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Bundesliga News: Sieben Thesen zum Saisonstart

Sieben steile Thesen! Das bringt die Bundesliga-Saison 2020/21

Max Georg Brand, Sky Sport

18.09.2020 | 23:03 Uhr

Die Bundesliga geht in ihre 58. Saison und wird jährlich mit einer Eröffnungszeremonie gestartet.
Image: Die Bundesliga geht in ihre 58. Saison und wird jährlich mit einer Eröffnungszeremonie gestartet. © Imago

Heute Abend startet die Bundesliga in ihre 58. Saison. Wir haben in die Glaskugel geschaut und die eine oder andere zum Teil steile These aufgestellt.

Die Bundesliga-Saison 2020/21 verspricht schon von den Voraussetzungen her eine ganz besondere zu werden. Wann werden wie viele Zuschauer zugelassen? Wie reagiert RB Leipzig auf den Abgang von Top-Torschütze Timo Werner? Greift Hertha endlich oben an? Kann Leverkusen die Abgänge Volland und Havertz verkraften? Wie gehen die Teams mit der Belastung um? Welche Mannschaften greifen nach dem europäischen Geschäft und welches Team wird die Überraschung der Saison? Und wird der FC Bayern zum neunten Mal Deutscher Meister? Am Freitagabend geht es wieder los und die Fans freuen sich auf Fußball ohne Ende bis zum Sommer.

Alle Fragen im Vorfeld schon zu beantworten würde natürlich die Spannung nehmen. Trotzdem haben wir bei Sky Sport uns Gedanken gemacht und lehnen uns zum Saisonstart mal ganz weit aus dem Fenster. Das erwartet uns 2020/21.

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These 1: Ohne Timo Werner verpasst RB Leipzig die Champions League

RB Leipzig geht in seine fünfte Erstligasaison, drei Mal reichte es zur Qualifikation für die Königsklasse. In dieser Saison wird die CL für die Sachsen jedoch ein schwieriges Unterfangen. Trotz vielversprechender Neuzugänge für die Offensive wie Hee-chan Hwang (RB Salzburg) und vermutlich Alexander Sörloth (Trabzonspor) wiegen die Verluste von Timo Werner (34 Tore, FC Chelsea) und Patrick Schick (10 Tore, Leih-Ende, jetzt Leverkusen) schwer. Hinzu kommt die starke Belastung durch den Spielplan. Trotz Spannung bis zum Ende werden sich die Leipziger hinter Bayern, Dortmund, Gladbach und Leverkusen (Reihenfolge beliebig veränderbar) einordnen müssen.

Bundesliga-Spielplan 2020/21

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Am 18. September startet die Bundesliga in die neue Saison. Welche Duelle stehen zum Auftakt an? Wann steigen die Highlights? Klick Dich durch den Spielplan!

These 2: Bayern München fällt im Spätherbst in ein Leistungstief

Acht Meisterschaften in Folge und kein Ende in Sicht. Auch in der neuen Bundesliga-Saison gilt der Rekordmeister als Titelanwärter Nummer eins. Wie aber schon die vergangenen beiden Spielzeiten gezeigt haben, gibt es Phasen in denen die Bayern verwundbar scheinen. Kapital konnte die Konkurrenz jedoch nicht daraus schlagen. Auch in dieser Saison wird sich die Gelegenheit zur Ablösung auf dem Thron bieten. Und zwar im Spätherbst, wenn dem FC Bayern die Wochen der Wahrheit bevorstehen. Innerhalb weniger Wochen müssen die Münchner in Dortmund, gegen Leipzig und Wolfsburg und in Leverkusen antreten. Hinzu kommt die Champions League Gruppenphase. Ein straffes Programm also bis zur Winterpause. In dieser Zeit wird sich zeigen, wie sich die Mini-Vorbereitung auf den - Stand jetzt - kleinen Kader der Bayern auswirken wird. Und dann muss die Konkurrenz da sein.

These 3: Leroy Sane wird "nur" Top-Scorer Nr. 5 bei den Bayern

Leroy Sane ist der Top-Transfer der Bundesliga in diesem Jahr. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an den deutschen Nationalspieler. Doch die neue Nummer zehn des FCB wird sich nach langer Verletzungspause in seinem neuen Team erst einmal zurechtfinden müssen. Das könnte etwas dauern, zumal er mit Gnabry und Coman eine eingespielte Flügelzange vor sich hat. Auch wenn er vermutlich am Freitag gleich in der Startelf stehen wird (Coman fehlt), hat Gnabry seinen Stammplatz wohl sicher und Coman konnte sich spätestens nach seinem Siegtor im CL-Finale einiges an Kredit erspielen. Deshalb wird er sich nach Lewandowski, Müller, Gnabry und Coman in der Scorer-Liste einordnen müssen. Für Sane wird es in erster Linie darauf ankommen, dass er verletzungsfrei bleibt und Spielpraxis bekommt, letzteres dürfte bei dem engen Spielplan nicht allzu schwer werden.

