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2. Bundesliga News: So stehen die Aufstiegschancen der Spitzenteams

Siebenkampf um den Aufstieg! Wer bringt sich in die beste Ausgangsposition?

Der SV Werder Bremen hat im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga aktuell die besten Chancen.
Image: Der SV Werder Bremen hat im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga aktuell die besten Chancen.  © Imago

Noch zehn Spieltage stehen in der 2. Bundesliga auf dem Programm. Sieben Teams befinden sich im Rennen um die Aufstiegsplätze. Sky Sport beleuchtet für Euch die aktuelle Situation an der Tabellenspitze.

Zwischen Tabellenführer SV Werder Bremen und dem Siebten 1. FC Heidenheim liegen nur sechs Punkte. Auch der SV Darmstadt 98, FC St. Pauli, Hamburger SV, FC Schalke 04 und 1. FC Nürnberg haben die Bundesliga im Visier.

Vor der nächsten Länderspielpause Ende März stehen noch drei Spieltage an. Sky Sport blickt auf das enge Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga und analysiert die Ausgangspositionen sowie Chancen der Topteams.

2. Bundesliga: Spielplan 2021/22

2. Bundesliga: Spielplan 2021/22

Schalke, Bremen, HSV, Fortuna und Co. - welches Top-Spiel der 2. Bundesliga steigt wann? Zum Spielplan.

1. FC Heidenheim

Ausgangsposition

In den Hinspielen konnte der 1. FC Heidenheim nur gegen Darmstadt gewinnen (2:1). Gegen Bremen (0:3) und St. Pauli (2:4) setzte es hingegen klare Niederlagen.

Von den jüngsten fünf Partien konnte das Team von Kulttrainer Frank Schmidt nur beim 3:1 gegen Hannover 96 dreifach punkten.

Um noch einmal ganz oben anklopfen zu können, brauchen die Schwaben in den kommenden drei Spielen viele Zähler. Dabei ruhen die Hoffnungen vor allem auf Sturmtank Tim Kleindienst, der die vergangenen zwei Partien jedoch mit einer Gelbsperre sowie einer Trainingsverletzung verpasste. Flügelstürmer Tobias Mohr drehte dafür zuletzt auf und lieferte mit vier Toren sowie fünf Torvorlagen in den vergangenen neun Partien statistisch starke Werte ab.

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Wenn Kleindienst, der zuletzt wieder mittrainierte, am Wochenende fit ist, hat Heidenheim keine verletzungsbedingten Ausfälle und kann damit aus dem vollen schöpfen.

Prognose: Heidenheim muss nacheinander gegen die Top-3-Mannschaften der Liga antreten und ist jeweils Außenseiter. Es wäre schon eine große Überraschung, wenn sich das Schmidt-Team in den kommenden Wochen tabellarisch weiter verbessern würde. Aber Heidenheim hat 2020 mit Rang drei in der Abschlusstabelle bewiesen, dass die Mannschaft bis zum Schluss ganz oben mitspielen kann.

Der 1. FC Heidenheim besiegt Hannover 96.
Image: Der 1. FC Heidenheim ist im Aufstiegsrennen der Außenseiter.  © Imago

1. FC Nürnberg

Ausgangsposition

In den drei Hinspielen holte der 1. FC Nürnberg fünf Punkte. Gegen den HSV (2:2) und Hannover (0:0) sprang jeweils ein Zähler heraus, in Dresden gab es den Sieg (1:0).

Zuletzt zeigte das Team von Trainer Robert Klauß nach einer Schwächephase gute Auftritte. Sowohl gegen Jahn Regensburg als auch Hansa Rostock feierte der Club einen 2:0-Sieg. Zuvor setzte es für Nürnberg heftige Pleiten gegen den FC Ingolstadt (0:5) und beim KSC (1:4).

Trainer Klauß stellte nach den Schlappen das System auf ein 4-3-2-1 um. Lino Tempelmann und Fabian Nürnberger machten ihre Sache sehr gut, stellten die Zentrale defensiv gut zu und kurbelten immer wieder die Angriffe des Clubs an.

Gute Nachrichten für den FCN: Johannes Geis kehrt aus der Corona-Quarantäne zurück. Auch Stürmer Manuel Schäffler ist nach Erkältung wieder mit von der Partie. Dagegen werden die Defensivspezialisten Florian Hübner und Enrico Valentini (beide Corona-Quarantäne) weiter vorerst fehlen.

Prognose: Vor allem das direkte Duell mit dem HSV ist für Nürnberg immens wichtig. Bei einem Sieg würde der Club an den Rothosen vorbeiziehen und wäre endgültig wieder auf Tuchfühlung Richtung Aufstiegsplätze, bei einer Niederlage wäre der Rückstand nach vorne nur noch schwer wieder aufzuholen. Doch der FCN hat sich in den vergangenen zwei Spielen stabil präsentiert, mit dem Club ist noch zu rechnen.

