Max Verstappen lässt Zukunft in der Formel 1 offen und droht mit Abschied

Das Ringen um die richtigen Motoren bleibt ein Dauerthema in der Formel 1 - und Max Verstappen hat erneut seine Zukunft mit den anstehenden Entscheidungen verknüpft.

Die Zukunft von Formel-1-Weltmeister Max Verstappen bei Red Bull ist weiterhin offen.
Image: Die Zukunft von Formel-1-Weltmeister Max Verstappen ist weiterhin offen.  © Imago

"Wenn es so bleibt wie jetzt, wird das nächste Jahr ein langes Jahr, und das will ich nicht", sagte der Red-Bull-Pilot nach dem Qualifying zum Grand Prix in Montreal: "Es ist mental einfach nicht machbar für mich, so weiterzumachen. Wirklich nicht."

Das waren bemerkenswerte Aussagen am Samstagabend Ortszeit, denn noch am Morgen war ein Interview im Verstappen sehr nahestehenden Telegraaf erschienen, in dem er seinen Verbleib für 2027 bestätigte. "Ja, sicher", sagte er dort: "Es sei denn, es passieren wirklich verrückte Dinge, aber davon gehe ich nicht aus."

Der Große Preis von Kanada - live auf Sky.
Image: Der Große Preis von Kanada - live auf Sky.  © Sky

Verstappens neueste Aussagen zeigen, wie sehr hinter den Kulissen doch noch über die richtigen Maßnahmen für die ungeliebten neuen Hybridmotoren gerungen wird. Anfang Mai hatte der Weltverband FIA über eine vermeintlich mehrheitsfähige Lösung informiert: Im kommenden Jahr soll der Verbrenner demnach wieder wichtiger werden und etwa 60 Prozent der Energie liefern. Diese Maßnahmen müssen allerdings per Abstimmung noch final beschlossen werden.

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Beim Qualifying in Kanada kann George Russell mit seiner letzten schnellen Runde die Pole Position für den Renn-Sonntag klarmachen. Hinter ihm folgen Teamkollege Kimi Antonelli und McLaren-Pilot Lando Norris.

Gibt es große Änderungen?

Während Red Bull und Mercedes recht offen für die Änderungen sind, haben sich etwa Audi und Ferrari noch nicht klar geäußert. Der nötige erhöhte Benzinfluss würde bis zur kommenden Saison einige recht kurzfristige Veränderungen erfordern. Eine Entscheidung müsste daher recht schnell fallen.

"Bleiben wir mal positiv", sagte Verstappen allerdings auch, "ich denke, wir sind immer noch dabei, auf diese Veränderungen hinzuarbeiten. Wenn die FIA stark bleibt und auch die Formel-1-Verantwortlichen dahinterstehen, dann müssen sie es einfach durchziehen."

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System nicht ausgereift

Zur Saison 2026 waren neue Antriebe eingeführt worden, in denen die Leistung beinahe gleichmäßig auf Verbrenner und Elektromotor verteilt ist. Das System ist allerdings nicht ausgereift und führt zu Energiemangel, wenn die Fahrer die Autos am Limit bewegen. Entsprechend unbeliebt sind die Motoren nicht nur bei den Fahrern, Verstappen gehörte bislang zu den lautesten Kritikern und schloss auch einen vorzeitigen Abschied nicht aus. Sein Vertrag bei Red Bull Racing läuft bis 2028.

SID

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