Bundestrainer Julian Nagelsmann verteidigt Leroy Sane

Julian Nagelsmann kritisiert die Bewertung von Leroy Sane scharf. Der Offensivmann werde in eine "Schublade" gepackt, moniert der Bundestrainer und macht eine Ansage fürs zweite WM-Spiel.

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Bundestrainer Julian Nagelsmann spricht offen über die Situation von Leroy Sane und wüsste keinen Grund, warum er aus der Startelf fallen sollte.

Julian Nagelsmann hat Leroy Sane eine Startelf-Garantie für das zweite WM-Spiel der Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste gegeben.

Der Bundestrainer kritisierte zugleich harsch den öffentlichen Umgang mit dem Offensivspieler auch nach dem 7:1 beim WM-Auftakt gegen Curacao.

"Ich wüsste jetzt nicht, warum ich ihn nicht spielen lassen soll. Ich bin keiner, der sich treiben lässt von irgendwelchen Meinungen von außen. Sondern wir haben eine Meinung im Trainerteam, eine Meinung in der Mannschaft und auch Dinge gesehen auf dem Feld, die sehr gut waren", sagte Nagelsmann vor dem heutigen Spiel (22.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto.

Für den Bundestrainer steckt hinter der Kritik an Sane mittlerweile ein "psychologisches Phänomen", wie er anmerkte. "Wenn man irgendwann mal einen Menschen in einer gewissen Schublade hat und ihn gewissermaßen charakterisiert, dann wird alles, was man nur ansatzweise in diese Richtung sieht, um ein Vielfaches schlimmer bewertet."

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Julian Nagelsmann verrät, dass es vor dem Duell gegen die Elfenbeinküste kleinere Anpassungen geben wird, der grundsätzliche Ansatz aber der gleiche bleibt.

Keine negativen Anzeichen bei Sane

Diese Denkstruktur treffe auf die Bewertung Sanes als Profi-Fußballer und Mensch zu, habe aber keine Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit. "Ich kann versichern, ihn stört es nicht. Es beschäftigt dann eher mich, weil ich ungern habe, dass über meine Spieler so was geschrieben wird", sagte Nagelsmann.

Sane war mit gelber Mütze am frühen Freitagabend (Ortszeit) in Toronto mit dem DFB-Team angekommen und hatte wie seine Teamkollegen vor dem Hotel Autogramme gegeben. Gegen die Elfenbeinküste bestreitet der 30-Jährige sein 78. Länderspiel. In seinen bisher 13 Spielen bei WM- und EM-Turnieren ist ihm noch kein Tor gelungen.

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Julian Nagelsmann will seine Aufstellung vor der Partie gegen die Elfenbeinküste noch nicht verraten, aber weiß auch keinen offensichtlichen Grund, warum er an seiner Startformation etwas ändern sollte.

Startelf aus Curacao-Spiel

Für Änderungen an der Startelf im Vergleich zum klaren Sieg gegen Curaçao gibt es laut Nagelsmann "jetzt keinen offensichtlichen Grund". Torwart Manuel Neuer wird sein 21. WM-Spiel bestreiten und damit alleiniger WM-Rekordtorhüter werden.

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Mit einem Sieg gegen die physisch starken Ivorer um den Leipziger Bundesliga-Stürmer Yan Diomande kann die DFB-Elf vorzeitig den Einzug in die K.-o.-Runde des XXL-Turniers klarmachen. "Das Spiel zu gewinnen, wäre sehr wichtig", sagte Nagelsmann.

dpa

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