ob sein potenzieller Nachfolger Lamine Yamal seine Final-Revanche bekommt, entscheidet sich am Dienstagabend im AT&T Stadium in Dallas.
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