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Bundesliga News: Die Sky Stimmen zum 30. Spieltag

Stimmen: VAR-Frust bei Werder - Zentner verrät entscheidendes Detail

Sky Sport

22.04.2021 | 14:35 Uhr

Robin Zentner im Sky Interview.
Image: Robin Zentner im Sky Interview.  © Sky

Borussia Dortmund bleibt durch einen 2:0-Heimerfolg gegen Union Berlin an den Champions-League-Rängen dran. Werder Bremen dagegen ist nach der 0:1-Pleite gegen Mainz 05 so richtig im Abstiegskampf angekommen. Besonders das vermeintliche Tor zum 1:1, welches vom VAR aberkannt wurde, sorgte nach der Partie für Diskussionen. Die Sky Stimmen.

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...

... zur Super League (vor dem Spiel): "Ich bin froh, dass der Spuk beendet ist, bevor er richtig angefangen hat. Ich bin auch froh, dass sich sowohl wir als auch der FC Bayern München von vornherein klar positioniert haben und dass wir da nicht mitmachen. Ich bin positiv überrascht, wie sich die Fans insbesondere in England dagegengestemmt haben. Gott sei Dank sind sie sofort auf die Straße gegangen und haben deutlich dazu beigetragen, dass die Pläne erstmal ad acta gelegt worden sind."

... zum Schalker Abstieg (vor dem Spiel): "Es war keine ganz große Überraschung mehr und hat sich ja in den letzten Monaten angedeutet. Was uns im Ruhrgebiet und im Revier, aber auch der Bundesliga insgesamt fehlen wird, ist dieses Derby, weil es das größte innerhalb Deutschlands ist. Es ist schade, dass sie runtergehen. Vielleicht kommt Bochum hoch, dann hätten wir zumindest ein kleines Revierderby."

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund) …

… zum Spiel: "Es ging um drei Punkte, die extrem wichtig sind, um unsere Ziele zu erreichen. Die haben wir verdientermaßen geholt und damit sind wir sehr zufrieden."

… zum Elfmeter: "Eine Berührung findet auf jeden Fall statt. Das ist ein Ding, wo ich sage: Kann man geben, muss man aber nicht."

Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin):

"Wir hatten Möglichkeiten, sie hatten auch die ein oder andere Möglichkeit. Meine Mannschaft hat eine tolle erste Hälfte gespielt. In der zweiten Halbzeit hat man den Unterschied ein bisschen gemerkt, aber auch da hatten wir Momente, weil sie das zweite Tor nicht erzielt haben. Wenn da einer reingeht, dann dreht sich das Spiel vielleicht noch mal. Meine Mannschaft hat es wirklich toll gemacht."

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Union Berlin ärgert sich über den Reus-Elfmeter und die Niederlage, während auch BVB-Trainer Edin Terzic beim Strafstoß unschlüssig ist, ob er ihn gepfiffen hätte (Videolänge: 34 Sek.).

Christopher Trimmel (Kapitän 1. FC Union Berlin):

"Speziell die erste Halbzeit war sehr gut. Wir müssen fast ein Tor machen, hatten schon ein paar gute Möglichkeiten. Es ist schade, ich habe gehört, dass es kein Elfmeter war. Das kommt noch dazu. Dem Schiedsrichter mache ich überhaupt keinen Vorwurf, aber das muss der Videoschiedsrichter dann sehen."

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Andreas Luthe (Torhüter 1. FC Union Berlin) zum Elfmeter:

"Marco Reus hebt schon extrem früh ab, will den Elfmeter. Ich finde, wenn man sich das schon noch einmal anschaut, dann kann man auch mal dagegen entscheiden. Es war kein klarer Elfmeter. Es war knapp, aber die Situationen sind immer knapp. Es gab keinen klaren Kontakt, mit dem ich ihn zu Fall bringe. Das wusste ich sofort."

Bo Svensson (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...

… zu seiner bisherigen Arbeit in Mainz: "Ich weiß, was die Jungs jeden Tag bringen, was für eine Entwicklung sie gemacht haben und wie viel sie ackern. Das stimmt mich positiv und ich bin stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein. Nicht nur wegen der Siege, sondern auch wegen der Art und Weise wie sie das Ganze hier angenommen haben, nachdem sie sehr lange nicht so viel Erfolg hatten und auch von außen sehr negativ über die Spieler gesprochen wurde."

… zum Spiel: "Es ist ein Tag, an dem wir in Bremen mit einer Leistung, die nicht besonders gut war, gewonnen haben. Wir sind aber natürlich sehr froh über die drei Punkte."

… zum vermeintlichen Ausgleich der Bremer: "Wir haben uns letzte Woche in Köln auch über einen Elfmeter aufgeregt. Wäre ich auf Bremer Seite, wäre ich bestimmt auch enttäuscht über die Entscheidung."

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Mainz feiert gegen Werder Bremen einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Keeper Robin Zentner verrät, was die Mainzer ausmacht und wie sie die Klasse halten wollen(Videolänge: 19 Sek.).