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FC Schalke 04

Ausgangsposition

Die Hinspiele gegen die kommenden drei Gegner hat der FC Schalke 04 allesamt gewonnen und ist dabei ohne Gegentor geblieben.

Zuletzt zeigte das Team von Trainer Dimitrios Grammozis allerdings wechselhafte Leistungen. Nach einem schlechten Auftritt in Düsseldorf (1:2) und einer guten Performance gegen Paderborn (2:0) spielte S04 am vergangenen Wochenende 1:1 beim KSC.

Einziger Schalker Torschütze war einmal mehr Simon Terodde. Der Zweitliga-Rekordtorjäger steht bereits bei 16. Saisontreffern, auf seine Tore wird es auch in den kommenden Partien wieder ankommen. Zudem stehen auch die Leistungsträger Marius Bülter (7 Tore, 10 Vorlagen) sowie Standardexperte Thomas Ouwejan (8 Vorlagen) im Fokus.

Mit Mehmet Aydin (Oberschenkelverletzung) und Andreas Vindheim (Wadenverletzung) müssen die Königsblauen allerdings vorerst weiterhin auf ein Abwehrduo verzichten, auch Winter-Neuzugang Dong-gyeong Lee (Mittelfuß-Fraktur) fällt in den kommenden Wochen aus.

Prognose: Schalke hat auf dem Papier das leichteste Programm aller Aufstiegsanwärter an den kommenden drei Spieltagen. Vor allem gegen die Kellerkinder Rostock und Ingolstadt sind Siege für die Gelsenkirchener Pflicht, um den Kontakt nach oben hin zu waren. Schalke hat bis zur Länderspielpause sehr gute Chancen, an Boden gutzumachen.

Terodde
Image: Auf Simon Terodde ruhen die Schalker Hoffnungen.  © Imago

Hamburger SV

Ausgangsposition

Alle drei Hinspiele endeten für den Hamburger SV mit einem Remis. Insgesamt stehen bereits elf Unentschieden in der Saison zu Buche. So oft wie die Hanseaten teilt kein anderes Team in der 2. Bundesliga die Punkte.

Zuletzt musste der HSV eine bittere Derbyniederlage gegen Bremen (2:3) hinnehmen. Es war allerdings erst die dritte Saisonpleite. Ansonsten ist das Team von Trainer Tim Walter gut drauf und konnte nacheinander gegen St. Pauli (2:1), Darmstadt (5:0) und Heidenheim (2:0) gewinnen. Auch der Einzug ins Pokalhalbfinale nach einem Sieg im Elfmeterschießen gegen den KSC sollte Auftrieb geben.

Torjäger Robert Glatzel (15 Ligatore) glänzte auch gegen Karlsruhe mit zwei Treffern. Auf seine Treffer ist Hamburg angewiesen, wenn es im vierten Jahr mit der Rückkehr in die Bundesliga klappen sollte. Zudem ruhen die Hoffnungen der Fans der Rothosen auf Spielmacher Sonny Kittel, der mit 13 Torvorlagen die meisten der gesamten 2. Bundesliga hat. Darüber hinaus hat die HSV-Defensive um Kapitän Sebastian Schonlau bislang die wenigsten Gegentore (24) aller Mannschaften zugelassen.

Gegen Nürnberg muss der HSV auf den gelbgesperrten Moritz Heyer verzichten. Der Ex-Clubberer Tim Leibold (Kreuzbandriss) wird in dieser Spielzeit wohl nicht mehr zurückkehren.

Prognose: Der HSV hat alles selbst in der Hand, um sich in eine gute Position nach der Länderspielpause zu spielen. In Nürnberg könnte für die Norddeutschen allerdings die Kraftfrage nach den 120 Minuten unter der Woche beim KSC eine Rolle spielen. Vor allem das Spiel in Düsseldorf gegen Ex-Coach Daniel Thioune wird zudem mit Spannung erwartet. Der HSV muss in den kommenden drei Partien liefern.

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FC St. Pauli

Ausgangsposition

Der FC St. Pauli hat die Hinspiele gegen die kommenden drei Gegner allesamt dominiert. Sowohl beim KSC (3:1) als auch gegen Dresden (3:0) und in Heidenheim (4:2) standen am Ende klare Erfolge auf der Anzeigetafel.

Zuletzt allerdings schwächelte der Hinrunden-Meister und musste nach nur zwei Siegen aus den vergangenen acht Partien seine Tabellenführung abgeben. Unter der Woche schied der Kiez-Klub dann durch ein 1:2 beim Bundesligisten Union Berlin etwas unglücklich aus dem DFB-Pokal aus.

Guido Burgstaller führt mit 17 Treffern die Torjägerliste im deutschen Unterhaus an. Neben dem Österreicher ist im Team von Trainer Timo Schultz Spielmacher Daniel-Kofi Kyereh der wichtigste Akteur. Der Nationalspieler Ghanas steht bei sieben Treffern und zehn Torvorlagen.

