Basketball-WM in Berlin: Fiebich, Sabally & Co. führen Deutschlands Frauen überraschend ins Halbfinale
Deutschlands Basketballerinnen stehen bei der Heim-WM in Berlin überraschend im Halbfinale und kämpfen gegen Frankreich um den Finaleinzug. Das Team von Bundestrainer Olaf Lange greift damit sensationell nach einer WM-Medaille.
12.09.2026 | 11:00 Uhr
Gegen Titelkandidat Frankreich wartet die bislang größte Herausforderung des Turniers. Mehrere Schlüsselfiguren haben den deutschen Erfolg möglich gemacht.
Deutschlands Basketballerinnen greifen bei der Heim-WM in Berlin völlig überraschend nach einer Medaille. Im Halbfinale geht es heute (16.30 Uhr) in Berlin gegen Titelkandidat Frankreich. Das Endspiel und das Spiel um Platz drei finden dann am Sonntag entweder gegen die USA oder Spanien statt. Der unerwartete Erfolg des deutschen Teams hat einige Gesichter.
Leonie Fiebich
Die 26-Jährige ist die klare Anführerin im deutschen Team. Fiebich ist seit Jahren da, wenn das Nationalteam ruft. Jetzt wird sie für ihre Ausdauer im Deutschland-Trikot belohnt. Der WNBA-Champion von 2024 bestimmt das deutsche Spiel auf dem Parkett, im Viertelfinale gegen Belgien fiel in der wichtigen Anfangsphase endlich auch ihr Wurf. Bundestrainer Olaf Lange hat sie für unverzichtbar erklärt.
Nyara Sabally
Bis kurz vor dem Turnier stand nicht fest, ob die jüngere der beiden Sabally-Schwestern für die WM fit wird. Doch die 26-Jährige von Toronto Tempo gewann den Wettlauf mit der Zeit und hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Gegen Belgien war sie beste Werferin und beeindruckte mit ihrer Physis. Auf diese wird es auch gegen die körperlich starken Französinnen ankommen.
Marie Gülich
Sie bringt viel Routine in das junge Team. Die 32-Jährige hat eine schwere Zeit hinter sich, fiel mit einem Kreuzbandriss ein Jahr lang aus. Rechtzeitig zur WM ist sie fit und gibt dem Team mit ihrer Größe wichtige Präsenz unter dem Korb. Genauso wichtig ist aber ihre Rolle als Kapitänin. Gülich hat für jeden ein offenes Ohr und ist die Führungsfigur im Team.
Frieda Bühner
"Frieda ist Frieda", sagt Lange immer wieder über das große Talent. Bühner (22) ist immer gut gelaunt und scheint sich um nichts einen Kopf zu machen. Vor zwei Jahren kannte sie fast niemand. Dann kamen Olympia, EM und jetzt die Heim-WM. Dazwischen meisterte sie scheinbar mühelos den Sprung in die WNBA.
Olaf Lange
Für den Bundestrainer sind es besondere Tage in seiner Heimatstadt. Auch auf Drängen der Mannschaft wurde der erfahrene Coach als Nachfolger von Lisa Thomaidis installiert. Lange hat ganz klare Vorstellungen davon, wie das Team spielen soll und der Mannschaft eine deutliche Handschrift verpasst. Fiebich bezeichnet den 54-Jährigen als das Puzzleteil, das diesem Team noch gefehlt habe.
dpa / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.