Robin Zentner (Torhüter 1. FSV Mainz 05) …

… zum vermeintlichen Ausgleich: "Was man im Bild nicht so gut sieht ist, dass er, bevor er gegen den Ball tritt, gegen meine rechte Hand tritt, die dann in Richtung Ball geht. Er spielt meine Hand und dann den Ball gegen die andere Hand. So habe ich es im Spiel gespürt und dem Schiedsrichter direkt gesagt. Dann hat er es sich noch einmal angeguckt."

… zur Frage, was das Mainzer Spiel zurzeit ausmacht: "Dass wir eine gute Mentalität und eine gute Truppe haben. Wir kämpfen immer bis zum Schluss, das haben wir auch diesmal wieder gemacht. Ich weiß nicht, ob wir den anderen etwas voraushaben. Wir müssen auf uns gucken. Das bringen wir in den letzten Spielen auf den Platz und das müssen wir weiter auf den Platz bringen, um die Klasse zu halten."

Adam Szalai (Torschütze 1. FSV Mainz 05) zur Frage, was Mainz aktuell so stark macht:

"Die letzten Wochen. Wie wir das Ganze angehen von Woche zu Woche. Und auch wenn es sich einfach anhört: unsere Trainingstage und unsere Trainingswoche. Jeder weiß, was wir unter der Woche leisten. Es ist richtig schwer, wenn man mit sieben Punkten in die Rückrunde startet. Und dann so eine Rückrunde hinzulegen wie jetzt, das ist nicht selbstverständlich. Es geht weiter, wir haben noch fünf Endspiele und wir brauchen die Punkte."

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Mit der Niederlage gegen Mainz 05 ist Werder Bremen wieder mitten im Abstiegskampf. Für Frank Baumann war Bremen jedoch die bessere Mannschaft (Videolänge: 20 Sek.).

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) …

… zum Spiel: "Fußball ist ein Ergebnissport. Wir haben nicht gewonnen und nicht einmal einen Punkt geholt, was definitiv möglich gewesen wäre. Wir haben einen großen Aufwand betrieben. Mainz hatte klare Chancen, wir hatten auch Chancen. Es ist dann leider durch ein unglückliches Billard-Tor entschieden worden. Mainz hat sich das über die letzten Monate verdient, das muss man auch anerkennen, deshalb auch Glückwunsch nach Mainz. Es war auf jeden Fall ein Unentschieden, ein Tor haben wir ja eigentlich auch gemacht."

… zum vermeintlichen 1:1: "Der Ball ist frei, er hat die Hand nicht dran. Selbst bei Sichtung der Videobilder sehe ich da kein Foul. Ich bin immer der Meinung, dass sie aus Köln so wenig wie möglich eingreifen sollten. Ich sage auch jetzt: Nimm es so wahr auf dem Platz, dann ist es so. Ich mache da kein großes Fass auf. Das gehört leider momentan zum Fußball dazu. Mir gefällt es nicht."

… zum Saisonendspurt: "Der Aufwand, den wir betrieben haben, wird auf Dauer dazu führen, dass wir punkten. Mainz ist unangenehm zu spielen, das wird gegen Union Berlin auch so sein. Wir haben in den letzten Wochen nicht immer gut gespielt, aber auch sehr viel Pech gehabt. Wir müssen auf uns gucken und sind immer noch vorne, wenn auch nicht mehr komfortabel. Es liegt an uns. Deshalb bin ich weiterhin optimistisch, auch wenn es schwer wird."

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Das nicht-gegebene Tor von Werder Bremen schmerzt im Abstiegskampf doppelt. Frank Baumann kann den Videoschiedsrichter nicht verstehen (Videolänge: 19 Sek.).

Frank Baumann (Geschäftsführer Sport SV Werder Bremen) zum vermeintlichen Ausgleich:

"Wenn der Schiedsrichter im Spiel ein Foul gepfiffen hätte, kann man es vielleicht so sehen. Aber es ist keine klare Fehlentscheidung und wenn der Schiedsrichter in der Halbzeit noch zu mir sagt, dass man es so sehen kann, dass es keine klare Fehlentscheidung war, dann habe ich den Sinn des Videoschiedsrichters nicht verstanden und kann das absolut nicht nachvollziehen."

Tobias Sippel (Torhüter Borussia Mönchengladbach):

"Der Trainer hat schon in der Halbzeit gesagt, dass wir zwar 2:0 führen, aber dass wir uns davon nichts kaufen können, dass es eine katastrophale Leistung war und dass er es auch nicht richtig erklären konnte, wieso wir 2:0 geführt haben. Dann kommst du wieder raus und bekommst innerhalb von 15 Minuten drei Gegentore. Das spiegelt das ganze Spiel wider."

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Gladbach gibt eine 2:0-Führung gegen Hoffenheim noch aus der Hand. Den Grund dafür sieht Gladbach Stefan Lainer in der ''noch schlechteren 2. Halbzeit'' (Videolänge: 59 Sek.).

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) zur Schiedsrichterleistung:

"Darüber möchte ich gar nicht diskutieren. Wenn einer meiner Spieler damit anfängt, dann hat er den falschen Grundgedanken. Das lag einzig und allein an uns."

Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim):

"Die erste Halbzeit war taktisch und auch von der Haltung her gut. Dann hat der Trainer uns noch einmal motiviert und gut zugesprochen und dann haben wir da weitergemacht, wo wir in der ersten Halbzeit aufgehört haben. Das war gut, das schnelle Tor hat uns sehr geholfen. Dann hast du als Spieler das Gefühl, dass es geht, und wir sind natürlich überglücklich, dass wir den Dreier geholt haben.

Oliver Baumann (Torhüter TSG 1899 Hoffenheim):

"Das war enorm wichtig, das war brutal. Die anderen haben alle gewonnen und es ist schon so, dass wir nach unten schauen müssen und auch darauf, wie die anderen spielen. Das möchte nicht jeder akzeptieren, aber so ist es im Moment. Wir hoffen, dass wir demnächst rechnerisch durch sind."

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg):

"Wir waren brutal effizient vor dem Tor. Stuttgart hatte auch mehrere Möglichkeiten, unter anderem den Elfmeter. Wir wollten unbedingt das Tor verteidigen, das ist uns beim letzten Schuss nicht gelungen. Aber die Effizienz hat Stuttgart geschlagen."

Philipp Förster (VfB Stuttgart):

"Natürlich ist es sehr bitter, dass wir mit null Punkten vom Platz gehen. Kurz bevor sie das 1:0 machen hat Sasa Kalajdzic die hundertprozentige Torchance zum 1:0. Dann schießen sie das 1:0 und dann muss ich den Elfmeter reinhauen. Nichtsdestotrotz haben wir weitergemacht und Wolfsburg hat aus wenigen Torchancen viel Kapital geschlagen."

Sky Experte Dietmar Hamann ...

… zu Borussia Mönchengladbach: "Seit der Trainer den Abgang verkündet hat fehlt ihnen dieses letzte Bisschen, diese Gier, dieser Hunger. Es sind jetzt elf Spiele, von denen sie drei gewonnen haben. Seitdem er bekanntgegeben hat, dass er geht, geht es bergab. Irgendwas ist ihnen verloren gegangen."

… zu den Champions-League-Ambitionen des BVB: "Sie haben es nicht in der eigenen Hand und müssen schauen, dass sie ihre Spiele gewinnen und die Ergebnisse irgendwo so sind, dass es noch reicht. Es wird nicht einfach. Sie haben sich in diese Situation gebracht. Am Wochenende gegen Wolfsburg musst du gewinnen. Ich glaube nicht, dass es reicht."

… zum vermeintlichen Ausgleich der Bremer gegen Mainz: "Wenn du dir nicht sicher bist, dann kannst du so ein Tor nicht zurücknehmen. Das muss klar sein, das muss eindeutig sein. Auf den Bildern ist nicht zu erkennen, ob er ihn trifft. Wenn Robin Zentner das sagt, dann ist das okay. Es ist aus dieser Einstellung meines Erachtens aber nicht wahrzunehmen und du kannst so ein Tor deshalb nicht zurücknehmen."

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Für Sky Experte Didi Hamann war der Elfmeter für Dortmund gegen Union Berlin eine Fehlentscheidung.

… zum BVB-Elfmeter vor dem 1:0 (in der Halbzeitpause): "Ich habe den Glauben in die Umsetzung des Videobeweises schon lange verloren, deswegen wundert mich so eine Entscheidung nicht. Das ist in 100 Jahren kein Elfmeter. Das ist ein absoluter Witz, so einen Elfmeter zu geben. Er trifft ihn überhaupt nicht. Und der Videoassistent schickt den Schiedsrichter nicht mal nach draußen. Ich verstehe es nicht mehr."

… zum Suat Serdars Champions-League-Traum (vor dem Spiel): "Suat Serdar sagt, er möchte in Zukunft Champions League spielen und viele Titel gewinnen. Er steht nach 30 Spielen mit 13 Punkten und zwei Siegen an letzter Stelle und ist gerade abgestiegen. Und da frage ich mich schon, ob diese Spieler den Bezug zur Realität verloren haben. In so einer Situation sollte jeder hinterfragen, was passiert ist und wie man dem Verein helfen kann, damit man im nächsten Jahr wieder hochkommt."

… zum Schalke-Abstieg (vor dem Spiel): "Es war abzusehen und eine Frage der Zeit, wann es passieren wird. Dass es jetzt schon vier Spieltage vor Schluss passiert, ist natürlich enttäuschend und bitter. Für den Fußballliebhaber ein trauriger Tag."

… zur Super League (vor dem Spiel): "Die Engländer haben sehr viel Geduld und sind es gewohnt, dass Investoren kommen, die Vereine übernehmen. Wenn die Geduld aber irgendwann erschöpft ist, dann können sie sehr ekelhaft werden. Das haben sie die Vereine auch wissen lassen. Ich glaube, dass sich sehr viele Fans auch nach dem Austritt von den Vereinen abwenden und es mit dem Austritt und einer Entschuldigung nicht getan ist. Die sechs Vereine haben einen riesigen Image-Schaden erlitten."

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