St. Pauli ist vor Verletzungspech verfolgt. Mit James Lawrence (Oberschenkelverletzung), Christopher Avevor (Sprunggelenksverletzung), Eric Smith (Knieprobleme), Maximilian Dittgen (Muskelverletzung) und Etienne Amenyido (Wadenverletzung) fehlen aktuell gleich fünf Leistungsträger.

Prognose: Den Hamburgern steht ein unangenehmes, aber machtbares Programm an den nächsten drei Spieltagen bevor. Während der KSC in dieser Spielzeit eine Wundertüte ist, erwartet St. Pauli in Dresden mit Neu-Coach Guerino Capretti ein Team, das gegen den Abstieg kämpft. Im Heimspiel gegen Heidenheim können die Norddeutschen allerdings einen direkten Konkurrenten distanzieren. St. Pauli wird weiterhin um die Spitzenplätze mitspielen.

St. Paulis Igor Matanovic hat mit Guido Burgstaller im Team gut Lachen- Kein Wunder - der Stürmer ist der Top-Torjäger der 2. Bundesliga.
Image: St. Paulis Guido Burgstaller (r.) ist der Top-Torjäger der 2. Bundesliga.  © DPA pa

SV Darmstadt 98

Ausgangsposition

In Heidenheim setzte es für den SV Darmstadt 98 im Hinspiel noch eine knappe 1:2-Niederlage. Gegen Sandhausen (6:1) und Bremen (3:0) gab es dafür zwei klare Siege.

Zuletzt konnte das Team von Trainer Torsten Lieberknecht nur selten überzeugen. Nach zehn Punkten aus vier Partien und dem vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze holten die Lilien in den folgenden drei Duellen nur magere zwei Punkte. Gegen den HSV setzte es dabei eine deftige 0:5-Schlappe. In der vergangenen Woche sah es lange so aus, als ob Darmstadt auch in Dresden erneut schwächeln würde. Dank eines Treffers von Mathias Honsak Sekunden vor dem Abpfiff konnten die Hessen den kleinen Negativlauf durch den 1:0-Sieg aber stoppen.

Schlüsselspieler für Darmstadt sind die Angreifer Philipp Tietz und Luca Pfeiffer, die jeweils zwölf Tore auf dem Konto haben, in der Offensive sehr variabel agieren und diese somit für den jeweiligen Gegner unberechenbar machen. Zudem sticht aus einem starken Team vor allem Standardexperte Tobias Kempe (4 Tore, 9 Vorlagen) heraus, der die Lilien bereits in der Saison 2014/15 mit einem Treffer am 34. Spieltag (1:0 gegen St. Pauli) in die Bundesliga schoss.

Gegen Heidenheim muss Darmstadt auf Klaus Gjasula (Gelbsperre) verzichten. Lasse Sobiech (Sprunggelenksprobleme) wird dagegen noch länger fehlen.

Prognose: Mit Heidenheim und Bremen warten zwei direkte Konkurrenten im Aufstiegsrennen, die Spiele werden richtungsweisend für die restliche Saison des SVD sein. Gegen Kellerkind Sandhausen ist zu Hause ein Sieg Pflicht. Darmstadt konnte zuletzt nicht überzeugen, aber hat durch den Last-Minute-Sieg in Dresden noch einmal viel Rückenwind bekommen. Die Lilien werden oben dranbleiben.

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SV Werder Bremen

Ausgangsposition

In der Hinrunde konnte der SV Werder Bremen nur beim 3:0 gegen Heidenheim jubeln. Sowohl in Dresden als auch in Darmstadt (jeweils 0:3) setzte es deutliche Niederlagen.

Werder ist allerdings das heißeste Team der Liga. Seit Ole Werner das Traineramt übernommen hat, sind die Hanseaten in neun Spielen noch ungeschlagen und haben dabei satte acht Siege eingefahren. Werner hat Bremen von Tabellenrang zehn an die Spitze geführt, die am vergangenen Wochenende durch einen 3:2-Derbyerfolg beim HSV gefestigt wurde.

Mit Marvin Ducksch (14 Tore, 8 Vorlagen) und Niclas Füllkrug (11 Tore, 6 Vorlagen) haben die Werderaner zwei Topstürmer in ihren Reihen, die sich perfekt ergänzen. Das Top-Duo will Bremen nach dem Abstieg in der Vorsaison zurück ins Oberhaus schießen. In der Defensive hält Kapitän Ömer Toprak den Laden zusammen.

In Dresden wird Trainer Werner allerdings auf den gelb-gesperrten Romano Schmid verzichten müssen.

Prognose: Auch wenn Dynamo mit Neu-Coach Capretti nach Bremen fährt, ist ein Dreier für die Hanseaten im Heimspiel Pflicht. Anschließend stehen mit Heidenheim und Darmstadt zwei echte Prüfsteine auf dem Programm, bei denen Werder die Chance hat, sich weiter abzusetzen. Bremen hat einen Monsterlauf und ist der große Favorit im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg. Der SVW kann sich mit weiteren Siegen vor der Länderspielpause in eine richtig gute Ausgangsposition für den Liga-Endspurt bringen.

Mehr zum Autor Peer Kuni

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