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Formel 1: Beratung über Renault-Protest gegen Racing Point festgelegt

Beratung über Renault-Protest gegen Racing Point festgelegt

Sport-Informations-Dienst (SID)

06.08.2020 | 13:38 Uhr

Die Kommissare der FIA beraten über den Protest von Renault gegen Rivalen Racing Point.
Image: Die Kommissare der FIA beraten über den Protest von Renault gegen Rivalen Racing Point. © DPA pa

Am Mittwoch beraten in Silverstone die verantwortlichen Kommissare des Internationalen Automobilverbandes FIA über den Protest des Rennstalls Renault gegen den Rivalen Racing Point. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld.

Ein Urteil werde allerdings frühestens in der darauffolgenden Woche erwartet, Racing Point und Renault werden gegen jede Entscheidung der technischen Kommissare der FIA Berufung einlegen können.

Renault ist davon überzeugt, dass Racing Point nicht nur anhand von Fotos bei Weltmeister Mercedes abgeschaut hat. Der RP20 ist offensichtlich eine sehr gute Kopie des Silberpfeils von 2019.

1:56
Während es Lewis Hamilton trotz plattem Reifen ins Ziel schafft, scheiden Valtteri Bottas und Carlos Sainz kurz vor Schluss in Silverstone aus (Videolänge: 1:56 Min.).

Kam es zum Austausch von Daten und Design?

Das französische Team glaubt, dass es einen Austausch von Daten und Design zwischen Mercedes und Racing Point gegeben hat. Der nicht sichtbare Teil der Belüftungen etwa könne nicht anhand von Fotos nachgebaut werden, so die These von Renault. Hier könnte ein Verstoß erkannt werden.

"Ich denke, die Regeln sind recht eindeutig. Und wir haben unseren Standpunkt klar gemacht", sagte RP-Technikchef Andrew Green am Wochenende in Silverstone: "Wir haben alles innerhalb des Reglements gemacht. Deshalb denke ich nicht, dass wir Antworten schuldig sind."

4:18
Lewis Hamilton holt trotz Platten den Sieg in Silverstone. Sebastian Vettel punktet aufgrund der Reifen-Panne von Valtteri Bottas - die Highlights und Interviews (Videolänge: 4:18 Min.).

Racing Point ab 2021 Aston Martin

Teamchef Otmar Szafnauer räumte bei RTL ein: "Wir haben uns von Mercedes inspirieren lassen - von den Langsamen ist Kopieren sinnlos." Alle Teile, die das Reglement vorschreibt, habe man selbst gebaut, so der US-Amerikaner.

Racing Point ist in der noch jungen Saison der Sprung aus dem Formel-1-Mittelfeld in die erweiterte Spitzengruppe gelungen. Der Rennstall, der 2021 in Aston Martin umbenannt wird, ist ein heißer Anwärter auf die Verpflichtung des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel (Heppenheim/Ferrari) zur kommenden Saison.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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