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These 4: Hertha mausert sich langsam auch tabellarisch zum "Big City Club"

Hauptstadtklub Hertha BSC sorgte in der vergangenen Saison eher für Hohn und Spott als für sportliche Glanzleistungen. Dennoch ließ sich mit der Verpflichtung des erfahrenen Trainers Bruno Labbadia ein Aufwärtstrend erkennen. Dieser wird in der kommenden Saison fortgesetzt. Dabei sollen die Verstärkungen Schwolow, Cordoba und vor allem Tousart helfen. Trotz Startfiasko im Pokal (4:5 gegen Eintracht Braunschweig) will die Hertha endlich zurück nach Europa. Und das könnte schon in dieser Saison gelingen. Platz sechs bis acht sind drin - ein Anfang!

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These 5:Heimspiele werden in der Hinrunde zu "Sieggaranten"

Die Geisterspiele nach dem Re-Start in der Vorsaison hatten nicht nur Auswirkungen auf die Stimmung in den Stadien sondern scheinbar auch auf die Performance der Teams. Während vor der Corona-Pause noch 43 Prozent der Spiele von den Heimmannschaften gewonnen werden konnten - sprich mit den Fans im Rücken -, waren es nach dem Re-Start nur noch 32 Prozent. Da trumpften dann meistens die Auswärtsmannschaften auf und gewannen 44 Prozent der Spiele. Das Blatt wird sich nun wieder wenden, erstrecht, wenn ausschließlich Heimfans zugelassen sind. Dann wird es eine Rückkehr des altbekannten Heimvorteils geben.

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These 6: Werder Bremen wird die Überraschung der Saison

Was mussten die Werder-Fans in der vergangenen Saison zittern, um dann das furiose 6:1 gegen den 1. FC Köln und die Teilnahme an der verlorengeglaubten Relegation zu bejubeln, durch die sich dann wiederum gequält wurde. Glück gehabt! Macht man beim SV Werder nun alles neu? Nein! Der Trainer bleibt, das Grundgerüst der Startelf bleibt und sofortige Verstärkungen kann man sich wie schon seit Jahren nur zähneknirschend leisten. Trotzdem darf mit Werder 2020/21 gerechnet werden. Am Osterdeich wird am Ende zwar nicht die Teilnahme am Europapokal bejubelt, trotzdem wird man sich frühzeitig aus dem Abstiegskampf verabschieden - auch ein Erfolg! Voraussetzungen dafür sind, dass das Weserstadion endlich wieder zur Festung wird, dass Niclas Füllkrug verletzungsfrei bleibt, dass Selkes Knoten platzt und dass man gegen Hertha, Schalke, Bielefeld und Freiburg gut aus den Startlöchern kommt. Ein Auge darf man dabei unbedingt auf Tatith Chong, die offensive Leihgabe von Manchester United, werfen. Und vielleicht hilft ja auch Milot Rashica noch eine weitere Saison…

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These 7: Der wichtigste Neuzugang der kommenden Saison wird Thomas Meunier

...nicht Sane, nicht Bellingham, nicht Schick. Thomas Meunier wird der wichtigste Neuzugang in dieser Transferperiode sein. Mit ihm will Borussia Dortmund den letzten Schritt in Richtung Deutscher Meisterschaft gehen. Konnten die Dortmunder in der Vergangenheit die kleinen Schwächephasen der Bayern nicht ausnutzen, soll es in dieser Saison endlich klappen. Deshalb hat man mit Meunier einen erfahrenen titelhungrigen und vor allem erfolgreichen Rechtsverteidiger verpflichtet. Zwölf Titel hat Meunier in vier Jahren mit Paris Saint-Germain geholt, vier Mal wurde er Meister. Beim BVB erhofft man sich nun das fehlende Titelgen in einer ambitionierten Mannschaft als Ergänzung zu Mats Hummels. Meunier wird mit seiner Erfahrung der jungen Mannschaft guttun. Damit es für den großen Wurf reicht, muss er helfen die bayerische Schwächephase (siehe oben) erstmals seit acht Jahren auszunutzen.

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